NEWS


Auf Augenhöhe zum remis

16.01.18 | 1. Männer I Text: M. Ulrich I Fotos: S. Göres

Ein Wechselbad der Gefühle war an diesem Wochenende für Werders Spielerinnen und Spieler offensichtlich wieder einmal Programm. Eine knappe Niederlage für Werders Vertretung gefolgt von einem überlegenen Sieg von Werders 2. Damenmannschaft waren schon längst abgehandelt und Geschichte, als Werders Erste um 18:30 Uhr gegen den Grünheider SV antrat.

 

Die (Körper-)Spannung nicht gegeben, der Siegeswille und spritzige Elan schlichtweg nicht da. War die Landespokal-Platte des vergangenen Wochenendes noch zu präsent und allgegenwärtig? Viele Faktoren trugen jedenfalls maßgeblich dazu bei, dass Werders Erste auf der Platte heute schwerfällig agierte. Der Fokus lag zwar eindeutig auf einem effektiven Tempospiel und darauf, das Zentrum Grünheides unschädlich und die Außen-Spieler größtenteils die Tore machen zu lassen, aber dieser Plan wollte zunächst nicht recht aufgehen. Noch lange Zeit, selbst nach Werders Auszeit in der 21. Minute, schien kein Herankommen. Wenige, mühselige Tore fielen, was allen voran auf ein bärenstarkes Torhüterspiel von Ex-Werderaner und Neu-Grünheider Tom Lessig sowie Ex-Grünheider und Neu-Werderaner Martin Pfefferkorn zurück zu führen war. Die Wurfbilder und das Ziel klar vor Augen, dem jeweiligen Ex-Verein heute keinen Spaziergang zu bescheren, hielten die beiden ihre Buden glänzend sauber. Der Rückraum hatte heute unterdessen viel Pech im Torabschluss und auch Robert Schütz sowie Janek Hesselmann scheiterten immer wieder über außen. Mit nicht nennenswerten 11:11 ging’s in die Halbzeit.

 

Die 2. Halbzeit war ebenfalls nichts für schwache Nerven. Werder und Grünheide lieferten sich eine waschechte Abwehrschlacht. Die Führung beider Mannschaften wechselte sich im Minuten-Takt ab, kein Team konnte und wollte sich in einen Torrausch spielen. Nach einem vergebenen 7-Meter-Versuch durch Robert Schütz in Minute 44 drohte das Spiel jedoch plötzlich zu kippen. Bis zur 53. Minute konnte Grünheide sich im Umkehrschluss auf 17:20 absetzen. Und Werder? Den Blütenstädtern dämmerte, dass dieses Spiel nicht im Alleingang zu bestreiten sei, sondern im Team-Modus. Moritz Bruck, Dominik Nehls und Stefan Darius, der in der 56. Minute rot sah, witterten ihre Chance, durchbrachen die bereits stark beanspruchte Abwehrmauer der Grünheide-Männer und konnten gleich 2 7-Meter erfolgreich verwandeln.  Eine Achterbahn der Gefühle brach aus, Werders Fans zitterten und der Angstschweiß stand den Jungs um Krause/ Borrmann auf der Stirn. 59. Minute: 21:22. Time-Out. Genug Zeit, um die alles entscheidende Strategie des letzten Angriffs festzuzurren? Doch Grünheide verwirft erstaunlich nervös und hastig den letzten Angriff; Werder muss in die schnelle Rückwärtsbewegung schalten, um noch einmal einzunetzen. Robert Schütz behält einen kühlen Kopf und trifft zum 22:22-Unentschieden in der Ernst-Haeckel Hölle.

 

Bei der anschließenden MVP-Wahl und Pressekonferenz wurde von allen Seiten klar formuliert, wer heute die eigentlichen Sieger in dieser hart umkämpften Begegnung waren. „Das war ein emotionales Spiel und ein gerechtes Unentschieden. Beide Seiten haben hart gearbeitet. Grünheide hat heute vieles richtig gemacht, mit- und füreinander gespielt. Das entscheidende letzte Tor, das uns 1 Punkt gekostet hat, muss gehalten werden.“, sagt MVP und Grünheide-Keeper Tom Lessig, der ebenfalls lobende Worte für Torwart Pfefferkorn fand. Werders MVP Stefan Darius gibt zu, dass Werders Probleme vor allem dem suboptimalem Angriff und den unzähligen Fehlwürfen geschuldet seien. „Wir haben einfach schlecht, und nur auf halber Höhe, geworfen. Die Keeper haben das Spiel heute entschieden. Wir haben es nicht geschafft, genügend Tore zu werfen, auch die Leidenschaft fehlte.

 

Grünheide-Trainer Uwe Schwidersky betrachtet den Ausgang des Brandenburg-Derbys mit einem lachenden und weinenden Auge. Die Freude über den Punkt und die Leistung seiner Mannschaft überwiegt jedoch. „Dieser Krimi war für die Fans und die Halle natürlich eine pure Freude. Für mich als Trainer hinsichtlich der Chancenverwertung eher weniger. Mit dem Punkt bin ich aber zufrieden. Das war ein absolutes Highlight und da muss ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen.“, lobt er und wolle diesen Schwung mit ins nächste – haftmittelbefreite -Spiel gegen den VfV Spandau am kommenden Wochenende nehmen. „In Tegel waren wir auch schon erfolgreich. Wir sind also nicht chancenlos und die Jungs sind an das Spiel ohne Klister gewöhnt.“

 

Silvio Krause zeigt sich ob des fast verloren geglaubten Punktspiels erleichtert. „Das ist ein gerechtes Unentschieden. Am Ende haben wir alle einen guten Ball gespielt, die Chancen nur nicht verwertet. Die Torhüter haben mit der Abwehr einen guten Verbund geschaffen, am Ende aber dahin geworfen, wo wir nicht hinwerfen wollten. Wir haben nach dem Pokal-Aus eine turbulente Woche hinter uns, wo viel aufzuarbeiten und verarbeiten ist. Das Glück, das uns gegen Ludwigsfelde zum Unentschieden im Final Four versagt blieb, war heute aber auf unserer Seite!“, konstatiert er abschließend.

 

Herzlichen Dank an alle Fans und Grün-Weiß Anhänger für die schöne Heimatmosphäre beim 1. Heimspieltag in 2018!


Knappe Niederlage gegen Fredersdorf

14.01.18 | 2. Männer I Text: C. Drescher I Fotos: C. Höpfner

Am vergangenen Samstag kredenzte der HV Grün-Weiß Werder allen Handball-Fans oder denjenigen, die es noch werden wollen, einen Leckerbissen der extra Güteklasse A. Nicht ein oder zwei, sondern ganze drei Partien gab es ab 14 Uhr in der Kesselgrund-Arena zu bestaunen. In diesem sportlichen 3-Gänge-Menü war alles dabei, was das Sportlerherz höher schlagen lässt. Frust, Jubel und ein Remis reichten sich übergangsweise die Hand.

Den Anfang machte die 2. Männermannschaft um Trainergespann Dominik Nehls und Henry Wascher. Mit 9:9-Punkten steht man so ziemlich mittig in der Tabelle und kann sich eigentlich nicht groß beklagen. In dieser Saison hat aber mittlerweile gefühlt jeder schon einmal jeden irgendwie geschlagen, was jede Partie für sich auf's Neue spannend macht. Deswegen heißt das interne Saisonziel auch ganz klar: Klassenerhalt. Dafür sind vor allem die Heimspiele besonders wichtig. Hier gilt es, wichtige Punkte einzufahren und den Heimvorteil klar zu nutzen. Das gelang gegen den TSG Rot Weiß auch phasenweise gut. Werder ging oft in Führung, erkämpfte sich sogar kurz einen 3-Tore-Vorsprung. Doch Unachtsamkeit und fehlende Konzentration der freien Wurfchancen brachten die Gäste immer wieder in das Spiel zurück. Aber auch durch gute Kreuzbewegungen und spielerische Raffinesse blieb uns Fredersdorf immer dicht auf den Fersen und zog selbst kurz vor Ende der ersten Hälfte mit 2 Toren davon. Doch auch Werder ließ sich nicht so leicht abschütteln und kämpfte sich wieder zurück. Zur Halbzeit trennte man sich demnach entsprechend gerecht mit einem 12:12-Unentschieden.

In der zweiten Hälfte erwischte man den besseren Start, hohes Tempo und großer Druck zum Tor ermöglichte den Werderanern leichte Torabschlüsse. Wieder erspielte man sich einen Vorsprung von 2-3 Toren, der auch eine Weile anhielt. Ab der 50. Spielminute aber häuften sich dann die Fehler und Fehlwürfe der Werderaner. Der TSG schöpfte neuen Mut und kämpfte sich mit vielen Emotionen und guten Einzelaktionen heran und glich aus. Ein offener Schlagabtausch beider Teams folgte daraufhin, nur noch eine Minute zu spielen und es stand 26:26. Werder bekam einen 7-m-Strafwurf, doch der Ball traf leider nur das Aluminium. Fredersdorf hatte nun die Entscheidung in der Hand und machte das Ding. Damit verlor die zweite Vertretung von Werder knapp 26:27 gegen den TSG und somit zwei wichtige Punkte zu Hause.

Im Anschluss folgten die Partien der 2. Frauen und der 1. Männer. Die Damen besiegten den SC Trebbin haushoch mit 23:8. Die Männer um Trainer Silvio Krause empfingen den direkten Konkurrenten aus Grünheide. Hier trennten sich beide Teams aus Sicht der Werderaner glücklich mit einem 22:22-Unentschieden. Frust, Jubel und Remis - alles an einem einzigen Tag.

Werder zwei - Feuer frei!


Schwacher Rückrunden-Auftakt in Berlin

14.01.18 | 1. Frauen I Text: S. Schäffer

´Für die erste Frauen-Mannschaft Werders startete am vergangenen Sonntag die Rückrunde gegen die Füchse Berlin. Man wollte wieder ein Ergebnis wie im Hinspiel auf der Anzeigetafel sehen, das zuhause suverän mit 28:22 gewonnen werden konnte. Allerdings war allen Beteiligten klar, dass es dieses Mal gegen diese junge Mannschaft schwerer werden würde, so fuhr man mit einem aufgrund von Verletzungsausfällen dezimierten Team in die Bundeshauptstadt. Die Füchse haben vor der Weihnachtspause in der eigenen Halle Rostock geschlagen und damit gezeigt, was für ein Potenzial sie abrufen können.

Motiviert gingen die Werderanerinnen in die erste Halbzeit und konnten mit 3:1 in Führung gehen. Doch durch eine schwache Chancenverwertung und leichtfertig hergegebene Bälle gab man die Führung wieder ab und konnte nur bis zum 7:7 mithalten. Danach setzten sich die Berlinerinnen leicht ab, sodass es zur Halbzeit 14:10 stand.

Auch nach Wiederanpfiff zeigt sich die Grüne Gang nicht von ihrer Schokoladenseite. Nach einem 16:10 konnte man zwar immer wieder auf vier Tore verkürzen, doch auch der spürbare Kampfgeist und Wille das Spiel noch einmal zu drehen, änderte nichts an dem enttäuschendem Ergebnis von 28:23 zugunsten der Füchse.

Am kommenden Samstag wollen es die Mädels in eigener Halle besser machen und zwei Punkte gegen Pfeffersport gewinnen. Anpfiff ist um 16 Uhr in der Ernst-Haeckel-Halle.


Überlegener Sieg gegen den SC Trebbin

14.01.18 | 2. Frauen I Text: S. Schäffer

Beim ersten Heimspieltag des Jahres trat die zweite grün-weiße Frauenmannschaft gegen den SC Trebbin an. Schon das Hinspiel konnte mit 23:9 gewonnen werden. Am Ehrentag der Trainerin wollte man natürlich ähnlich gut agieren.

Zwar sollte das erste Tor den Gästen gehören, doch war der Sieg nie gefährdet. In die Kabinen ging der Wille-Trupp mit einer deutlichen Führung von 12:5, so dass auf dem Spielfeld viel ausprobiert werden konnte. Der endgültige Spielstand lautet 23:8 und sorgt für zwei weitere Punkte für die Werder-Mädels.

Sowohl die Stimmung auf den Rängen als auch auf dem Spielfeld war gut, was auch die ausgeglichene Toreverteilung wider spiegelt. Wir danken ganz herzlich allen Unterstüzern, die den Weg in die Halle gefunden haben.

Am kommenden Wochenende geht es in die Landeshauptstadt gegen den HSC Potsdam II. Am Sonntag um 13 Uhr startet das Spiel in der Da Vinci Sporthalle an der Biosphäre.


Auf Abschiedstour

12.01.18 | 1. Männer I Text: T. Gutsche I Foto: J. Frick I PNN

Zehn Jahre lang ist Silvio Krause bereits beim Handballverein Grün-Weiß Werder aktiv. Erst als Spielmacher, inzwischen die fünfte Saison als Trainer. Im Sommer ist für ihn jedoch Schluss in der Blütenstadt. Krause wechselt den Verein.

 

Mit dem brandenburgischen Handball-Oberligaderby des HV Grün-Weiß Werder gegen den Grünheider SV (Beginn: 18.30 Uhr/Sporthalle Haeckel-Gymnasium) erfolgt am morgigen Samstag der Auftakt von Silvio Krauses Abschiedstour. Der Grün-Weiß-Trainer wird im Sommer zum Drittligisten Oranienburger HC wechseln. Welche Aufgabe er beim OHC übernehmen soll, wurde noch nicht verkündet.

 

Silvio Krause betont, dass seine Entscheidung nicht gegen Werder, "sondern für die sportliche Weiterentwicklung meiner eigenen Person" gefallen sei. In der Blütenstadt hat Krause eine Ära geprägt. Zehn Jahre ist er dort aktiv, hat erst als Spielmacher und dann als Coach die größten Erfolge des Clubs – Oberliga- und Drittliga-Aufstieg sowie zwei Landespokalsiege – maßgeblich mitgestaltet.


Erster Heimspieltag nach Jahreswechsel

12.01.18 | Text: M. Ulrich I Foto: Sylvia Göres

2. Männer vs. TSG Rot-Weiß Fredersdorf

Beim 1. Heimspiel in diesem Jahr soll den Zuschauern Handball in "Zwote-Männer-Manier" geboten werden, denn die Jungs um Trainergespann Nehls/Wascher wollen Wiedergutmachung für die Dezember-Niederlage in Altlandsberg betreiben. Die heutigen Gäste, der TSG Rot-Weiß Fredersdorf, konnten ihre letzte Partie gegen die 2. Vertretung der Landeshauptstadt jedoch für sich entscheiden. Dieser Sieg dürfte ihre Brust folglich anschwellen lassen, mit Rückenwind und nach Neujahr wieder an den Ligabetrieb gewöhnt, wollen die Spieler von T. Marquardt also schnell die nächsten 2 Punkte sammeln. Unsere Männer brennen nun darauf, endlich wieder vor Heimpublikum zu spielen – und zu siegen. Beim letzten Spiel der Hinrunde um 14:00 Uhr heißt es: „Werder Zwei - Feuer frei!" // Text-Zuarbeit: N. Hagenau


2. Frauen vs. SC Trebbin

Zum Auftakt des neuen Jahres wollen es die Damen gegen den SC Trebbin wissen. Die Gäste befinden sich auf Tabellenplatz 7, somit knapp hinter unseren Werderaner Kreisligistinnen. Obgleich das 2. Frauenteam im Hinspiel mit 9:23 erfolgreich und überlegen auftrat, darf man die Gegner nicht unterschätzen! Gegen 16:00 Uhr freuen sie sich auf Zuspruch von den Rängen der Haeckel-Hölle! 

 

1. Männer vs. Grünheider SV

Nach der bitteren Niederlage gegen den Ludwigsfelder HC und verpasstem Finaleinzug in den Landespokal letztes Wochenende wartet mit dem Brandenburg-Derby gegen Grünheide eine der letzten Hinrunden-Partien auf Werder. Der Gegner besitzt individuell starke Spieler, hat in dieser Saison jedoch als Tabellenzehnter am ausbleibenden Erfolg (9:15 Punkte) zu knabbern, was nicht zuletzt auf das Verletzungspech um u. a. Rechtsaußen-Spieler Tom Griebsch zurück zu führen ist. Die Oberliga-Männer sind heiß, treten fast vollständig an und wollen die Niederlage vom Wochenende schnell vergessen machen. Darf man den Männern um Trainerteam Krause/ Borrmann Glauben schenken, so dürfe man besonders die Spezialisten in der Mitte keinesfalls unterschätzen. Aber auch ein gut aufgelegter Ex-Werderaner und Grünheide-Tormann Tom Lessig könnte den Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben. Gleiches gilt auch für Neu-Werderaner und Keeper Martin Pfefferkorn. Am Samstag um 18:30 Uhr heißt es in der Ernst-Haeckel-Hölle also, einer Mannschaft mit viel Struktur und sicherem Aufbau zu Leibe zu rücken. „Das ist ein eingespielter Haufen, der uns vorab auch genauestens analysieren wird. Es könnte schwer werden und deswegen müssen wir zu 100% da sein!“ Werders 1. Männer war indes nicht untätig, hat sich ebenfalls bestens vorbereitet und möchte im Liga-Betrieb weiter Erfolge einfahren! Grünheide-Anhänger erwartet am Samstag um 18:30 Uhr eine volle Halle mit eingefleischten Werder-Fans, die ihre Jungs zum Sieg tragen wollen.

 

Füchse Berlin Reindf. II vs. 1. Frauen

Sonntag, 14.01.18, 16:00 Uhr

Als Tabellendritte und mit 2 letzten Siegen aus 2017 in petto treten die OSL-Damen gegen die Füchse, derzeit Tabellenplatz 9, an. Eine Mischung aus erfahrenen Spezialisten und A-Jugend-Spielerinnen, die zu Beginn der Saison den Kader des Fuchsbaus verstärkten, musste schon so einige unerwartete Niederlagen in Kauf nehmen. Mit der Möglichkeit, ihr Team mit Spielerinnen aus der 1. Mannschaft (2. Bundesliga) aufzufüllen, könnten sie den grün-weißen Ladies durchaus gefährlich werden, heimsten sie zuletzt schließlich 2 Punkte gegen die zweitplatzierten Hansestädter aus Rostock (25:23) ein. Gegen heimschwache Füchse (2 Siege aus 6 Heimspielen) wollen die Werder-Frauen diese Begegnung trotz verletzungsbedingter (Lisa Weichenthal und Ina Seeger) und beruflicher Ausfälle (Torfrau Sandra Schmidt) bis zum Ende spannend gestalten. Gleiches haben sich auch die Füchse auf die Fahnen geschrieben: Sie wollen den verpatzten Saisonstart (4 Niederlagen in Folge) unbedingt wiedergutmachen. Wenngleich die Aufsteigerinnen ohne Haftmittel auskommen müssen und erst 1 Auswärtsspiel für sich entschieden, wollen sie am Sonntag um 16:00 Uhr in Berlin wieder alles geben. „Wir müssen einfach zeigen, was wir drauf haben und das muss auch ohne Klister gelingen!“


10 Jahre Werder: Silvio Krause verlässt die Blütenstadt

09.01.18 | 1. Männer I Text und Interview: M. Ulrich I Foto: Sylvia Göres

Werder. Lange Zeit schon pflegt er mit den Menschen und dem Handballsport in Werder eine enge Beziehung. In der Blütenstadt stand Silvio Krause selbst 5 Jahre lang als Spielmacher auf dem Parkett, um anschließend 5 weitere das Gesicht und auch die Geschichte des Vereins, respektive der 1. Männermannschaft, als Trainer zu prägen und mitzugestalten. Ein fast perfekter und steter Aufwärtstrend zog mit seinem Engagement in den Verein ein: Der damalige Oberliga-Aufstieg der 1. Männermannschaft kurz vor der Übernahme des Traineramts, der Sieg zweier Landespokalmeisterschaften und als Highlight der Aufstieg in die 3. Liga nebst Abstieg 1 Jahr später, der einen emotionalen Meilenstein für den Verein und nicht zuletzt für Krause selbst bedeutete. Für ihn jährt sich der grün-weiße Wahnsinn gen Saisonende folglich zum 10. Mal. Dass er speziell dem Brandenburger Handball seit nunmehr 2 ½ Jahrzehnten verfallen ist, ist allseits bekannt. Und er wird ihm mit seinem Wechsel zum Oranienburger HC in der kommenden Saison treu bleiben, denn er hat noch lange nicht genug.

 

Krause, mit seinen Gedanken und Ambitionen für die 1. Männermannschaft noch fest im Hier und Jetzt verankert, möchte zu Beginn der Rückspielrunde jedoch nicht viel Aufhebens um seine Person machen, seinen Fürsprechern, Freunden und Fans nur versichern, dass sein Feuer noch eine ganze Weile grün-weiß lodern wird: „Ja, es stimmt. Ich werde meinen Verein nach 10 Jahren schweren Herzens zum Ende der laufenden Saison verlassen und zum Oranienburger HC wechseln. Wichtig ist mir dabei, zu betonen, dass ich mich NICHT gegen Werder SONDERN für die sportliche Weiterentwicklung meiner eigenen Person entschieden habe. Um allen für ihre Mitarbeit zu danken oder Rückfragen zu kommentieren, ist momentan aber noch der falsche Zeitpunkt. Für uns steht jetzt ganz klar die laufende Saison, die Rückspielrunde mit der 1. Männermannschaft, im Fokus. Jeder, der mich persönlich kennt, weiß, dass ich bis zur letzten Sekunde der Saison alles in diesen Verein investieren werde und wir keine Punkte zu verschenken haben.“

 

Wir wünschen Silvio und seiner Mannschaft für die restliche Saison maximale Erfolge und alles Gute beim OHC!


Knapp gescheitert und am Landespokal-Finale unbeteiligt

07.01.18 | 1. Männer I Text: M. Ulrich I Fotos: Sylvia Göres

Der Ausgang des 2. HVB-Halbfinals wird vielen Grün-Weiß-Anhängern wohl noch einige Zeit im Gedächtnis bleiben. In langwierigen Trainings- und nicht enden wollenden Videosessions hat sich die Mannschaft um Coach-Team Krause/ Borrmann nämlich auf diesen verheißungsvollen Halbfinaltag vorbereitet – lange, seit dem Drittliga-Intermezzo der letzten Saison, hatte man sich im Final Four nicht mehr mit Brandenburgs besten Mannschaften um den Landespokal streiten müssen. Werders heutiger Gegner hingegen war keine unbekannte Variable. Speziell nicht nach dem letztmaligen Prestige- und Derbyduell im Ostsee-Spree-Liga-Betrieb Ende November, aus dem Werder als hoch gelobter Sieger hervorging. Die Vorzeichen also scheinbar ähnlich lautend, hatte man die Werbetrommel seit Wochen ohne Unterlass für dieses Wochenende gerührt. Umso quälender sprang einem jeden GW-Fan am Ende jedoch das knappe Ergebnis von der Anzeigetafel ins Auge: 30:29 für den Ludwigsfelder HC.  

 

In die 1. Halbzeit startete man eingangs nur behäbig und weit unter seinem angestrebten Leistungsniveau. Schnell fiel u.a. auf, dass die Spielachse um und mit Tobias Frank, Werders Rückraum-Shooter Nummer 1, nur beschwerlich im Zusammenspiel mit seinen Kollegen funktionierte. Gleiches erstreckte sich auf die Abstimmung zwischen Abwehrkette und Torhüter, wodurch Ludwigsfelde immer wieder zu einfachen Toren gelangen und sich zwischenzeitlich ein 5-Tore-Polster erarbeiten konnte. Nach anfänglichen Unkonzentriertheiten in der Deckungsarbeit fing Werder sich wieder – scheinbar getragen von der grün-weißen Wand, die sich hinter dem heimischen Tor unübersehbar aufgebaut hatte. Eindeutigere Chancen konnten herausgespielt und Tore eingenetzt werden, die Abwehrmauer stand kompakter und verteidigte den eigenen 6-Meter weitaus cleverer. Auffallend und erfreulich oft konnte mit einem stark aufgelegten Robert Schütz (6 Tore) und Florian Lemaitre (5 Tore) über die Außenpositionen abgeräumt werden. Heraus sprang ein verdientes 14:14 zum Halbzeitpfiff.  

      

Alles, was danach kam, mutete einem waschechtem Schlagabtausch bzw. Kräftemessen mit Derby-Charakter an. Keine der beiden Mannschaften ergriff die Chance, sich zählbar abzusetzen; man blieb dem Gegner immer wieder nah auf den Fersen. Als Werder jedoch versuchte, auf 3 Tore davonzuziehen, parierte Ludwigsfelde mit sehenswerten Kontern und glich augenblicklich wieder aus. Moritz Bruck, bekannt für seine 1:1-Spezialität und tadellose Zusammenarbeit mit den Kreisläufern, fand gemeinsam mit Werders Außen immer wieder einen Weg durch die robuste LHC-Abwehr, um flinke Tore zu machen. Doch ein torgefährlicher Phillip Gohl und Philip Höhna hatten ebenfalls einen guten Tag erwischt, marschierten immer wieder abgezockt und unbeeindruckt durch Werders Block. Die Rechnung durfte man hier aber keinesfalls ohne Kraftprotz Stefan Darius und Lucas Schönebeck, der häufig für den mentalen und emotionalen Zusammenhalt innerhalb seines Teams sorgt, in der 48. Minute durch einen unglücklicher Konter aber nur noch rot sah, machen. Was darauf folgte, war ein Krimi, der noch geschrieben werden muss. Die Halle und Werders grün-weiße Fangemeinde stand Kopf. 59. Minute: Dominik Nehls macht den so wichtigen 7-Meter zum 29:29-Ausgleich. Über Werders Schicksal sollte aber der letzte LHC-Angriff 15 Sekunden vor Schluss entscheiden, welches mit dem glücklicheren Händchen durch Philip Höhna für Ludwigsfelde besiegelt wurde, für Werder im gleichen Atemzug aber einen pechschwarzen Moment bedeutete - und den Sieg kostete. 

      

Mit dem Zuspruch der gesamten Mannschaft im Rücken sieht Stefan Darius das Erreichte nichtsdestotrotz positiv: „Das war Gänsehaut pur heute. Wir dürfen uns aber über eine gute Leistung freuen, die selbstverständlich durch die Niederlage getrübt ist. Das ist nun mal Pokal! Wir werden nächste Woche wieder 3x richtig gut trainieren, um beim nächsten Heimspiel am 13.01. gegen Grünheide 2 Punkte zu holen. Man muss das Ganze einfach isoliert voneinander betrachten, damit wir mit positiven Gefühlen in den Ligabetrieb starten können.“ Tobias Frank betrachtet den ausgebliebenen Erfolg ähnlich pragmatisch. „Wir haben es nicht geschafft, unser ganzes Repertoire abzurufen. Das ist manchmal eben auch tagesformabhängig. Oft muss man nicht nur 100, sondern eben 1000% geben. Besonders vor so einer elektrisierenden Heimkulisse. Das haben wir heute leider nicht umsetzen können.“

 

Abschließend findet auch ein emotionaler und sichtlich enttäuschter Trainer Krause die richtigen Worte. „Das ist der Grund, warum wir uns diesen Sport ausgesucht haben. Im Handball kann in den letzten Sekunden einfach alles passieren. Dieses Mal glücklich für den LHC. Ich denke, dass es beide Mannschaften, gemessen am Aufwand, verdient hätten, ins Finale einzuziehen. Vom Willen und Elan her waren wir absolut an der Grenze – mehr ging nicht. Leistungstechnisch haben wir unser Optimum nicht erreicht – aber das ist nur menschlich!“

      

Einziger Wermutstropfen: Die riesige grün-weiße Wand, die unsere Fans und Anhänger anlässlich des heutigen Derbys für uns geschaffen und allen Anwesenden somit lautstark demonstriert haben - dass WIR eine der größten Fangemeinden und -kulturen in Brandenburg pflegen. Und darauf sind wir so unglaublich stolz. DANKE, dass ihr für uns da seid. Unser Herz schlägt weiter grün-weiß!

      

An dieser Stelle möchten wir auch den diesjährigen Siegern, den Steinadlern des 1. VfL Potsdam und den Damen des Frankfurter HC, zum Gewinn vom Pokal des Landes Brandenburg gratulieren!

      

Der Liga-Betrieb lässt nun nicht mehr allzu lang auf sich warten: Am Wochenende reisen unsere Damen zum Fuchsbau nach Berlin, während unsere Herren gemeinsam mit der 2. Männer- und 2. Frauenmannschaft den 1. Heimspieltag in diesem Jahr begehen. Wir halten euch auf dem Laufenden!


Werder will den Landespokal zurück holen

05.01.18 | 1. Männer I Text: M. Ulrich I Foto: Sylvia Göres

…, denn altbewährte Traditionen soll man schließlich pflegen. Als einstige Pokalsieger der Jahre 2014/2015 und in der Aufstiegssaison 2015/2016 ist der Wille, auch in diesem Jahr an ehemalige, jedoch unvergessene, Erfolge und einschneidende Erinnerungen im Brandenburg-Cup anzuknüpfen so ungebrochen wie eh und je.

 

Nach einem goldenen November mit einem phänomenalen Derbysieg gegen Ludwigsfelde, dem furiosen Einzug ins Final Four nach Pokal-Aus für u. a. Vorjahressieger Altlandsberg sowie einem letzten Auswärtserfolg in Spandau schlossen die Männer um Trainerspann Krause/ Borrmann das Jahr und Kapitel 2017 reichlich vielversprechend und aussichtsreich in Sachen Pokal und Oberliga ab.

 

Nach 3-wöchiger Spielbetriebspause will Trainer Silvio Krause mit seiner Mannschaft unbedingt in das große Herzschlag-Finale am Sonntag, den 07.01.18, einziehen. Im Vorfeld wartet am Samstag, den 06.01.18, jedoch im Halbfinale kein geringerer Gegner als der Ludwigsfelder HC darauf, Revanche für deren Derby-Pleite aus der Hinspielrunde zu nehmen. Werder zog derweil alle Register und bereitete sich zwischen den Jahren akribisch auf das explosive Pokal-Wochenende vor. „Wir haben uns kaum eine Pause gegönnt und den Trainingsbetrieb vor und nach Weihnachten wie gewohnt aufrechterhalten. Natürlich nicht nur im Hinblick auf den Pokal sondern auch auf die Rückrunde, in der wir noch einige Plätze (Werder rangiert derzeit auf Platz 6 im Ostsee-Spree-Liga-Tableau) gut machen wollen!"

 

Für viele ist der Leitspruch, der Pokal hätte seine eigenen Gesetze, eine leere Floskel. Nicht aber für Werder und insbesondere nicht für Trainer Krause, für den es morgen um alles oder nichts geht: „Wer den Pokal will, muss alle Gegner beseitigen können und wir werden alles dafür tun, um es wahr zu machen. Dabei hoffen wir auf jede Menge Unterstützung aus Werder und Umgebung!“

Mission „grün-weiße Wand“ ist für Werders Männer am Wochenende folglich Programm. Dass sie auf ihre Fans als „8. Mann“ hoffen, den Pokal zu ihrem eigenen und persönlichen Heimspiel machen wollen, dafür werben sie schon seit geraumer Zeit mit kleinen Videos und Veranstaltungserinnerungen auf den Medien des Vereins - denn sie haben richtig Lust. „Wir sind bestens vorbereitet und starten alle fit und motiviert in das Jahr 2018. Unsere zuletzt gezeigten Leistungen müssen wir auch am Wochenende abrufen und das schaffen wir auch!“, ist sich Janek Hesselmann, der erst seit letztem Jahr für Grün-Weiß aufläuft, sicher. Auch Keeper Tom Göres glaubt fest an eine Überlegenheit seiner Truppe. „Ludwigsfelde ist ein Team, das uns von der Spielweise betrachtet liegt. Ihnen wird es wiederum auch nicht an der richtigen Einstellung mangeln. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit ist für uns aber alles drin!“  

 

Bevor Werders Matchday gegen den Ludwigsfelder HC um 18 Uhr in der MBS Arena Potsdam jedoch eingeläutet werden kann, stehen sich um 14:00 Uhr noch die Steinadler vom 1. VfL Potsdam und die Routiniers von Teltow/ Ruhlsdorf im K.O.-Duell gegenüber. Beide Mannschaften bringen eine große Bandbreite an Erfahrungen mit: Teltow/ Ruhlsdorf, das von individuell starken und schnellen Spielern sowie einer gewissen Abgezocktheit profitiert sowie die Steinadler, die mit technischem Know-How und dem Können ehemaliger Zweit- und Drittligisten bestechen, werden sich nichts schenken.

 

Ebenso wenig Werder und Ludwigsfelde. Liebe Fans, lasst uns gemeinsam eine grün-weiße Mauer bauen und uns in den Traditionsfarben des Vereins kleiden. Jedes grüne Kleidungsstück, jeder Jubel, jeder Fan und jede Tröte, Klatsche oder Trommel von den Rängen kann uns auf dem Weg zum Glück – zum Finale – behilflich sein. Seid dabei und peitscht uns zum Landespokal 2017/2018!


Positive Halbzeitbilanz für Grüne Gang

20.12.17 | 1. Frauen I Text: S. Glomm I Fotos: G. Henning

Am Samstag, den 16. Dezember, konnte die Grüne Gang endlich den ersten Auswärtssieg erringen. Gegner war der Berliner TSC, der zurzeit mit zwei Zählern das Tabellenschlusslicht der Oberliga darstellt. Die schlechte Auswärtsbilanz der Werderanerinnen ließ kein einfaches Spiel vermuten. Doch erfreulicherweise gelang es der Grünen Gang sich bereits zur Halbzeit mit 6 Toren abzusetzen (11:17). Zwar gelang es den Damen vom Berliner TSC nach Anpfiff auf 3 Tore zu verkürzen, aber den Sieg ließ sich die Grüne Gang nicht mehr nehmen. Ab Spielminute 52 wollten die Havelstädterinnen nichts mehr anbrennen lassen und enteiltem bei einem Stand von 20:25 auf 20:28. Das letzte Tor zum 23:30 erzielte schließlich Caro Fengler aus dem Rückraum.

Am Ende der Hinrunde stehen die Werderanerinnen auf Platz 3 und können als Aufsteiger in die Oberliga Ostsee-Spree durchaus zufrieden sein.

Das nächste Spiel bestreiten die Mädels erst wieder im neuen Jahr, auswärts am 14.01.2017 um 16 Uhr gegen die Füchse Berlin Reinickendorf II. Bis dahin wünscht die Grüne Gang allen Fans und Unterstützern ein besinnliches Weihnachtsfest und ein guten Rutsch ins neue Jahr.


In letzter Minute zum Sieg

20.12.17 | 1. Männer I Text und Foto: M. Ulrich

Das letzte Spiel vor dem Jahreswechsel fand in der Sporthalle am Falkenseer Damm in Spandau statt. Wie der VfV zuletzt gegen Ludwigsfelde bewies, so war Mitaufsteiger Spandau ein Gegner, der es in sich hatte. Nicht zuletzt, da erneut auf Haftmittel verzichtet werden musste. Robert Schütz bestätigt, dass die Nerven der Mannschaft um Trainergespann Krause/ Borrmann wie Drahtseile gespannt seien. "Wir werden uns aber nicht beirren lassen und wollen eine gute Mannschaftsleistung auf die Platte bringen!"

 

Nach anfänglichen Schwierigkeiten in den ersten Minuten der Partie konnte Werder den Schalter schnell umlegen und sich auf 2-3 Tore absetzen. Bis zur Halbzeit konnte dieser Vorsprung, wenn auch mit viel Mühe, verteidigt werden. Nach dem Pausenanpfiff zeigten sich gewohnte Schwächephasen und Unkonzentriertheiten auf, auf die Werders Erste keine Antwort parat hatte. Mehrere aufeinander folgende Zeitstrafen boten dem Heimteam die Möglichkeit, näher heran zu kommen, in der 40. Minute gelang ihnen sogar der Ausgleich zum 16:16. Darüber hinaus setzten sie sich zwischenzeitlich sogar auf 4 Tore ab. Ab der 50. Minute schien Werder zu dämmern, was da auf dem Spiel stand. So kam es, dass sie letzte Kräfte mobilisierten und im Angriff auf den letzten Metern leidenschaftlich zu Werke gingen. Den Fantross der Werderaner hielt nichts mehr auf den Sitzen, sie heizten ihren Männern in der 59. Minute noch einmal gehörig ein und Werder errang die Führung zurück. Noch 15 Sekunden auf der Uhr; Spandau war im Angriff, den Werder jedoch in der Lage war, zu vereiteln. Am Ende eines schweren Spiels feierte man mit 24:26 einen Auswärtserfolg und geht gestärkt in die Weihnachtspause .

 

An dieser Stelle vielen Dank für die Heimspielatmosphäre, die unsere Fans wieder einmal für uns geschaffen haben. Euch allen wünschen wir schöne Weihnachtsfeiertage im Kreise eurer Lieben und einen guten Rutsch ins neue Jahr!


Mit 2 Auswärtserfolgen in das Neue Jahr

15.12.17 | 1. Frauen und 1 Männer I Text: M. Ulrich

1. Männer: "Das Jahr 2017 soll mit Sieg abgeschlossen werden!"

Morgen geht’s für unsere Männer auf zum letzten (Auswärts-)Gegner in diesem Jahr, dem VfV Spandau. Nach einem „goldenen November“, wie Trainer Krause die Erfolge seiner Mannschaft im letzten Monat zusammenfasst, möchte man nach dem Einzug ins Final Four und dem letzten Heimerfolg gegen Ludwigsfelde nun auch mit einem Auswärtssieg gegen Spandau gestärkt und mit etwas Zählbaren ins Jahr 2018 starten.

 

Dass der VfV Spandau, derzeit auf Tabellenplatz 12, nicht zu unterschätzen sei, sah man unlängst an ihrem 25:27-Sieg in Ludwigsfelde, welchen sich auch viele GW-Spieler nicht entgehen ließen. Ein gefährlicher Gegner, der auf eine Vielzahl an Spielmachern und -gestaltern, u. a. Mika-Sebastian Leyer, Maximilian Hoffmann, Hasper Julius und Top-Shooter David Rau sowie Keeper Rapahel Walter, setzen kann.

 

Ihre Heimstärke konnten sie schon mit einem Sieg gegen Usedom unter Beweis stellen. Ein Unentschieden gegen Tegel und Bad Doberan zeigt umso mehr, wie viel Potenzial in sympathischen und gut eingespielten Spandauern steckt. Der Zwist für Werder: Erneut muss auf Haftmittel verzichtet werden. Dass der Ausgang dieses Spiels einer Art „Wundertüte“ gleichkommen kann, befürchtet auch Co-Trainer Max Borrmann. „Sie sind in der Lage, jeden Gegner zu schlagen und vor große Schwierigkeiten zu stellen.“

 

In den eigenen Reihen hätte man sich aber endlich gefunden, steht enger zusammen und befände sich im Aufwind. Bessere Leistungen der Grün-Weißen seien u. a. darauf zurück zu führen, dass die Stimmung auf und neben dem Spielfeld gut sei. Schnell möchte man sich von der Tabellenmitte wieder an die Spitze spielen. Dass das gelingen kann, dieser Trend zeichnete sich schon mit den letzten Ergebnissen ab. Mit diesem positiven Signal möchte man das Jahr 2017 auch in Spandau abschließen. Werder Feuer!

 

1. Frauen: "Wollen unsere Erfolgsserie weiter ausbauen!"

Nach einem fulminanten Sieg gegen den VfV Spandau zu Hause konnte man den Berlinern neben 2 Punkten auch gleich den 3. Tabellenplatz abluchsen. Mit 13:7-Punkten logieren die Aufsteigerinnen aus Werder zurecht an der Tabellenspitze.

 

Bevor man die 1. Hinspielrunde in der OSL also erfolgreich ad acta legen kann, geht’s auswärts noch einmal gegen den Tabellenletzten, den Berliner TSC, um 2 wichtige Punkte vor der Rückspielserie. Der TSC setzt dabei auf eine lange Tradition, befindet sich derzeit aber in einer gewissen Umbruchphase. Unumstritten ist dabei die Tatsache, dass ihre Niederlagen gegen beispielsweise Ahrensdorf/ Schenkenhorst knapp ausfielen und sie als junge Truppe mit viel Potenzial nicht zu unterschätzen sind.

 

Werders Damen hoffen indes, dass ihnen ihr schwindendes Polster an gesunden und einsatzbereiten Spielerinnen gegen den TSC nicht zum Verhängnis wird. Trainer Steffen Scherping ist sich sicher, dass seine Frauen dennoch ein ordentliches Spiel abliefern werden, auch wenn man so kurz vor Jahresende allmählich auf dem Zahnfleisch kriecht. „Wir schauen mal, was morgen für uns dabei heraus springt. Klar, auf dem Papier sind wir die Favoriten, aber davon sollten wir uns nicht beeindrucken lassen.“

 

Fakt ist, dass die Frauen nach ihrem morgigen Spiel erst einmal feiern und einen Strich unter eine überaus erfolgreiche 1. Saisonhälfte ziehen werden. Auf dass es im nächsten Jahr genauso weiter geht! Viel Erfolg!


Packendes Heimspielfinale der Hinrunde mit Sieg gegen Spandau

11.12.17 | 1. Frauen I Text: L. Mattern | Fotos: G. Henning

Am letzten Heimspielsamstag in diesem Jahr traf die grüne Gang auf den Ligadritten, den VfV Spandau. Da unserem Gegner die Favoritenrolle zugesprochen wurde, sollten aus dem letzten gewonnenen Derby gegen die HSG Ahrensdorf/ Schenkenhorst die nötige Motivation und das Selbstvertrauen mitgenommen werden, um auch dieses Heimspiel für sich zu entscheiden. Damit würde man in der Tabelle an Spandau vorbeiziehen und selbst den dritten Platz einnehmen.


Trotz dieses Ansporns startete die grüne Gang recht unkonzentriert ins Spiel. Zwar stand die Abwehr kompakt, jedoch fand Spandau immer wieder eine Möglichkeit zum Abschluss. Zunächst konnte sich also keine der Mannschaften absetzen. In dieser Phase ist es Stefanie Glomm mit ihren erfolgreichen Torabschlüssen zu verdanken, dass Spandau nicht bis auf Weiteres davonziehen konnte. In der 16. Minute stand es somit 6:6, bis sich unsere treffsicheren Rückraumschützinnen Stoschus und Schemel entschieden, das Spiel mit ihren Toren voranzutreiben. Man ging mit 3 Toren in Führung, die dank einer stark aufspielenden Torfrau Schmidt bis kurz vor Schluss der Halbzeit gehalten werden konnte. Mit einem 2-Tore-Vorsprung (12:10) ging es in die Kabine.


In der Pause motivierte man sich, die Leistung weiter aufzubringen und noch zu steigern, um die 2 Punkte zu Hause zu behalten. Leider startete man erneut unkonzentriert, so dass Spandau zum 16:16 ausgleichen konnte. Mithilfe starker Paraden unserer Torfrau Schmidt, die nach dem Spiel nur zu Recht zur MVP gewählt wurde, fand Werder zum Glück wieder ins Spiel und konnte sich erneut etwas absetzen. Dank der kompakt stehenden Abwehr und konzentriert gespielten Angriffen wurde die Führung bis zum Ende des Spiels nicht mehr abgegeben.


Somit konnten wir auch dieses Heimspiel, wie schondie Heimspiele gegen Neukölln und Ahrensdorf/Schenkenhorst, mit 23:21 für uns entscheiden und unserem Trainer Steffen Scherping nachträglich ein tolles Geburtstagsgeschenk machen. Herzlichen Glückwunsch noch mal an dieser Stelle! Beglückwünschen können wir auch uns selbst, denn wir sind Tabellendritter in der OSL!!!


2. Frauen: Haushoher Heimsieg gegen BSRK

11.12.17 | 2. Frauen I Text: I. Klapper

Am Samstag empfingen wir den BSRK Brandenburg in unserer heimischen Halle. Und diesmal auch wieder besser aufgestellt, haben wir von Anfang an eine gute Abwehr gezeigt und super ins Spiel gefunden. Wir konnten uns schon am Anfang der ersten Halbzeit durch konsequentes Umsetzen der Spielzüge und erfolgreiche Konter deutlich absetzen. Mit einem positiven Zwischenstand von 17 : 6 gingen wir dann in die Halbzeit. Leider ging die 2. Halbzeit nicht so weiter. Von Anfang an hat es an Konzentration gefehlt, sodass viele freie Würfe vor dem gegnerischen Tor nicht verwandelt wurden, viele Fehlpässe schlichen sich ein und somit konnten wir in der zweiten Halbzeit nur noch 7 Tore verbuchen. Wir gingen dennoch als Sieger mit einem Endstand von 24:11 vom Feld und behalten zwei Punkte in der heimischen Halle.

 

Es spielten: Svenja, Emily (2),Elise (2),Jule (2), Angie, Anne (1), Ina (9), Leni, Fabienne (4), Chantal (4), Inga


Vertretung der Damen verliert gegen die HSG Teltow/Ruhlsdorf

Am vergangenen Samstag verschlug es unsere 2. Damen zum Spiel gegen die HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf nach Stahnsdorf. Nachdem sie sich bis zur Mitte der ersten Halbzeit ein weitestgehend ausgeglichenes Spiel gegen den Tabellendritten lieferten, brach das Spiel mit fortwährender Zeit immer weiter ein. Durch banale Passfehler und zunehmenden Frust über dadurch erfolglose Angriffe verlor sich auch die Konzentration in der Abwehr, sodass man bereits mit einem Rückstand von 11:8 in die Halbzeitpause ging.

 

Wieder zurück auf dem Feld liefen die ersten Minuten erneut gut für die Werderanerinnen (13:10). Leider konnte diese Leistung nicht konstant gehalten werden und so kassierte man am Ende trotzdem eine 25:17-Niederlage. Am 9. Dezember treten die Damen zu ihrem letzten Spiel der Saison gegen den BSRK an. Mit viel Kampfgeist soll dann die Hinrunde in heimischer Halle durch einen Sieg beendet werden. Anpfiff ist 14 Uhr.

 

Es spielten: Svenja, Fabienne (1), Linda, Angi, Else (2), Jule, Ina (11), Leni, Anne (1), Franzi, Inga (2), Chantal


Werders Erste siegt; mit dickem Ende für den Ludwigsfelder HC

27.11.17 | 1. Männer I Text: M. Ulrich | Fotos: Sylvia Göres

Brisanter hätten die Derby-Begegnungen des letzten Wochenendes nicht anmuten können. Groß war die Welle der Neugier von Werder-Fans sowie Besuchern aus dem Umland, lang war die Schlange am Eingang zur Haeckel-Hölle. Hauptgegenstand des Interesses war ganz augenscheinlich, inwieweit Werder sich gegen den Traditionsverein, den Ludwigsfelder HC, durchsetzen könne. Vor dem Hintergrund der haushohen Niederlage gegen die Füchse beim letzten Heimspieltag und dem Unentschieden gegen Schöneberg gingen viele der Annahme, dass es beinah ein Ding der Unmöglichkeit sei, gegen den Tabellendritten mit- und ganz besonders - gegen zu halten. Andere verspürten jenen Aufwärtstrend, den die Grün-Weißen aufgrund ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit, die sie aus dem Einzug in das Final Four zogen, versprühten. Sollte sich dieser heute fortsetzen?

 

Nach anfangs noch verhaltener Stimmung unterhalb des Spielfelds ging bei der Erwärmung ein Ruck, eine nahezu fokussierte Leichtigkeit, durch die Mannschaft aus der Blütenstadt. Für Ludwigsfelde nahm man sich dem gleichen Deckungssystem (4:2) wie zuletzt gegen den MTV Altlandsberg im Pokal-Viertelfinale an. Mit dem Unterschied, dass dieses Konzept gegen Ludwigsfelde nicht die gleiche Wirkung zeigte und die Defensive noch nicht annähernd so kompakt stand wie gewünscht. Florian Storm, der später zum most valuable player des LHC gewählt wurde, konnte aufgrund dieser Fehlentscheidung zu vielen einfachen Toren kommen. Dass ihm im LHC-Kader eine wichtige Rolle zukommt, bestätigt auch Grün-Weiß Trainer Silvio Krause. „Er hat uns das Leben echt schwer gemacht und gehört in seiner individuellen Qualität zu den besten der Liga.“ Ins Spiel hätte man dann nach 15 Minuten gefunden, in der Deckung aber zunächst keinen Zugriff bekommen. Flugs stellte Trainer Silvio Krause seine Mannen auf 6:0 um und das Zusammenspiel zwischen Torhüter und Abwehrkette sowie erste Torerfolge des Gastgebers stellten sich ein. Angriffe wurden besser ausgespielt, die Chancenverwertung nebst Treffereffektivität stieg und Martin Pfefferkorns Paraden taten ihr Übriges: Mit 18:13 verschwand man zur Spielmitte in Richtung Katakomben – mit dem Wissen, einander schon ordentlich den Rücken frei gehalten und ein angenehmes Torepolster geschaffen zu haben.

 

In Halbzeit 2 zeigten sich eingangs leichte Schwierigkeiten im Spielaufbau – oft Knackpunkt für Werders Misserfolg. Im Angriff konnte zu Beginn zwar nicht genug Tempo abgerufen werden und auch Pässe nahm man viel zu selten aus der Bewegung heraus an, Werder konnte seine Stärke nichtsdestotrotz weiter ausspielen – ohne ins gewohnte Hintertreffen zu geraten. Ludwigsfelde kam hingegen ebenfalls gestärkt aus der Pause zurück - scheiterte in den folgenden Aktionen jedoch immer öfter an Werders Abwehr und insbesondere an einem stark aufgelegten Martin Pfefferkorn, der den nötigen Rückhalt bot. Werders Glück sollte sich zur Halbzeitmitte zwischenzeitlich nur bedingt fortsetzen: Durch eine doppelte Unterzahl Werders fand Ludwigsfelde Lücken und erzielte beinah den Anschlusstreffer. Wegen eines offensiven Deckungssystems der Gastmannschaft gegen Torgarant Tobias Frank konnten dessen Spielkollegen mit einer hohen 1:1-Qualität wie Moritz Bruck und Dominik Nehls leicht punkten, wodurch sich mehr Raum für Kreisläufer auftat. Werder war wieder da und der Torerfolg auch. 18 technische Fehler standen 17 Paraden des Keepers Pfefferkorn, 18 Tore allein durch Außenspieler Robert Schütz (2. Halbzeit) und Rückraum-Shooter Tobias Frank (1. Halbzeit), entgegen. Eine bravouröse Bilanz mit einem noch viel bravouröserem Endergebnis: 34:26.

 

Das sah auch Florian Storm in der anschließenden MVP-Wahl ein. „Sicherlich fiel das Ergebnis etwas zu hoch aus. Wir haben uns am Ende aber etwas aufgegeben und Werder hat verdient gewonnen.“ Erwähnenswert bleibt zweifelsohne der glamouröse Einsatz von Werderaner MVP und Keeper Martin Pfefferkorn, der nahezu alle Strafwürfe vereiteln konnte: „Ich bin von der Leistung meines Teams extrem begeistert. Derbys sind immer etwas Besonderes, vor allem gegen den Ex-Verein. Ich kann nur hoffen, dass dies der Anfang einer tollen Rest-Saison ist.“

 

Trainerin Nicole Klante erklärt, wie es zu diesem unverhofften Auswärtsdebakel kommen konnte. „Die Vorbereitungswoche lief schon nicht optimal. Gleich auf mehrere wichtige Spieler, u. a. einen erst kürzlich verletzten Nico Wiede und René Rose, der schon seit Beginn der Saison aus Verletzungsgründen ausfällt, mussten wir verzichten. Ein adäquater Ersatz stand aus privaten Gründen nicht zur Verfügung. Zudem haben wir es nicht geschafft, den Kampf anzunehmen. Werder ist Drittligaabsteiger – irgendwo muss das Potenzial ja schlussendlich herkommen. Sie haben’s einfach gut gemacht!“ Auch Trainer Krause bringt’s auf den Punkt. „Uns ist einfach wichtig, zu zeigen, welche Leistung meine Mannschaft in der Lage ist, abzurufen, wenn sie so wie heute zusammenstehen. Wir können ganz viel Schaden anrichten – gegen andere, aber auch gegen uns selbst. Aber das haben wir uns hier heute nach dem Fiasko gegen die Füchse verdient. Jetzt haben wir erst mal 3 Wochen frei, um uns auf unser letztes Auswärtsspiel – wieder ohne Kleber - gegen den VfV Spandau vorzubereiten. Und wer uns auch als Trainerteam etwas kennt, der weiß, wie akribisch wir uns auf alle Gegner vorbereiten und wie eindringlich wir unsere Jungs schulen werden!“

 

Von der Stimmung im Hexenkessel, der Kesselgrund-Arena, sei man immer wieder auf’s Neue überwältigt. Trainer Krause nennt diesen Faktor allen voran als einen der entscheidensten. „Unsere und die Fans aus Ludwigsfelde machen die Stimmung dann noch mal richtig fett und bringen die Halle total zum Kochen. Das ist großartig und deswegen spielen wir Handball.“

 

Damit das nicht das letzte Mal in diesem Jahr bleiben muss, habt ihr am 16.12.17 um 19:00 Uhr gegen den VfV Spandau die letzte Gelegenheit, Werder mit einem Heimspielfeeling in der Sporthalle Falkenseer Damm in Berlin in das nächste Jahr, die Rückspielrunde, zu verabschieden. Kommt vorbei. Wir freuen uns!


Gemeinsame Sache

27.11.17 | Text: Tobias Gutsche | Quelle: PNN

Erstmalig spielen sowohl die Männer als auch Frauen des HV Grün-Weiß Werder in der Handball-Oberliga Ostsee-Spree. Beide Teams sind diese Saison neue Mitglieder jener vierthöchsten deutschen Spielklasse und finden sich dort zunehmend besser zurecht.

Zunächst fieberten die Männer unten am Spielfeldrand mit ihrer Damenmannschaft mit, später feierten dann die Ladys oben auf der Tribüne ihre Herrentruppe: Beim HV Grün-Weiß Werder wird gemeinsame Sache gemacht. Erstmalig spielen gleich beide Werderaner Spitzenteams in der Handball-Oberliga Ostsee-Spree und tragen für gewöhnlich ihre Heimpartien als Doppelevent aus. Wie am Samstag, als auch noch doppelt gejubelt werden durfte. Die grün-weißen Frauen legten im Derby gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst einen 23:21 (10:7)-Erfolg vor, ehe die Herren ihr Brandenburg-Duell mit dem Ludwigsfelder HC auf gleichfalls starke Weise 34:26 (18:13) gewannen.

 

"Aufbruchstimmung im weiblichen Bereich"

Während die männlichen Kollegen sich gerade erwärmten, stand Stefanie Klomm bereits erschöpft vor dem Kabinentrakt der Sporthalle am Ernst-Haeckel-Gymnasium und lobte. „Zwischen uns Frauen und den Männern herrscht ein tolles Verhältnis. Wir unterstützen uns gegenseitig“, erzählte die Kapitänin. „Aber das ist eben Grün-Weiß Werder, ein besonderer Verein. Hier herrscht viel Leidenschaft und Herzblut in allen Bereichen.“ Zum Beispiel auf der Platte. Wer für Werder Handball spielt, hat scheinbar besonders großen Kampfgeist in den Genen verankert. „Wir können ackern wie wenige andere“, sagte Frauen-Trainer Steffen Scherping. „Das ist die Philosophie und Basis, auf die wir hier aufbauen.“ Und damit ließ sich schon einiges errichten, denn der Verein zählt längst zu den Top-Adressen im märkischen Handball. Der Oberliga-Aufstieg der Damen hat diese Position weiter gestärkt. „Das hat bei uns auch eine Aufbruchsstimmung im weiblichen Bereich nach sich gezogen“, meinte Scherping. „Wir haben großen Zulauf im Nachwuchs und bei den Erwachsenen.“

 

Beide Teams bislang im Tabellenmittelfeld

Die „grüne Gang“, wie sich die erste Frauen-Equipe nennt, betreibt nun bei ihrer Viertligapremiere weiterhin Werbung. Als Aufsteiger bedeuten 9:9 Punkte und Rang sieben eine gute Bilanz. „Unser Potenzial ist aber noch größer, wir können mehr“, betonte Stefanie Glomm. „Aber wir müssen uns eben auch erst einmal auf dem neuen Level zurechtfinden.“ Nicht anders ist es bei Werders Männern. Auch wenn sie von oben, der dritten Liga, hinab gekommen sind. „Wir wussten, dass es schwer wird und alle gerade gegen uns hochmotiviert sind“, erklärte Coach Silvio Krause. „Wir brauchten unsere Zeit, um anzukommen.“ Rang sechs bei 11:9 Punkten belegt seine Mannschaft nach dem vorgestrigen Auftritt gegen die bis dato drittplatzierten Ludwigsfelder, den Krause als großen Fortschritt wertete: „Das Team hat kapiert, welches Leistungsvermögen es wirklich hat, wenn kollektiv gekämpft wird.“ Belohnt wurde das – wie schon beim vorhergegangenen Damenspiel – mit beeindruckend lautstarker Unterstützung von den Fans. Auch sie sind wichtiger Teil der Leidenschaft und des Herzbluts bei Grün-Weiß Werder.


Derbysieg der 1. Frauen gegen Ahrensdorf

27.11.17 | 1. Frauen I Text: J. Nehls | Fotos: Guido Henning

Unsere Mädels gewinnen mit bombastischen 23:21 (10:7) gegen den Tabellennachbarn, die HSG Ahrensdorf/ Schenkenhorst!
Wie versprochen, gab es gestern um 16 Uhr in der Haeckel-Halle einen richtigen Handballkrimi. Die Anspannung war bei jeder einzelnen Spielerin zu spüren. ,,Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen“, so Josefine Nehls. Im Derby gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst konnten die Mädels der Grünen Gang schnell die Führung übernehmen und sich bald auf 7:3 absetzen. Doch die HSG ließ sich nicht abschütteln und blieb auf Schlagdistanz. Beim Stand von 10:7 ging es in die Kabine.

 

Auch nach Wiederanpfiff konnten sich die Havelstädterinnen nie entscheidend absetzen. "Einfache Passfehler“ im Angriff und Unkonzentriertheiten in der Abwehr, holten den Gegner immer wieder zurück ins Spiel. So blieb es bis zum Ende spannend. 4 Minuten vor Schluss verkürzte Glori Herholc noch einmal auf 21:20. Doch unsere Ina Seeger bewahrt die Ruhe und macht den Treffer zum 22:20. Die Gastmannschaft nahm daraufhin die Auszeit. Diese führte aber nicht zum Anschlusstreffer. Im nächsten Angriff erzielte Josefine Nehls in der 59. Spielminute das entscheidende 23:20. Die HSG konnte zwar noch auf 23:21 verkürzen, aber das Spiel war entschieden.


Nach dem Schlusssignal konnte sich die Grüne Gang über einen verdienten Derbysieg (23:21) freuen. Vielen Dank auch an die zahlreichen Fans. Ihr wart wieder einmal Spitze!


Es spielten: Dörner, K.; Stoschus M.(3);Mattern, L.(2);Fängler, A.; Gratz, K.(2);Nehls, J.(4);Weichenthal, L.;Schemel, P.(1);Seeger, I.(4);Fengler, C.;Schmidt, S.;Glomm, S.(4(3/4)); 73 Wille, J.(3)


verbandsliga-Derby mit Hindernissen

27.11.17 | 2. Männer I Text: C. Drescher | Fotos: Christin Höpfner

"Ja, ist denn heut schon Weihnachten?", sagte einst Franz Beckenbauer, auch bekannt als "der Kaiser" des Fußballs. Am vergangenen Samstag könnten das aber auch die Fans und Sympathisanten des HV Grün-Weiß Werder gesagt haben, denn fast alle Mannschaften des Vereins empfingen knallharte Konkurrenten ihrer Ligen in Derby-Qualität. So auch die 2. Männermannschaft (die Zwote) aus der Blütenstadt. Zu Gast war der Grünheider SV II, Tabellenführer in der Verbandsliga Nord und somit klarer Favorit. Zumal sie mit 13:1 Punkten noch keine einzige Niederlage eingefahren haben. Für die Zwote also kein wirkliches Pflichtspiel, denn ohne Druck Punkte holen zu müssen, spielt es sich einfach am Leichtesten.

Aus nach wie vor mangelnder Fachkraft und Verfügbarkeit von Spielern rüstete man mit Silvio Krause (Trainer der 1. Männer), Laurent Terlunen und Tom Göres (Keeper der 1 .Männer) die Wechselbank auf. Ohne diese Hilfe hätte man spielerisch an diesem Tag dem SV nicht ansatzweise das Wasser reichen können. Somit erwies sich die Partie auch als eine sehr spannende, Werder ging nach einem kurzen Rückstand schnell in Führung und war den Gästen bis kurz vor Halbzeit immer ein paar Tore voraus. Doch Grünheide ließ sich nicht die Butter vom Brot nehmen und sorgte das ein oder andere Mal für wurfgewaltige und spielerische Qualität. Da beide Abwehrreihen im Verbund gute Arbeit leisteten und die Torhüter gut aufgelegt waren, trennte man sich zur Halbzeitpause mit einem 12:12. Aus Sicht der Heimmannschaft ein sehr gutes Ergebnis, immerhin stand da der Tabellenführer auf der Platte und man roch den Hauch einer Chance auf einen nicht eingeplanten Punkt oder gar Sieg.

Coach Dominik Nehls und Vertretungs-Trainer Henry Wascher motivierten alle Beteiligten in der Kabine. "Nur 12 Gegentore sind verdammt gut. Wir müssen weiter konzentriert arbeiten!" Genau das konnte man anfangs gut umsetzen, Werder begann die zweite Hälfte der Partie mit dem ersten Torerfolg. Grünheide legte nach und eröffnete eine starke Serie an Toren und Aktionen. Werder musste kontern, Grünheide aber nutzte diese hitzige Phase der Partie und konnte die eigenen Chancen besser verwerten und machte in den letzten Minuten der Partie das Ding klar. Leistungstechnisch bewegten sich beide Mannschaften auf ähnlicher Höhe, dennoch gelang dem Grünheider SV II das glücklichere Ende zum Endstand von 24:27.

Bittere Enttäuschung machte sich bei der Zwoten breit, Wut und Frust gesellten sich dazu. Hier war einfach mehr drin. Trotzdem bedanken wir uns bei den Gästen für ein spannendes, packendes Spiel und bei den Fans und Zuschauern, die trotz früher Mittagsstunde in die Halle gefunden haben. Mit Euch ein wahrer Hexenkessel, diese Kesselgrund-Arena.

Werder zwei - Feuer Frei


Derby-Kracher: Volle Halle – volle Punkte?

24.11.|Text: M. Ulrich|Foto: S. Göres

1. Männer: „Das wird kein einfaches Spiel!“

Mit dem gestrigen Wochenende führen die Werderaner nach dem Drittligaabstieg ihre altbewährte und heiß geliebte Tradition weiter: Sie haben den Einzug ins Final Four gemeinsam mit heutigem Gegner, dem Ludwigsfelder HC, dem 1. Vfl Potsdam und dem HSG RSV Teltow/ Ruhlsdorf mit Bravour gemeistert! Jetzt muss dieser Aufwärtstrend auch noch im Oberliga-Betrieb Früchte tragen. Zuletzt stagnierte dieser jedoch, denn der letzte Heimsieg gegen Brandenburg liegt fast 1 ½ Monate zurück. Viel zu lang, finden Werders Handballer, die auswärts in Schöneberg ohne Haftmittel noch 1 Punkt aus einem Remis-Krimi festhalten konnten. Präsent sei dabei noch immer das blamable Fiasko einer 12-Tore-Differenz gegen den Fuchsbau beim letzten Heimspieltag – bisher springt insgesamt nur Platz 8 im Tabellenklassement der OSL heraus. Das soll sich mit dem heutigen „Derbykracher“ ändern, wünscht sich auch Trainer Silvio Krause inständig. „Den Derbycharakter wird man auch an den vollen Zuschauerrängen erkennen. Ludwigsfelde hat den Schwung aus dem letzten Jahr mitgenommen und spielt eine wirklich gute Saison. Das Ziel bleibt dabei stets das Gleiche: 2 Punkte. Nicht mehr und nicht weniger.“

 

Ludwigsfelde: Eine Mannschaft, die physisch sowie emotional stark aufgestellt ist. Kein einfaches Unterfangen gegen die Kollegen aus der Autobauerstadt, die derzeit auf einem aussichtsreichen 3. Tabellenplatz rangieren. Die Treffereffektivität müsse man im Allgemeinen aber erhöhen, um konkurrenzfähig zu sein. Nichts für ungut: Werder hat sich derweil einen Masterplan zurechtgelegt, um dem Gegner mit aller Kraft gegenüberzutreten. Trainer Krause zeigt sich entschlossen. „Wir wollen unsere Form und vor allem Geschlossenheit der letzten Wochen bestätigen! Wir haben definitiv etwas gut zu machen!“ Auch für Marius Hoffmann, der aus Ludwigsfelde stammt und letztes Wochenende mit dem entscheidenden Treffer gegen den Vorjahrespokalsieger Altlandsberg ein furioses Comeback feierte, ist sich sicher, dass dies eines der wichtigsten Spiele der Saison ist. „Sie spielen einen guten Ball, haben einen breiten, guten Kader und werden mit richtig vielen Fans anreisen. Die Halle wird kochen!“

 

Torwart-Trainer Stefan Wagner, der ebenfalls Erfahrungen in und mit Ludwigsfelde vorweisen kann, glaubt an ein explosives Spiel auf Augenhöhe. „Wir dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen. Mit leidenschaftlichem Kampf müssen wir extrem fokussiert auftreten – und ihnen ihre Grenzen aufzeigen.“ Schwierigkeiten könnten das hohe Tempo und eine widerstandsfähige Abwehr machen. Die Keeper-Qualität fällt seines Erachtens dabei zugunsten der Blütenstädter aus. Auch Hendrik Retschlag war einmal Spielmacher des Brandenburg-Kontrahenten. „Das sind alles individuelle Charaktere. Diese Truppe spielt im Kern schon seit Ewigkeiten zusammen und kennt die Liga in- und auswendig. Die Spiele der Vorjahre waren immer eng, kampfbetont und einfach elektrisierend.“ Lange Zeit verging, dass Hendrik Retschlag gegen seine alte Truppe angetreten ist. Heute wird er nichts unversucht lassen, um zu zeigen, welche Fähigkeiten Werder im Stande ist, abzurufen. „Wir finden immer besser ins Spiel, rücken immer näher zusammen.“ Das kann nur Gutes verheißen. Werder – Feuer!

 

1. Frauen: „Etwas Zählbares muss heute her!“

Freud und Leid liegen so nah beieinander. Die Männer schafften zwar den Einzug ins Final Four, aber die Damen hatten es als Mammut-Aufgabe gegen Drittligisten, den Frankfurter HC und dem MTV Altlandsberg, zu tun und scheiterten unglücklich. Eine Doppelbesetzung Werders beim Finale in Potsdam fällt folglich aus. Personelle Engpässe inklusive Trainer Scherping und ein qualitatives Ungleichgewicht trugen jeweils dazu bei, dass die heimische Austragung des Pokal-Viertelfinales im Vorfeld sowieso an spielerischem Wert für die Grüne Gang verlor. Nach dem letzten Heimsieg am 04.11.17 und der darauffolgenden Niederlage gegen Rostock, gegen die die Ahrensdorf-Ladies zuletzt in allerletzter Sekunde einen Punkt hergeben mussten, bekleidet man Tabellenplatz 8. Das soll sich gegen den Brandenburgliga-Meister und Mitaufsteiger Ahrensdorf/ Schenkenhorst heute schleunigst ändern und etwas Zählbares ergattert werden.

 

Aus der Retroperspektive betrachtet schaut man derweil auf einen Auswärtssieg und eine Heimniederlage in der letzten Saison zurück. Das damalige Auswärtsspiel sei dabei unvergesslich gewesen, die Stimmung aufgeheizt und zahlreiche Fans waren mitgereist. Trainer Scherping ist sich zu Recht darüber im Klaren, dass dies „kein Selbstläufer“ gegen eine Mannschaft, die, anders als Grün-Weiß, den Sprung ins Landespokal-Finale gemeistert hatte.

 

Spielerin Josefine Nehls beurteilt die Leistung einer sehr jungen Ahrensdorf-Truppe hingegen einmal von der statistischen Warte: „Sie werfen durchschnittlich 24 Tore – das spricht für eine angriffsstarke Mannschaft!“. Wertet man die Zahlen etwas genauer aus, zeigt die Abwehrarbeit dabei jedoch Lücken auf, die es gilt, ausfindig gemacht zu werden. Im Auge müsse man dabei besonders Top-Shooterin Gloria Herholc und Julia Wunsch behalten. Der Vergleich beider Punkteverhältnisse zeigt dabei jedoch keinen Trend auf – beide Mannschaften befinden sich punktemäßig gleichauf. Werders Heimspielstärke zeichnet sich dabei auffallend stark ab. Ein Fingerzeig für das heutige Prestigeduell, bei der sie auch auf eine ehemalige GW-Spielerin, Katja Hamann, treffen werden?

 

„Es sind alle an Bord und dementsprechend heiß auf das Spiel! Wir hoffen abermals auf lautstarke Unterstützung und 2 Punkte! Dafür brauchen wir jeden Fan!“

 

2. Männer: „Mit voller Bank können wir es schaffen!“

Unsere 2. Männer empfängt die Vertretung des Grünheider SV. Mit meist schmalem Kader hat Werders Reserve es geschafft, ihre Gegner zu überraschen und die Tabellenleiter bis Platz 4 (9:5 Punkte) zu erklimmen. Geht da was gegen Grünheide, die derzeit mit 7 Siegen und 1 Remis ohne Niederlage den Thron der Verbandsliga Nord für sich beanspruchen?

 

Marcel Klemt schätzt, dass dieses Verbandsliga-Duell den Ausschlag über die eigene Leistungsfähigkeit geben wird. „Sie verfügen über eine der besten Offensiven. Das wird uns dazu zwingen, defensiv sehr diszipliniert zu stehen - wie schon gegen Wusterwitz und Potsdam. Sie werden schwer zu knacken sein und sind in Sachen Spielerqualität breit aufgestellt.“ Mut macht dabei eine volle Bank mit Tim Hagenaus Rückkehr nach einer Verletzung sowie Neuzugang Marcel Bischoff. Auch der Umstand, dass die 2. Männer aus der Havelstadt sehr heimstark ist, lässt auf eine positive Bilanz hoffen. Mitunter soll auch der Rückraum wieder die Durchschlagskraft, mit u. a. Silvio Krause, Trainer der Ersten Männermannschaft, entwickeln, die sie in vergangenen Begegnungen demonstrieren konnten. Die letzte Heimniederlage gegen Lychen liegt dabei nämlich schon etwas länger zurück. Mit guten Vorzeichen zum Werder 2 – Feuer frei!

 

2. Frauen: „Ohne Trainerin wird’s ein harter Fight!“

Nach dem 1. Sieg gegen Luckenwalde am letzten Wochenende hat man’s heut auswärts mit dem Tabellendritten zu tun. Keine einfache Aufgabe für die Kreisligistinnen, die erst in dieser Saison zur Vertretung der 1. Frauen zusammengefunden hat. Mit einem derzeit 6. Tabellenplatz kommt die Abwesenheit der Trainerin, die zu Hause im Oberliga-Spiel antreten muss, erschwerend hinzu. Mit 8:4 Punkten ist die 2. der HSG RSV Teltow/ Ruhlsdorf-Damen eine starke Truppe, die im letzten Jahr Kreismeister geworden war. Trotzdem wollen unsere Ladies wieder alles geben und für eine Überraschung sorgen! Viel Erfolg!

 

Um 10 Uhr und 12 Uhr starten die B-Jugend-Spiele, die man nicht verpassen darf! Bombenstimmung ist garantiert. Kommt vorbei!


Grüne Gang spielt solide aber nicht überragend und scheidet gegen 2 Drittligisten im Viertelfinale des HVB-Pokals aus!

20.11.2017 | 1. Frauen | Text: P. Schemel I Fotos: G. Henning

Auch wenn im Ligabetrieb pausierend, so konnte die Grüne Gang letztes Wochenende die Handballschuhe nicht in die Ecke stellen, denn das Viertelfinale im diesjährigen HVB-Pokal stand an. Noch recht souverän hatte man sich für die letzte Runde vor dem Final Four (dieses wird in dieser Saison Anfang Januar 2018 in der Potsdamer MBS Arena ausgetragen.) qualifizieren können. Doch wie es die Auslosung wollte, hatte man sich den beiden wohl größten Favoriten für den Gesamtgewinn und zugleich einzigen zwei Drittligisten im Brandenburgpokal zu stellen – dem Frankfurter HC ( derzeit Tabellenführer der 3. Liga) und den Damen des MTV Altlandsberg. Trotz recht dünner Chancen auf ein Weiterkommen in die finale Runde und der wiederholten Teilnahme am Final Four nahm sich das Werderaner Damenteam vor, sich bestmöglich in eigener Halle  zu verkaufen.

 

Gegen den Frankfurter HC noch gut (2:0) in die Partie gestartet, zeigten die Gäste jedoch bald ihr ganzes handballerisches Können auf. So gab man das Spiel 1 , in dem sich die neun Handballerinnen mit allen Mitteln gegen eine zu große Niederlage wehrten, recht deutlich an die Frankfurter Damen ab, auch weil man immer wieder an einer starken Frankfurter Keeperin scheiterte, im aggressiv deckenden Block der Gäste hängen blieb und zu viele eigene technische Fehler begang. Endstand 8:24 !

 

Nach einer guten Stunde Pause und einer Spielerin, unserer Pocci, mehr im Kader wartete nun die Damenmannschaft vom MTV Altlandsberg. Auch Altlandsberg hatte sich gegen Frankfurt recht schwer getan. Die Oderstädterinner standen somit mit 2 Siegen als erneuter Final Four-Finalist und wohl auch klarer Favorit des Wettbewerbs fest. Im letzten Spiel der Pokalstaffel ging es somit u.a. darum, sich durch eine gute Leistungn einerseits von den etwa 70 bis 80 angereisten Zuschauern bestmöglich zu zeigen und vielleicht auch etwas Kraft und Selbstbewusstsein für das anstehende schwere Derbyspiel am folgendenden Wochenende zu holen.

 

Dies gelang auch recht gut. Bis zum Anfang der zweiten Halbzeit konnte die Grüne Gang das Spiel gegen die Altlandsbergerinnen offen (Zwischenstand 10:10) gestalten. Mit noch mehr Konsequenz und vielleicht auch Energie bis in die letze Minute hätte das Team aus der Ostseespreeliga den Drittligisten vielleicht noch mehr ärgern, wenn nicht sogar zu seinen Gunsten entscheiden können. So schlug man sich aber mit einer über weite Strecken guten Leistung. Das Spiel endete 15:19 für Altlandsberg.

 

Die Grüne Gang hofft -dann aber wieder mit voll besetzter Bank- an die kämpferische Leistung aus den beiden Pokalspielen am kommenden Wochenende ( Samstag, den 25.11.2017) im Derby gegen die Damen aus Ahrendsdof/ Schenkenhorst anknüpfen zu können. Gespielt wird daheim und wir wünschen uns im Kampf um jeden wichtigen Punkt zum Saisonziel Klassenerhalt unsere Grüne Wand auf die Tribüne.

 

Spielbeginn: Samstagnachmittag um 16 Uhr im Hexenkessel der Sporthalle am Ernst-Haeckel-Gymnasium!


Einzug der 1. Männer ins Final Four des HVB-Pokals

20.11.2017 | 1. Männer| Text: M. Ulrich I Fotos: S. Göres

Letztes Wochenende verhalf man sich noch mit Müh‘ und Not zu einem glücklichen Punkt gegen den SG OSF Berlin im Ligabetrieb und verweilt derzeit mit 4 Siegen und 1 Remis nicht sonderlich bedeutsam in der Mitte des Ostsee-Spree-Liga-Tableaus der Männer. Was aber nicht bedeutungsschwangerer sein könnte, ist der mögliche Einzug ins Final Four des heiß geliebten HVB-Pokals. 2013/2014 schied man noch gegen den VfL Potsdam aus, 2014/ 2015 und in der Aufstiegssaison 2015/ 2016 konnte man den Pokal dagegen glücklich in den Händen halten. Kurzum: Werder war an den Final Fours der letzten Jahre immer maßgeblich beteiligt. Damals war er als Grundstein für eine verheißungsvolle Drittliga-Ära zu verstehen, die jedoch nur von kurzer Dauer war. Der Fall tief, so fängt man im Jahr 2017/2018 in der Ostsee-Spree-Liga in Sachen Aufbauarbeit gefühlt wieder von vorn an und muss beweisen, welch Potenzial man inne hat, um  allmählich und - diesmal weniger im Hauruck-Modus - eine nachhaltige Basis für Höherklassiges zu schaffen. Zweifellos könne dazu auch der Gewinn des Landespokals beitragen. Mit gewinnendem Blick in die Gegenwart und dem Leitspruch „Tradition verpflichtet!“ ging es als teambildende Maßnahme erst einmal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Ausrichter des Viertelfinals, dem HSV Wildau.

 

Die 1. Begegnung war gegen 13:00 Uhr bereits gelaufen: Der HSV Wildau musste sich seinem Brandenburgliga-Kollegen, dem SV Jahn Bad Freienwalde, mit 16:19 geschlagen geben. Die 2. Partie hingegen konnte kaum brisanter anmuten: Die Oberliga-Herren vom MTV 1860 Altlandsberg und die 1. Männer standen sich im K.O.-Duell gegenüber. Frisch noch der schmerzende Flashback einer 26:24-Niederlage gegen den Kontrahenten. In der Zwischenzeit ließen die Grün-Weißen keine Chance aus, um eigene Fehler aus dem Oberliga-Spiel eingehend zu studieren und in die Vorbereitung auf ein knallhartes HVB-Duell einfließen zu lassen. Nun hieß es: Macht besser, was damals noch völlig aus dem Ruder und vor allem in die falsche Richtung lief. Eine perfekte Revanche?

 

Der Start ging den Werderanern mit einem 2:0-Lauf erst einmal gut von der Hand. Die Altlandsberger zeigten sich mit Problemen, gegen die Werderaner 4:2-Abwehrformation Lösungen zu finden und sich an Werders Spielzüge zu gewöhnen. Taktisch lief also erst einmal alles ganz nach Plan von Trainer Silvio Krause. Die Chancenverwertung war zwar noch nicht ganz das Gelbe vom Ei und man hätte zwischenzeitlich den Sprung zum 3-4 Torepolster wagen können, konnte dies aber zunächst nicht bedienen. Altlandsberg war zurück im Spiel und hellwach. Werders Fokus schärfte sich gegen Ende der 1. Halbzeit noch stärker auf Aktion im Angriff und lehnte sich als solide Abwehrmauer inklusive stark aufgelegtem Keeper Pfefferkorn als Kampfansage gegen Altlandsberg auf. Lediglich 5 Gegentore sprechen für sich. Als grandioser Motivationsschub galt das phänomenale Krachertor von Tobias Frank zum Halbzeitstand von 7:5.

 

In Halbzeit 2 konnte sich keine der beiden Teams sichtbar absetzen. Ebenbürtige Mannschaften spielten so lange Ping Pong, bis das Spiel doch noch zu kippen drohte. Mehrmals in Unterzahl durch 2-Minuten-Strafen von u. a. Lucas Schönebeck spielend, pirschte sich Altlandsberg plötzlich heran und erspielte erstmalig die Führung. Dann aber der Clou: 2 schnelle Angriffe in Folge und Werders Führung war zunächst wieder hergestellt. Beim Stand von 13:14 bekommt Altlandsberg noch einen 7-Meter zugesprochen und trifft. Noch 30 Sekunden auf der Uhr, um das Spiel zu drehen und ein 7-Meter-Werfen als letzte Konsequenz abzuwenden. Marius Hoffmann, nach langer Verletzungsphase erst zum 2. Mal wieder auf der Platte, überraschte derweil mit einem flinken und selbstbewussten Dreher von Rechtsaußen und trifft zum alles entscheidenden 15:14. Ein sensationelles Comeback – für Marius und für die Mannschaft. Back in the Game?  Vorerst.  „Das war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung! Das hat uns alle noch mal richtig zusammengeschweißt.“, freut sich auch Teamkollege Dominik Nehls. Voller Stolz ist dabei auch Kapitän Niko Harnge. „Altlandsberg ist eine erstklassige Mannschaft mit viel Erfahrung. Gegen sie zu gewinnen, ist niemals leicht. Aber der Sieg ist verdient. Wir waren über ganze 40 Minuten die bessere Mannschaft!“

 

Am Ausgang des Final Fours am 06/07.01. unbeteiligt ging es für den HSV Wildau und Altlandsberg ins Spiel 3. Mit 15:21 zeigte Altlandsberg dem Ausrichter schlussendlich seine Schwächen auf und wies den Brandenburgligist in seine Schranken. Altlandsberg selbst titelte mit „Raus ohne Applaus“ nicht umsonst, dass diese Begegnung „sowohl turniermäßig wie sportlich vollkommen bedeutungslos“ gewesen sei. Ungewohnt und schockierend sei der Umstand, kein Teil des Finales in der MBS Arena Potsdam zu sein.

 

In Spiel 4 hingegen wollte man die eigene so wichtige Tradition mit einem Sieg gegen den SV Jahn Bad Freienwalde fortführen und sich fortan für den HVB-Pokal wieder zurück ins Geschehen kämpfen. Darauf stellte Trainer Silvio Krause seine Mannen gut ein und warnte vorab, dass die Kurstädter trotz Außenseiterrolle hierbei nicht zu unterschätzen seien.

 

Den Ernst der Lage schien Werder zu Beginn jedoch falsch kalkuliert zu haben. Der HVB-Pokalsieger 2015/2016 erhielt in Halbzeit 1 kaum Zugriff auf Bad Freienwaldes Abwehr. Den Zuschauern und auch Spielern bot sich hier ein völlig anderes Spiel als noch gegen Altlandsberg: Werders Torhüter blieben ohne nennenswerte Paraden, Chris Krause und Eric Sindermann durchbrachen Werders Mauer immer wieder auf’s Neue und spielten sich regelrecht in einen Torrausch, um sich nach 20 Minuten mit einem achtbaren 14:13-Halbzeitstand zu belohnen. Ein hörbarer Warnschuss für Grün-Weiß. Laut genug, um das Spiel als eigentlich höherklassige Mannschaft zu drehen?

 

Nach Umstellung agierte die 5:1-Abwehrkette in Halbzeit 2 schon optimierter, der Eingriff ins Spielgeschehen funktionierte nun offensiver als zuvor. Werder musste sich nun als bessere Mannschaft durchsetzen und zeigte nach einer verschlafenen ersten Halbzeit, dass sie körperlich und konditionell eher auf der Höhe war als der Brandenburgligist. So ließ die Kraft beim Versuch, Werders Mauer zu durchbrechen, doch allmählich nach. Werder parierte und  stellte auch Keeper Göres noch einmal auf die Bedeutsamkeit des Spielausgangs ein. Werder hielt das Tempo hoch – ein sichtlich großer Kraftakt für mutige Bad Freienwalder. Zu groß: Die Führung Werders konnte in den letzten 5 Minuten kontinuierlich ausgebaut werden und zieht beim 21:26-Endstand somit siegreich ins traditionsträchtige Final Four ein.

 

Ein noch kleiner Meilenstein, der am 06./07.01.18 in der MBS Arena in Potsdam dann ganz groß werden kann: Dort wird man sich nämlich den anderen 3 Finalisten, dem Ludwigsfelder HC, der HSG RSV Teltow/ Ruhlsdorf und dem 1. VfL Potsdam, stellen und um den Landespokal streiten müssen.

 

Nächstes Wochenende steht für die Blütenstädter jedoch erst einmal wieder der Ligabetrieb ganz oben auf der Prioritätenliste:  Am 25.11.17 empfängt Werder nämlich einen der Final-Four-Teilnehmer, den Ludwigsfelder HC. Ein spannendes Brandenburg-Derby, das ihr nicht verpassen solltet! Wir freuen uns über zahlreiche Fans an Klatschen, Tröten und Trommeln!


Neue Gesichter, neues Spiel - die 2. Damen ist wieder da!

19.11.2017 | 2. Frauen | Text: I. Klapper I Foto: G. Henning

 Am Samstag empfingen wir den HV Luckenwalde in unserer heimischen Halle.

Personell endlich wieder besser aufgestellt, haben wir anfänglich zunächst nur mühsam in das Spiel gefunden.

 

Nachdem das Lampenfieber endlich nachgelassen hatte, konnten wir uns bereits im zweiten Drittel der ersten Halbzeit durch konsequentes Umsetzen der Spielzüge und erfolgreiche Konter deutlich absetzen.

 

Mit diesem positiven Zwischenstand im Rücken, einer konstant guten Abwehrleistung und Teamarbeit, konnten wir die Differenz in der zweiten Hz weiter ausbauen.

Zum Ende der 2. Halbzeit haben dann aber auch bei uns die Kräfte und damit auch die Konzentration nachgelassen, sodass viele freie Würfe vor dem gegnerischen Tor nicht verwandelt wurden und uns das 30. Tor einfach nicht gelang.

Dennoch konnten wir mit einem Endstand von 29:15 zwei verdiente Punkte einsacken. Langsam wird‘s.

 

Für uns war es ein gelungener Spieltag, da fast jeder einen erfolgreichen Abschluss verbuchen konnte und auch in jeder Konstellation die Chemie auf der Platte gestimmt hat!

 

Erwähnenswert ist dabei auch das super Fairplay vom HV Luckenwalde 09 - kein Gemecker, kein Stänkern! Es war ein sehr angenehmes Spiel! Vielen Dank dafür!

 

Es spielten: Svenja, Linda (5), Schnalli (4), Else (4), Emi (2), Anne, Franzi (6), Angi, Jule (1), Leni (1), Ina (6)


HVB-Pokal VF der 1. Frauen Und 1. Männer

1. Frauen: "Diese Spiele sind ohne sportlichen Wert!"

Unsere Damen erwarten am Samstag 2 Begegnungen, die es gilt, für sich zu entscheiden. Dass das ein schwieriges Unterfangen für die Neulinge der Ostsee-Spree-Liga, die erst jüngst aus der Brandenburgliga aufgestiegen waren, sein wird, dessen sind sich die Grün-Weiß Ladies durchaus bewusst. Mit dem Frankfurter HC und dem MTV 1860 Altlandsberg befinden sich gleich zwei Drittliga-Mannschaften im Viertelfinale, das am Samstag vom Underdog Werder ausgerichtet wird.

 

Die Damen, die aufgrund diverser beruflicher Verpflichtungen nur in dezimierter Formation auflaufen werden, hatten bis zuletzt gehofft, das Viertelfinale am Sonntag, den 19.11.17, austragen zu können. Verbandsvorgaben ließen dies jedoch nicht zu. Selbst Trainer Steffen Scherping kann nicht zugegen sein, was einen möglichen Erfolg der Frauen in noch weitere Ferne rückt. „Somit verlieren diese Spiele in meinen Augen an sportlichem Wert.“

 

Trotz der Außenseiterrolle seien sie mit der Auslosung grundsätzlich zufrieden gewesen, weil sie zudem eine neue Herausforderung für Grün-Weiß bedeutet. Diese Freude sei nun getrübt, da man keine Top-Mannschaft auf die Platte bringen könne. Wissend, dass gleich 2 Siege gegen den Frankfurter HC und den MTV Altlandsberg fast schon utopisch anmuten, wollen die Damen um Trainergespann Scherping/ Kuplin wieder alles geben. „Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen!“. Gutes Gelingen, Mädels!

 

1. Männer: "Wenn wir gegen Altlandsberg verlieren, sind wir eh raus!"

Die Männer hingegen treten auswärts u. a. gegen den Vorjahrespokalsieger, den MTV 1860 Altlandsberg, an. In dieser Saison hatte die 1. Männer im Ligabetrieb schon einmal das Vergnügen gegen sie, verlor am Ende aber unglücklich mit 26:24. „Wir treffen hier im 1. Spiel schon auf den Titelverteidiger. Der Gegner ist zwar bekannt, aber am Samstag muss die Einstellung der Jungs schon stimmen, um gegen Altlandsberg zu gewinnen. Sie werden den Sieg sicher nicht ohne Weiteres verschenken!“, schätzt Trainer Silvio Krause die Erfolgschancen für Samstag ein.

 

Das Ziel bleibt dabei ganz klar das Final Four. Die Männer haben etwas gut zu machen, hört man von den Jungs um Trainerduo Krause/ Borrmann. Die Stimmung aus dem Remis gegen Schöneberg letzten Samstag muss mitgenommen werden, um eigenen „Ansprüchen gerecht zu werden!“.  Diese Woche wurde aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen nur suboptimal trainiert. Trotzdem wolle man gegen 2 gute Brandenburgligisten, den SV Jahn Bad Freienwalde und den Ausrichter, den HSV Wildau, ebenfalls eine glänzende Show abliefern. Trainer Krause bleibt dabei gewohnt objektiv und pragmatisch: „Wenn wir gegen Altlandsberg, auf die wir zuerst treffen, nichts abliefern, sind wir eh raus!“.

 

In diesem Sinne – Werder Feuer!


Eine Halbzeit reicht nicht zum Spielgewinn

15.11.2017 | 1. Frauen | Text: P. Schemel

Am Sonntag, den 12.11.2017, machte sich die grüne Gang auf in den kühlen Norden mit der durchaus machbaren Mission, aus der aus OSPA-Arena des Rostocker Handball Clubs mit Punkten im Gepäck am Abend den Heimweg anzutreten.


Zudem war dies die zweite lange Auswärtsspiel in einem komfortablen Reisebus und mit etwa 20 mitgereisten Fans. Bei Anreise sollte ein kurzer Abstecher zum Warnemünde Ostseestrand den Spielerinnen die letzte Müdigkeit aus den Gliedern jagen.


Trotz kurzer Erwärmungszeit startete die grüne Gang mit einer starken Deckungsleistung und dem ein oder anderen sehenswerten Treffer, insbesondere durch die an diesem Tag glänzend aufgelegte Linksaußen Ina Seeger gut in das Spiel. So konnte das Team bis etwa zur 20. Minute einen 3-4 Tore-Vorsprung herausarbeiten. Dass sich Rostock bis zum Halbzeitpfiff bis auf 1 Tor herankämpfen konnte, liegt nicht allein an einer immer stärker ins Spiel findende Jugendnationalspielerin in deren Reihen, sondern auch durch sich einschleichende Fehler im Werderaner Angriffsspiel und einem zu langsamen Rückzugsverhalten, dass besonders dieFlügelflitzerinnen des Heimteams zu nutzen wussten. Zuletzt erlaubten sich die Blütenstädterinnen auch in der Abwehr einige Schnitzer.

Mit einem ziemlich ausgeglichenen Punktestand war in Durchgang 2 noch viel möglich. Doch leider gelang es den grünen Damen nicht, an die weitestgehend gute Leistung der 1. Halbzeit anzuknüpfen. Fragwürdige Schirdsrichterentscheidungen brachten zusätzlich Unruhe in das Werderaner Angriffsspiel. Dazu häuften sich Fehler im nun lose stehenden Deckungsverbund, in dem der Heimmannschaft ein ums andere Mal Möglichkeiten zum Torewerfen gegeben wurden. Letztlich fehlte es an Ideen, der letzten Konsequenz (auch von eingewechselten Spielerinnen) und an dem Willen, das Spiel wieder zu Gunsten Werders zu drehen. So endete das Spiel mit einer unerwartet deutlichen Niederlage von 31:23 für die Heimmanschaft aus Rostock.

Es spielten: Dörner, K.; Schmidt,S.; Stoschus, M.; Fengler, C.; Nehls, J.; Seeger, I.; Fängler, A.; Glomm, St.; Wille, J. ; Schemel, P.; Gratz, K. ; Weichenthal, L.; Laura


In letzter Sekunde pariert: Punktgewinn nach Krimi in Schöneberg

13.11.2017 | 1. Männer| Text: M. Ulrich I Fotos: S. Göres

Gefürchtet seien die Berliner Mannschaften, ausgenommen die Füchse Berlin Reindf. II, die vielen Akteuren der Ostsee-Spree-Liga ohne Haftmittel bereits gehörig die Tour vermasselt haben. Mit ersten Erfahrungen aus einer knappen Siegpartie in Tegel, aber auch mit der Gewissheit, in Schöneberg in der Vergangenheit noch nie zweifach gepunktet zu haben, bereitete man sich akribisch auf unangenehme Schöneberger vor. Ungeachtet dessen ging es mit reichlich Motivation und Siegeswillen im Gepäck am Samstagabend zum Tabellenneunten in die Hauptstadt.

 

In Halbzeit 1 standen zunächst alle Zeichen auf Haftmittelentwöhnung. Entsprechend zurückhaltend verliefen die ersten Minuten in Sachen Torabschluss und Passspiel – ganz anders als bei den Gastgebern. Doch langsam aber sicher pirschte Werder sich dann durch überraschend starke Rückraumaktionen, Blockarbeit und viel Körpereinsatz heran und hielt den Gegner gekonnt in Schach. Keine der beiden Teams konnte sich absetzen und das Spiel fand größtenteils auf Augenhöhe statt. Leidenschaftlich wurden die Tore nach und nach eingenetzt, die Abwehr stand schon sicherer und auch der 7. Feldspieler zahlte sich aus. Torwart Pfefferkorn hatte überdies die nötige Konzentration, um scharfe Bälle glänzend abzuwehren und parierte mehrmals auf höchstem Niveau. Beim Stand von 12:13 ging man in Front und knapp, aber verdient, führend in die Halbzeitpause.

 

Halbzeit 2 bestach durch entschlossenen Kampf in der Abwehr und eine schnelle und dynamische Rückwärtsbewegung. Die Abwehrformation wirkte undurchdringlich, die Torhüterleistung hingegen lediglich durchschnittlich. Ein Absetzen war zu keinem Zeitpunkt möglich. So geschah es, dass durch einen stark aufgelegten OSF-Keeper Castillo, Unruhe und Ungeduld im Angriff auf Seiten der Gäste, Schöneberg mit großen Schritten davonzueilen versuchte. Werder hielt zwar mit mannschaftlicher Geschlossenheit dagegen, musste kurz vor Schluss wegen mangelnder Chancenverwertung der eigenen Schwächephase ins Auge und mit ansehen, wie der SG OSF 2 Minuten vor Spielzeitende mit 2 Toren vorn lag. Brüllend schallte es von den Rängen und der Bank, um eine Niederlagenserie abzuwenden. Werder brachte letzten Endes alles auf die Platte, was es zu bieten hatte und bewahrte sich und seine Fans mit einem 24:24-Endstand vor einer Auswärtsschlappe.

 

Knackpunkt war dabei u. a. Tom Göres, der um die Bedeutung des letzten Angriffs wusste, den Ball aber ungefährdet abprallen ließ. Nach 60 Minuten auf der Uhr wurde das letzte Foul noch einmal mit einem Freiwurf für Schöneberg geahndet. Mit Schweißperlen auf der Stirn machten die Grün-Weißen sich lang und Tom Göres dafür bereit, in dieser Schlüsselsituation noch einmal alles in die Waagschale zu werfen, um 1 Punkt mit nach Hause zu nehmen. Es glückte. Mit einem Remis und gewonnenem, nicht jedoch verlorenem, Punkt, freut sich Werder über diesen Ausgang der Partie.

 

„Ich muss unsere Mannschaft hier zurecht loben, dass sie sich nach diesem 2-Tore-Rückstand wieder zurück gekämpft und nicht aufgegeben hat!“, konstatiert Co-Coach Max Borrmann im Anschluss. „Sicher wären auch 2 Punkte möglich gewesen, aber in Schöneberg 1 Punkt zu holen, ist ebenfalls viel wert!“. Erfolgskeeper Pfeffer ist mit der Gesamtleistung ebenfalls zufrieden. „Ich bin stolz auf unser Team. Sicher, wir haben es am Ende noch einmal spannend gemacht. Aber trotzdem hat das wunderbar funktioniert und wir haben wieder einmal richtig Feuer auf die Platte gebracht!“

 

Nächstes Wochenende muss der Ligabetrieb erst einmal pausieren, denn das Viertelfinale im HVB-Pokal wartet am 18.11.17 auf die 1. Männermannschaft um Trainergespann Krause/ Borrmann. Dabei müssen sie sich mit keinem Geringeren als dem MTV 1860 Altlandsberg messen, gegen den sie vor einigen Wochen unglücklich verloren hatten. Weitere Gegner sind der SV Jahn Bad Freienwalde und der Gastgeber des Viertelfinales, der HSV Wildau. Genaueres erfahrt ihr auf unserer Homepage und auf Facebook.


Mit Ach und Krach zum AuswärtsSieg

12.11.2017 | 2. Männer| Text: C. Drescher

An diesem Samstag stand für die zweite Männermannschaft des HV Grün-Weiß Werder erneut eine schwere Aufgabe an. Wieder einmal hieß es für die kunterbunte Reisegruppe Sonnenschein: Auswärtsfahrten, die sind schön! Also machte man sich mit allerhand angeschlagenen und teilweise neuen Spielern auf zum Aufsteiger nach Eichstädt. Der SV glänzt mit einer neuen und schönen Halle; die Männer aus Werder waren sichtlich angetan, aber dann der Twist - Haftmittelverbot! Für die 2. Männer, die das Spielen des mittelgroßen Balles mit Haftmitteln gewohnt ist, eine wahre Hiobsbotschaft. Nicht mal die eigenen Bälle durfte man zum Aufwärmen benutzen. Dies stellte sich aber als äußerst nützlich heraus, denn so konnte man sich an die Umgebung und das Fehlen des Haftmittels schnell gewöhnen.

Werder fing zu Beginn der Partie stark an und das erste Tor ging auf das Konto der Gäste. Ronny Lowens netzte (trotz Verletzung der linken Hand - zum Fangen sind zwei gesunde Hände von Vorteil) das Runde ins obere Eckige. Doch der SV Eichstädt ließ sich nicht überrumpeln und schloss ein ums andere Mal über die Außenposition erfolgreich ab. Durch gutes Stoßen und schnelles Passspiel öffneten sich Räume in der sehr defensiv stehenden Abwehr von Werder. Das lag zum Teil an Abstimmungsschwierigkeiten im Mittelblock. Tobias Hübner, gefühlt 3,15m groß, ist neu im Team und konnte den Gegner wohl offensichtlich doch nicht so sehr einschüchtern wie erhofft und half den Werderanern trotz erst einiger absolvierter Trainingseinheiten aus (ein großes Dankeschön dafür, Tobi). Dass da kleine Nuancen im Stellungsspiel fehlen, ist natürlich kein Geheimnis. Eichstädt nutzte diese Situation spielerisch erfolgreich aus und lag ständig zwei bis drei Tore in Front. Dieses Szenario setzte sich auch konsequent bis zum Halbzeitstand von 17:14 fort.

Nach der Pausenansprache vom Mannschaftsverantwortlichen Henry Wascher schien Werder, Zitat eines Spielers "heiß wie Frittenfett" zu sein. Die Abwehr stand jetzt im Zentrum besser und man zwang Eichstädt vermehrt zu Fehlern. Doch bis zur 50. Minute rannte man nach wie vor dem Vorsprung der Heimmannschaft hinterher. Ein kleinerer Schockmoment war der Zusammenstoß von Gordon Kassin mit einem Gegenspieler. Unser Abwehrchef und erfahrenster Spieler hadert schon seit Längerem mit einer Rippenprellung, aber nach einer kurzen Auszeit schluckte Gordon die Schmerzen runter und half der Mannschaft bis zum bitteren Ende. Wobei das Ende der Partie für Werder alles andere als bitter war. 5 Minuten vor Abpfiff konnte man sich endlich zum 28:28 Ausgleich kämpfen, führte sogar 29:28, vernachlässigte aber für einen kurzen Moment die Abwehr und der SV Eichstädt gleichte wieder aus. Eine Minute noch und Werder war im Angriff. Eichstädt stand felsenfest in der Abwehr und kämpfe um jeden Zentimeter, doch Werder wuselte sich irgendwie durch die Abwehrreihen hindurch und brachte den Ball tatsächlich irgendwie ins Tor. Auszeit Eichstädt, 20 Sekunden auf der Uhr. Dann der letzte Angriff, der Wurf kommt vom Rechtsaußen, Keeper Marcel Steffen Klemt pariert, aber der Schiedsrichter zeigt auf den 7-Meter-Punkt. Die Abwehr stand im Kreis und der Strafwurf war berechtigt. Doch das Duell Spieler gegen Torwart entschied Werder für sich, Marcel Klemt parierte erneut den Wurf mit seinem Oberarm und leitete diesen hinter das Tor und sicherte den Werderanern damit den mit ein bisschen Glück gespickten Auswärtssieg.

Damit steht die zweite Männermannschaft aus Werder nun mit 9 Punkten auf dem 4. Tabellenplatz der Liga. Natürlich muss man jetzt versuchen, die positive Bilanz der letzten 3 Partien weiter fortzusetzen. Aber die Eingliederung der neuen Mitspieler wird wohl in den nächsten Wochen Priorität haben, um mehr Möglichkeiten für Abwehr und Angriff zu bekommen. Wir bedanken uns herzlich bei allen angereisten Unterstützern, dem SV Eichstädt für ein faires Spiel und wünschen allen angeschlagenen und verletzten Spielern eine schnelle Genesung.

Werder zwei - Feuer frei!


Auswärtsspieltag: 1. Frauen und 1. Männer

10.11.2017 |1. Frauen und 1. Männer| Text: M. Ulrich

1. Männer: „Es muss uns auch ohne Harz gelingen!“

Anders als geplant konnte Werders Erste beim letzten Heimspieltag gegen die Jungtalente des Fuchsbaus keinen Überraschungstrumpf aus dem Ärmel schütteln. Ernüchtert musste man der Truppe um Trainer Caillat den nötigen Respekt zollen und anerkennen, dass deren läuferische Überlegenheit und technische Eleganz eine Nummer zu groß für die Drittligaabsteiger aus der Blütenstadt zu sein schienen. Mit 18:30 schloss man den letzten Heimspieltag als derzeit Tabellensechster mit ausgeglichenem Punktekonto für sich ab; nicht ohne argwöhnisch auf die nächste Partie zu blicken.

     

Morgen nämlich wartet das zweite Berliner Auswärtsspiel auf die Grün-Weißen. Wie schon gegen Tegel muss Werder auch hier ohne sein „geliebtes Haftmittel“ auskommen. Dass das nicht unbedingt einer Art Handikap gleichkommen muss, zeigte unlängst der hart erarbeitete 23:21-Auswärtskrimi in Tegel. Mitunter wird im Training nicht umsonst 2 Mal pro Woche auf Haftmittel verzichtet, um optimale Bedingungen für Berliner Auswärtsspiele zu schaffen und die Mannschaft allmählich an diese Besonderheit zu gewöhnen.

 

„Der SG OSF Schöneberg-Friedenau ist ein sehr unangenehmer Gegner – vor allem in eigener Halle. Meist holen sie dort aufgrund des Haftmittelverbots ihre meisten Punkte. In jedem Fall sind sie aber eine Mannschaft, die mit all ihrer Kraft in die Zweikämpfe gehen und eine super Moral an den Tag legen.“, bewertet Silvio Krause die hart umkämpfte Mannschaft, die sich im Gegensatz zum Vorjahr auf einigen Positionen im Mannschaftskader qualitativ noch einmal verbessert haben.  

     

Die Stimmung der Werderaner könnte trotz idealer Trainingsvorbereitung, Videoanalyse und vollständigem Kader hingegen besser sein, räumt Robert Schütz unverblümt ein. „Wir haben eine harte Woche hinter uns. So ein Spiel wie letzte Woche gegen die Füchse möchten wir so schnell nicht noch einmal miterleben. Ich bin mir jedoch sicher, dass wir morgen alle Probleme beiseite schaffen und an einem Strang ziehen werden.“

     

Unstrittig sei für Trainer Silvio Krause dabei die Tatsache, dass „es immer sehr physische Spiele gegen Schöneberg waren und wir dort noch nie 2-fach punkten konnten!“. Der SG OSF Berlin befindet sich derzeit mit 3 Siegen gegen Mannschaften vom unteren Tabellendrittel wie Brandenburg, Greifswald und Tegel und einem Remis gegen Cottbus auf Tabellenplatz 9. Dass jedes Spiel seine eigene Geschichte schreibt, um diesen Umstand wisse nunmehr jeder Ostsee-Spree-Ligist. So auch Werder.

 

Allen Widrigkeiten zum Trotz freut sich Werders Erste morgen um 20 Uhr über viel Zuspruch und Jubel von den Rängen in der Lilli-Henoch-Sporthalle in der Pallasstraße 15 in Berlin. Kommt vorbei!

     

1. Frauen: Zweite Auswärtsfahrt gen Norden zum Rostocker Handball Club

Der Dinge harren, die da kommen sollen? Nicht für Werders Damen. Mit einem knappen 23:21 könne man sich laut Trainer Steffen Scherping zur letzten Begegnung gegen die HSG Neukölln zwar nicht beglückwünschen, aber 2 Punkte seien nun einmal 2 Punkte. 7-Meter-Würfe hätte man unglücklich verworfen und „irrsinnig nervös“ in Sachen Abwehrarbeit agiert, um eine Heimspielpleite abzuwenden. Dabei sei die 1. Halbzeit zugunsten des Gegners, die 2. Halbzeit aber zu Lasten der Berliner ausgefallen. Werders Ladies behielten schlussendlich die Nerven und ein Heimsieg gelang. Ob das gegen eine starke und dynamische Rostocker Damen-Mannschaft auch im Bereich des Möglichen für die Grüne Gang läge, bleibt dabei abzuwarten.

     

Bei der Gegner-Analyse bleibt Steffen Scherping gewohnt realistisch und erzählt von seinen Beobachtungen. „Sie sind eine ganz junge Truppe mit wahnsinnig viel Potenzial, die für ihr schnelles Tempo bekannt ist. Wenn man sich ihre letzten Begegnungen mal anschaut, dann kämpfen sie bis zur letzten Sekunde.“ Ihre Stärken lägen dabei insbesondere im Gegenstoß und dass sie nicht so schnell aufgäben. „Ich denke, wir sind der Außenseiter. Das wird ein sehr schweres Spiel. Wenn wir es aber schaffen, im Positionsangriff die nötigen Tore zu machen, können sie ihr Tempo über die 1. oder 2. Welle möglicherweise nicht abliefern. Wenn das passiert, dann haben wir durchaus eine Chance, als Sieger aus dieser Partie zu hervorgehen. Dazu gehört aber auch, dass wir uns zu 100% steigern. Da ist noch viel Luft nach oben!“

     

Am Sonntag werden in der OSPA-Arena in Rostock viele Zuschauer erwartet und überdies auch eine Ostsee-Mannschaft, die den jüngsten Punktverlust mit einem 24:24-Unentschieden gegen die HSG Ahrensdorf/ Sch. unbedingt ausmerzen möchte. Mit 2 ausgezeichneten Trainingseinheiten in den Beinen, vollständigem Kader und eingefleischten Fans an Bord starten unsere Mädels am Sonntag hoffnungsfroh um 10:45 Uhr ab Werder Bahnhof mit dem Reisebus in die Hansestadt Rostock. Anpfiff ist 16:00 Uhr.

     

In diesem Sinne – Werder Feuer!


Heimdebakel gegen die Drittligaaspiranten, die Füchse Berlin II

07.11.2017 |1. Männer| Text: M. UlrichI Fotos: Sylvia Göres

Werder musste am Wochenende gegen die Jungfüchse eine äußerst bittere Pille schlucken. Die Niederlage sei zwar eingeplant gewesen, gewiss aber nicht in solch desaströser Höhe. So könne man keine einzige Mannschaft in dieser Liga schlagen, ärgert sich auch Geschäftsführer Hannes Lindt. Mit blütenreiner Weste gewinnt der Nachwuchs der Füchse sein 8. Saisonspiel in Folge und verweilt als alleiniges Team in der Ostsee-Spree-Liga bisher ungeschlagen an der einsamen Tabellenspitze.

 

Die ersten 10 Minuten verhießen kein gutes Omen: Die Füchse ließen ihre Spielmacherqualitäten mit einem 5-Tore-Lauf aufblitzen, Werder lief dem Ball regelrecht hinterher und rieb sich - insbesondere am eingangs ausbleibenden Torerfolg - an der eigenen Unstabilität auf. Noch stand auf beiden Seiten ein beinah undurchdringliches Abwehrbollwerk, doch im Angriff haperte es an allen Ecken und Enden, wenngleich der ein oder andere Ball über außen sein Ziel fand. Mit dem 7. Feldspieler stellte Werder die Füchse vor eine schwierige Aufgabe, beschäftigte sie in solchem Maß, als dass Werders Erste schlussendlich zu einfachen Toren gelangen konnte. Der 10:13-Halbzeitstand ließ noch hoffen.

 

Die Analyse des Ludwigsfelde-Spiels gegen die Füchse sollte als Paradebeispiel dafür dienen, welchen Turbo die Jungspunde in der 2. Halbzeit zünden würden, um den Sack auch in Werder zuzumachen. Dort nämlich zog der Fuchsbau den Ludwigsfeldern speziell in der 2. Hälfte gehörig den Zahn. Die Warnung des Trainers wurde nicht erhört: Werders Männer hatten keine passende Antwort auf den vorhergesagten Vorstoß parat. „Die 5:1 hat uns zu Fall gebracht. Wir hätten das durchaus lösen können, aber wir konnten uns nicht dagegen stemmen!“, bekräftigt Lucas Schönebeck nur eine von vielen Schwachstellen dieser Partie. Das Torepolster wuchs stetig und unaufhaltsam an und die grün-weißen Männer verloren jegliche Qualität und Effektivität auf allen Positionen. Mit schnellen Kontern und Würfen und der läuferischen Überlegenheit des Gegners geriet Werder sehenden Auges unter die Räder, vertändelte die Bälle und vergab unzählige Chancen, um in unmittelbarer Schlagdistanz zu bleiben. Nach einer unterirdischen 2. Halbzeit endete diese Partie mit einem blamablen 18:30-Endstand. „Verantwortungslos wurde der Ball vergeben. Die Durchschlagskraft in sämtlichen Aktionen ließ zu wünschen übrig. Besonders im Torhüterspiel – alle 3 Torwarte wurden eingewechselt - und im Angriff war unsere Leistung über weite Strecken mangelhaft. Kurzum: Berlin hatte ein leichtes Spiel mit uns.“ fasst ein enttäuschter Hannes Lindt das Geschehene zusammen.

 

In der anschließenden Pressekonferenz ließ auch Trainer Krause an seiner Mannschaft kaum ein gutes Haar: „Wir haben kein gutes Spiel gemacht. Heute haben wir den Aufsteiger in die 3. Liga gesehen. Zu Recht haben wir verloren, zu Recht in dieser Höhe! Natürlich hatten wir uns mehr vorgenommen. Aber mit insgesamt 33 Fehlern, lediglich 2 Torhüterparaden in den ersten 30 Minuten und 5 in der 2. Halbzeit, kannst du kein Spiel gewinnen.“ Mit 5 guten Aktionen konnte neben Füchse-Keeper Frederik Genz auch Matthias Petsch als Lichtblick und Spieler des Tages mit einem Bierkrug vom Hotel und Restaurant „Zum Rittmeister“ ausgezeichnet werden.

 

Sichtlich zufrieden zeigt sich hingegen Füchse-Couch Caillat. „Wir haben gut gearbeitet, schnell geführt und das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir müssen jeden respektieren, denn jedes Spiel hat seine eigene Geschichte. Wir werden uns gegen Spandau genauso gut vorbereiten wie sonst auch!“, antwortet er auf die Frage, ob das nächste Spiel gegen den Tabellenzwölften einem Spaziergang gleichkommt.

 

Die kommenden Wochen werden für Grün-Weiß nicht einfacher. Das nächste Auswärtsspiel ohne Haftmittel gegen den SG OSF Berlin, die gegen die Füchse jüngst eine passable 27:30-Leistung abliefern konnten, winkt schon. „Die Berliner Mannschaften holen ohne Haftmittel natürlich gegen andere Teams ihre Punkte, um in der Liga zu bleiben. Es ist selbstverständlich ungünstig, dass sie das eher gewohnt sind als wir und ein starkes Rückraumspiel dadurch sehr unwahrscheinlich wird. Trotzdem haben wir vor, gegen sie zu gewinnen – und das muss uns auch ohne Harz gelingen!“

 

An dieser Stelle gilt unser größter Dank den Fans, die die Halle wieder in ohrenbetäubende Stimmung versetzt haben. Wir freuen uns, wenn wir auch in Schöneberg auf euch zählen können. Anwurf ist der 11.11.17, um 20:00 Uhr in der Lilli Hennoch Sporthalle.


Mit Glanzloser Leistung zum Heimerfolg

07.11.2017 |1. Frauen| Text: A. Ulbricht I Fotos: Guido Henning

Die 1. Frauenmannschaft des HV Grün-Weiß Werder konnte sich am vergangenen Samstag knapp mit 23:21 (11:11) gegen die HSG Nekölln durchsetzen. Dabei ließen sie jedoch die sonst so starke Form bei Heimauftritten vermissen.

 

Beide Teams kannten sich bereits aus der Vorbereitung, wobei die Neuköllner Gäste damals noch die Oberhand über den Aufsteiger aus Werder gewinnen konnten.

 

So begann das Spiel mit einem vorsichtigen Abtasten beider Mannschaften ohne, dass sich eines der beiden Teams entscheidend absetzen konnte. Beim Stand von 2:4 in der 8. Minute hatten die Gäste erstmals eine 2-Tore-Führung erspielt und verteidigten diese bis zur 12. Minute, da es den Werderanerinnen in dieser Zeit nicht gelang, das gegnerische Tor zu treffen. Katharina Dörner im Tor war es zu dieser Phase zu verdanken, dass der Vorsprung nicht weiter anwuchs. Trainer Steffen Scherping sah sich gezwungen, die erste Auszeit des Spiels zu nehmen, um seine Damen wieder auf den richtigen Weg zu leiten. Leider blieben seine Bemühungen vorerst erfolglos und die Gäste konnten beim Stand von 4:7 in der 19. Minute erstmals einen 3-Tore-Vorsprung verbuchen. Angetrieben von der eingewechselten Laura Mattern, die einen starken Tag erwischte, begann nun jedoch die Aufholjagd der Werderanerinnen und so konnte man mit einem 11:11-Unentschieden die Seiten wechseln. In der Kabine ermahnte das Trainergespann Scherping/Kuplin die Mannschaft, weiter an ihre Stärken zu glauben und wenn nicht anders möglich, über den Kampf in das Spiel zu finden.

 

Scheinbar fanden sie die richtigen Worte, denn der Beginn der 2. Halbzeit gehörte eindeutig der Heimmannschaft, die es schaffte, sich auf 15:11 abzusetzen. Leider konnte diese Leistung nicht über die gesamte Spielzeit aufrecht erhalten werden und so glichen die Berliner Gäste in der 40. Minute beim Stand von 16:16 wieder aus. In der 48. Minute konnte Laura Mattern vom 7-Meter-Punkt erneut eine 2-Tore-Führung zum 20:18 erzielen. Dieser Spielstand blieb nun für lange 6 Minuten auf der Anzeigentafel stehen. Dies war unter anderem der Tatsache geschuldet, dass in dieser Phase gleich 3 Strafwürfe ihr Ziel verfehlten. So nutzten die Gäste ihre Chance und glichen kurz vor dem Ende noch einmal zum 21:21 aus. Doch der Übersicht der erfahrenen Ina Seeger und der Treffsicherheit von Petra Schemel vom 7-Meter-Punkt war es zu verdanken, dass die beiden Punkte in Werder blieben.

 

Nun geht es am kommenden Sonntag mit dem Reisebus nach Rostock. Dort muss eindeutig eine Leistungssteigerung her, wenn man gegen den Favoriten von der Ostsee eine Chance haben will. Dafür trainieren die Damen in der kommenden Woche hochkonzentriert, um mit 2 Punkten die Heimreise antreten zu können.

 

Es spielten: K. Dörner, M. Stoschus, L. Mattern (4/1), A. Fängler, K. Gratz (2), J. Nehls (1), L. Weichenthal, P. Schemel (7/4), I. Seeger (4), C. Fengler (2), S. Schmidt, S. Glomm (2/1) J. Wille (1)


Die “jungen Wilden“ zu Gast in Wusterwitz

06.11.2017 |2. Männer | Text: M. Klemt

Am 4. November stand für die Blütenstädter die schwere Auswärtspartie beim Tabellendritten, den Blau-Weiß Wusterwitz, an.

 

Nach dem Abschlusstraining wurde auf die Schwierigkeiten dieser Partie hingewiesen und das waren einige an der Zahl. Begonnen bei der Derzimierung des eigenen Kaders (Laurent darf in der Partie HV Grün-Weiß Werder gg. Füchse Berlin II aushelfen, Silvio und Max hüteten die Trainerbank bei ihren Mannen, Marius hat erneut Knieprobleme und Felix fällt aufgrund einer noch nicht näher bestimmten Zehverletzung aus) über das ohrenbetäubende und anpeitschende Publikum in Wusterwitz bis hin zur robusten Deckung des Gegners. Als letzter Knackpunkt wurde auch der gefährlichste Wusterwitzer Offensivspieler, Michael Habermann, angesprochen.

 

Der guten Stimmung tat dies aber keinen Abbruch. Schließlich wollte man sich auswärts besser präsentieren als noch zuletzt in Henningsdorf. Noch vor Beginn der Erwärmung dezimierten die Gäste sich selber. Aufgrund von eigener Dummheit konnte Torhüter Marcel Klemt das Spiel nur als "Offizieller" begleiten. Somit stand nur ein Akteur der Alterklasse “Ü25” für die Werderaner auf der Platte, Gordon Kassin. An dieser Stelle sei bemerkt, dass Gordon schon länger Handball spielt als der ein oder andere der "jungen Wilden" an Lebenslenzen zählt.

 

Während der Erwärmung konnte man Mitteaufbauspieler Ronny Lowens anmerken, dass er, Zitat: "Heiß wie Frittenfett und geil auf die Partie ist". Bei allen anderen stellte sich eine leichte Skepsis ein, denn was man beim Aufwärmen sehen konnte, war eine prall gefüllte Wusterwitzerbank und den ein oder anderen Akteur, der körperlich eindeutig in einer andere Klasse spielte, dennoch sollte der Kopf nicht in den Sand gesteckt werden. Henry Wascher (Erfolgstrainervertreter) schwor die 9 Grün-Weißen auf die Partie ein, defensiv sicher stehen, wie zuletzt gegen Potsdam und offensiv routiniert,  die Spielzüge herunterzuspielen. Ziel solle es sein, dass das Publikum ihre lautstarke Unterstützung einstellt oder zumindest ein paar Dezibel herunterschraubt.

 

In der Sporthalle Wusterwitz fanden sich 111 Zuschauer ein, darunter auch eine handvoll Fans der Jungs aus der Blütenstadt. Wie ein Gallisches Dorf inmitten des Fremdgebietes wurden sie nicht müde, die "jungen Wilden" zu unterstützen.

 

Und alle Beteiligten staunten nicht schlecht, als Werder mit dem Anpfiff einen 3:0 Lauf hinlegte. Defensiv sicher, auch unterstützt durch Nick Hagenau im Tor, wurden die Spielzüge im Angriff souveränheruntergespielt. Aufgrund der Personalknappheit kam Tim Hagenau auf der Position Mitteaufbau zum Einsat und brachte die nötige Ruhe und Konzentration in das Offensivspiel.

 

Der Mittelblock um Tim und Gordon sortierte sich die Männer nach links und rechts, so dass es auch zu guten Defensivaktionen von Ronny Dramburg bei seinem "Start 7"-Debüt kam. Bälle, die dennoch den Weg auf das Tor fanden, waren entweder unüberlegt abgeschlossen oder wurden durch Nick entschärft. Vereinzelte Aktionen zeigten den Blütenstädtern aber trotzdem, hier nicht nachzulassen, denn Wusterwitz war, sofern sich die Chance bot, brandgefährlich.

 

Im Angriff wechselten Ronny Dramburg und Ronny Lowens (dieser noch mit viel Tape um den lädierten Finger). Die Mannschaftsleistung blieb dennoch geschlossen stark und man schaffte es der robusten Abwehr weitestgehend aus dem Weg zu gehen, in dem schnelle Spielzüge und Doppelpässe gespielt wurden. Es kam, wie es kommen musste und die Heimmannschaft nahm nach 10 Minuten beim Stand von 3:7 die erste Auszeit des Spiels.

 

Wusterwitz versuchte,  nun offensiver zu decken und spielte somit den Werderanern ungewollt in die Karten. Es gelang immer wieder, den Kreis oder die Außen in sehr gute Wurfpositionen zu bringen - die Folge waren einfache Tore. Das Heimpublikum wurde nun deutlich leiser und unzufriedener mit der Leistung auf dem Feld.

 

Der Torunterschied blieb konstant. Mit dem Pausenpfiff erhielt Werder noch einen 7-Meter, Bjarne blieb zum 3. Mal an diesem Tag cool vorm Strich und markierte den Halbzeitstand, von 12:17.

 

In der Halbzeit kam Henry Wascher die schwierige Aufgabe zu, die Euphorie etwas einzudämmen und die Konzentration aufrecht zu halten. Letztes Jahr lag Werder zur Halbzeit auch in Front und verlor am Ende mit 3 Toren.

 

Mit Beginn der zweiten Halbzeit ergab sich ein unerverändertes Bild: Beide Mannschaften schenkten sich nichts, unfair wurde es selten. Die Gastgeber starteten mit einem 2:0-Lauf, die Gäste antworteten mit einem 2:0 Lauf, in der Folge blieb der Toreabstand konstant (zwischen 4‑ 6 Tore Vorsprung für die Jungs aus der Blütenstadt). Blau-Weiß Wusterwitz stellte ihre Defensive um und brachte damit das Offensivspiel der Werderander etwas ins Stocken. Defensiv behielten die Grün-Weißen aber ihre Konstanz und konnten somit die Angriffsbemühungen der Wusterwitzer eindämmen. Knackpunkt der Partie war einer der wenigen Konter für Werder in der 50. Spielminute: Tim Hagenau fing unbedrängt den Ball, knickte aber beim Aufkommen um, vertändelte den Ball und musste anschließend das Spielfeld verlassen. Spielstand zu diesem Zeitpunkt war 22:26 für die (in rot spielenden) Grünen Männer. Tim fehlte in der Folge sowohl in der Offensive als auch im Defensivgerüst der Blütenstädter. Es kam in der Folge zu vielen Abstimmungsfehlern bei Angriffen der Wusterwitzer, die in einfache Tore mündeten. Das besonnene Angriffspiel litt ebenfalls und man machte unnötige Abspielfehler. Die Konsequenz? Ein 4-Tore-Lauf der Gastgeber und das 26:26-Unentschieden.

 

Es brach eine Schlussphase an, die an Spannung und Unkonzentriertheit kaum zu überbieten war. Zuerst ging Wusterwitz mit 28:27 in Führung (die erste Führung der sonst so starken Heimmannschaft), dann leisteten sich beide Mannschaften unnötig überhastete Abspiele und Abschlüsse. Als Gordon Kassin dann bei 59:08 den 30:30 Ausgleich markierte, wurde es hektisch, Wusterwitz scheiterte an der erstarkten Defensive der Truppe aus Werder und es waren noch 28 Sekunden zu spielen - dennoch wurde ein unüberlegter, indirekter Pass über das halbe Spielfeld gespielt, das Publikum bebte und Wusterwitz hatte noch knapp 15 Sekunden Zeit, um ihren Angriff im Tor unterzubringen. Die junge Truppe behielt allerdings die Nerven, blieb konsequent im Deckungsverhalten und erzwang somit einen Abschluss über Außen: Auf der Seite der Grünen hielten alle den Atem an, die Halle schrie auf und mit dem Schlussignal verfehlte der Ball das Tor der Blütenstädter (wohl noch durch eine leichte Berührung von Nick abgelenkt). Der Jubel auf der Seite der Gäste war vorhanden, aber weniger euphorisch als vor dem Spiel erwartet, schließlich hätte man auch den Überraschungscoup landen und gewinnen können. Der Teamgeist zeigte sich auch darin, dass Ronny L. von allen getröstet wurde. Ihr ahnt es bereits, der Heißsporn (siehe Zitat oben) spielte den Fehlpass. Dennoch war er Teil einer starken, geschlossenen Mannschaftsleistung und in der Kabine kam die Freude ob des gewonnenen Punkte dann doch auf. Beim Blick in die Gesichter der Wusterwitzer war auch klar, dass diese mit einem eindeutigen Sieg gerechnet haben. Scheinbar hat keiner einen derart souveränen und couragierten Auftritt einer Mannschaft erwartet, die nur mit 9 Spielern aufwartet und einen Altersschnitt von unter 23 Jahren hat (Danke Gordon, mit dir wäre es eher ein Schnitt von 20).

 

Die von Henry Wascher betreuten Jungs können auf das Erreichte zu Recht stolz sein und sollten sich über den gewonnenen Punkt freuen, anstatt sich über den (vermeintlich) “verlorenen” Punkt zu ärgern.

 

Unsere Genesungswünsche gelten den beiden Hagenau-Zwillingen (während es bei Tim schon leichte Entwarnung gibt, macht das Knie von Nick noch Probleme).

 

Am nächsten Wochenende darf die 2. Herrenmannschaft aus Werder ihr spielerisches Können in Eichstädt unter Beweis stellen. Anpfiff in der Oberkrämerhalle ist am 11.11. um 16:00 Uhr. Wie immer freuen wir uns über jeden Anhänger, der uns in der Ferne zum Sieg antreibt.

 

Es spielten: Nick Hagenau, Christian Jeßen, Tim Hagenau, Ronny Dramburg, Bjarne Lorentzen, Gordon Kassin, Christian Pankow, Ronny Lowens

 

Es betreuten: Henry Wascher, Marcel Klemt


Mammutaufgabe: Werder will gegen Füchse II und den HSG Neukölln für Überraschung sorgen

03.11.2017 |1. Männer und 1. Frauen | Text: M. Ulrich I Foto: Guido Henning

Die letzten 2 Wochen standen für Grün-Weiß ganz im Zeichen von Ruhe, Regeneration und purer Erholung, um morgen wieder mit voller Wucht ins Spielgeschehen einzugreifen und die nächsten Punkte einzukassieren. Und das gegen keine geringere Mannschaft als die Tabellenspitzenreiter und Drittligaaspiranten, die Füchse Berlin Reindf. II, welche keine unbekannten Gegner für die Blütenstadt sind.

 

Kurzer Rückblick: Unsere Jungs hatten es in Tegel, den Tabellenvorletzten, Ende Oktober aufgrund des Haftmittelverbots auch alles andere als einfach. Die Berliner haben den Männern ordentlich zugesetzt, zur Halbzeit reichte es sogar zum Remis. Am Ende spielte Werder gewohnt seine Stärke aus und es winkte ein verdienter Auswärtssieg. Zuletzt konnte auch unsere 2. Männermannschaft zu Hause gegen die Potsdamer Adler glänzen und gewinnen mit einem ordentlichen Torepolster. An dieser Stelle ein großer Dank an alle Fans, die den Weg, inbesondere nach Wismar und Tegel, auf sich genommen und den dortigen Hallen ein richtiges Heimspielfeeling eingehaucht haben!

 

Morgen hingegen wird ein anderer Wind durch Werders Wohnzimmer wehen, ist sich Geschäftsführer Hannes Lindt sicher. „Die Füchse II sind der absolute Aufstiegsfavorit. Alles, was sie sich in den letzten Jahren vorgenommen haben, ist eingetreten und jetzt basteln sie am letzten Mosaik für eine ideale Nachwuchsförderung.“ Jeder Gegner der Liga hätte es gegen diese Jungtruppe schwer, aber genau da könne auch die Stärke der Kontrahenten liegen. Ein immenser Druck liegt auf ihren jungen Schultern, umso wichtiger sei es, alle Reserven und das Potenzial der Mannschaft zu aktivieren, um für eine Überraschung zu sorgen. Es sei bekannt, dass die Jungfüchse noch über wenig Erfahrung im Männerbereich verfügen, diese aber durch ihre jugendliche Leichtigkeit und Geschwindigkeit wettmachen können. Dass Werder diese Schwachstelle ausnutzen könne, davon sind sie überzeugt. Sollten sie in der Lage sein, das Spiel über lange Strecken offen zu halten, könnten die Blütenstädter diese Chance nutzen, um zuzuschlagen.

 

„Diese Mannschaft ist hungrig auf den Ball, meistens wollen sie deshalb auch nicht allzu lang in der Abwehr stehen!“ schätzt Robert Schütz das Spielkonzept der Jungfüchse ein. Diese Mannschaft sei schlagbar, obgleich sie oft durch Shooter Kevin Struck aus der 1. Männermannschaft verstärkt werden. Durch optimale Videovorbereitung, intensive Trainingseinheiten und der akribischen Analyse der Spielzüge des Gegners fühlt Werder sich dieser morgigen Mammutaufgabe durchaus gewachsen. „Wir wollen den Füchsen eins auswischen. Wir müssen einfach nur zeigen, dass wir allein durch unsere Erfahrung besser sind als die Jungspunde!“

 

Mit voller Bank zum Heimsieg gegen den HSG Neukölln

Der nächste Heimgegner, die Damen des HSG Neukölln, sind mit 1 Sieg gegen den SG OSF Berlin, gegen die unsere Grüne Gang zu Hause überlegen gewinnen konnte, auf dem 10. Platz noch weit abgeschlagen. Die letzte Saison schlossen sie mit dem 6. Tabellenplatz und durchliefen zu Beginn der neuen Saison personelle Umbrüche. Unsere Damen hatten in der Vorbereitung schon einmal das Vergnügen, gegen sie anzutreten – damals hingegen sahen sie gegen die Berlinerinnen nicht gut aus. Auch nicht gegen den Tabellenersten, den TSG Wismar. Voller Vorfreude und Lampenfieber ging’s für unsere Ladies vor 2 Wochen auf ihre erste große Busreise zum Ostsee-Spree-Liga-Giganten. Dass sie damit aber ein schweres Los gezogen hatten, war allen schon im Vorfeld bewusst. Erst mal hieß es aber Turbo an und Kopf aus, denn das Spiel sollte über lange Strecken offen gehalten werden. Leider ging diese Rechnung nur mäßig auf und mit 0 Punkten und gesenktem Kopf wurde die Rückreise gen Werder Hometown angetreten. Schwamm drüber: Ein neuer Meilenstein, eine neue Erfahrung auf dem Weg nach oben! Morgen schon soll sich das Blatt endlich wenden: Dabei gilt erneut, den Gegner keinesfalls zu unterschätzen. Laut Trainer Steffen Scherping sei dies ein Spiel auf Augenhöhe und man müsse alles in Bewegung setzen, um 2 Punkte dingfest zu machen. Aufgrund von Abwesenheit durch Urlaub, Krankheit sowie verschlechterten Trainingsbedingungen wegen einer Hallenschließung konnte leider nicht optimal trainiert werden. Kein Problem für unsere Mädels, die sich viel vorgenommen haben und die Ernst-Haeckel-Hölle, ihre Fans und sich selbst wieder in Partystimmung versetzen wollen!

 

In diesem Sinne – Werder Feuer!


Gegen unangenehme Tegeler zum Auswärtssieg

30.10.2017 |1. Männer| Text: M. Ulrich I Fotos: Sylvia Göres

Gegen den VfL Tegel, derzeit Tabellenletzter, müsse man auch erst einmal gewinnen können, hieß es zuletzt im Lager der Grün-Weißen. Der Tegeler Handball sei insbesondere aufgrund des Haftmittelverbots keineswegs zu unterschätzen, wie auch Trainer Krause in der Pressekonferenz im Anschluss an den letzten Heimspieltag vorsorglich zu Protokoll gab. Auch überzeugten die abstiegsbedrohten Berliner jüngst mit 31:22 gegen Brandenburg, gegen die sich auch die Blütenstädter schwer taten und 2 Punkte nur mit Ach und Krach zu Hause erkämpfen konnten.

 

Trainer Krause wusste um die Brisanz dieses Spiels, so war es doch - unabhängig vom Kleberverbot - auch die erste Partie, welche die neuformierte grün-weiße Truppe in dieser Saison auswärts gegen eine Berliner Mannschaft zu bestreiten hatte. Erschwerend für viele Akteure des HV Grün-Weiß Werder kam hinzu, dass bislang kaum Erfahrungen mit und in Tegel gesammelt werden konnten, man somit also auf wenig Hintergrundwissen zurückgreifen könne.

 

Die erste Halbzeit begann wie vorhergesagt – zurückhaltend, unsicher und nur mäßig torgefährlich präsentierte sich die Erste Männer. Das, was akribisch einstudiert und abgesprochen wurde, konnte nicht in die Tat umgesetzt werden. 1:1-Aktionen wollten in der ersten Halbzeit nicht recht gelingen, die Abwehr stand trotz vieler leichter Gegentore weitestgehend aber gut, und mit Überraschungen wartete der Gegner glücklicherweise kaum auf. Der Angriff ließ zunächst keine Durchschlagskraft oder Überlegenheit erkennen. Nach einem kurzen Aufbäumen verschwand man zum Pausenpfiff mit 12:12 gen Kabine, um sich für die nächsten 30 Minuten eine neue Strategie zurecht zu legen.

 

Fast schon ungewohnt selbstsicher und hochkonzentriert trat Werder in den ersten 20 Minuten nach der Pause auf, leistete sich kaum Schwächephasen und baute sich somit ein kleines Torepolster auf. Es wurden keine gegnerischen Tore zugelassen und als Mannschaft stand man eng und solide zusammen. Die Außenpositionen konnten oft bespielt und bedient werden, was den Blütenstädtern in der 1. Halbzeit nur mit Mühe von der Hand ging. Der Angriff wirkte strukturierter und die Effektivität erschien umso höher, obgleich der Tegeler Keeper bärenstarke Paraden blicken ließ und der Gegner sich noch längst nicht geschlagen geben wollte. Gegen Werder konnten die Tegeler mit einem 21:23-Endstand schlussendlich keinen Heimsieg erringen. Für die Blütenstädter wirkte diese unangenehme Partie mit riesigem Fantross jedoch fast so, als hätte man den Auswärtsspieltag zu einem Heimfest gemacht. Danke an alle, die uns angefeuert haben.

 

Am 04.11.17 erwartet Grün-Weiß prominenten Besuch der 2. Männermannschaft der Füchse Berlin. Um 18:30 Uhr muss die Ernst-Haeckel-Hölle wieder brennen. Nicht zu vergessen das Spiel unserer Damen um 16:00 Uhr gegen den HSG Neukölln. Kommt vorbei!


Zu groß der Respekt, zu gewaltig die Ladehemmung? - Nichts zu holen in Wismar

30.10.2017 |1. Frauen| Text: L. Mattern

Mit Reisebus und guter Laune ging es für die grüne Gang am vergangenen Samstag auf eine lange Fahrt in den Norden zum TSG Wismar. Trotz der Tatsache, dass man auf einen Drittligaabsteiger traf, wollte man die Punkte nicht direkt aus den Händen geben. Nach einem kurzen Spaziergäng‘chen, in dem wir uns zu motivieren versuchten, konnte es losgehen. Allerdings bewies der TSG Wismar gleich zu Anfang seine Stärke, sodass bereits nach wenigen Minuten ein Stand von 8:1 zu verzeichnen war. Im Angriff wurden zu viele Fehler gemacht, die durch schnelle Konter seitens Wismar sofort bestraft wurden. Es fehlten Ideen, die Wismaraner Abwehr auseinanderzuziehen und Lücken für die Mitspieler zu öffnen. Hinten präsentierte man sich zwar etwas besser, der TSG fand aber immer wieder eine Möglichkeit zum erfolgreichen Abschluss. Halbzeitstand war dementsprechend 14:5.

 

Die Ansprache der Trainer in der Halbzeit schien nur wenig gefruchtet zu haben. Die Abwehr stand zwar eindeutig besser, aber vorne fehlte weiterhin der letzte „Mut zur Lücke“. Somit konnten wir uns für die kompakt stehende Abwehr (mit stark spielender Torfrau Schmidt) nicht mit Toren belohnen. Somit war das Endergebnis letztlich 24:12.

 

Es spielten: Dörner, K.; Schmidt, S.; Stoschus, M.; Wille, J. (1); Fängler, A. (0); Nehls, J. (1/1); Weichenthal, L. (2/2); Schemel, P. (4/2); Seeger, I. (3); Fengler, C.;


Derbytime: Blütenstadt empfängt Landeshauptstadt

26.10.2017 |2. Männer| Text: Marcel Klemt

Am Sonntag empfing die Truppe um Dominik Nehls die Nachbarn aus Potsdam. Mit dem Gegner kam nicht nur ein lokaler Nachbar zum Derby, sondern auch der direkte Tabellennachbar. Vor dem Spieltag rangierte der 1. VfL Potsdam II auf Tabellenplatz 4 (6:2 Punkte) und die Jungs aus Werder befanden sich auf dem 5. Platz (4:4 Punkte).

 

Bereits zu Beginn der Erwärmung konnte man den freundschaftlichen Charakter erkennen, der dieser Partie inne wohnte. Spiele gegen Potsdam sind oft geprägt vom wiedersehen alter Bekannter. Dennoch war den Grün Weißen anzumerken, dass sie heute die Punkte in Werder behalten wollten. Direkt vor der Partie kam es zu einem Debüt in dieser Saison, der Mannschaftsverantwortliche Dominik Nehls konnte erst mal seine Männer persönlich auf das Spiel taktisch einstellen. Ergänzt wurde das Trainergespann durch Henry Wascher (nach wie vor noch nicht vollumfänglich spielfähig) und Mitteaufbauspieler Ronny Lowens (dieser hatte sich am Freitag verletzt und wird vorerst ausfallen). Verstärkung erhielt die Mannschaft durch Marius Hoffmann, nach langem Ausfall konnte er nun erste Spielpraxis sammeln.

 

Trotz wunderbar herbstlichen Wetters fanden knapp über 70 Zuschauer den Weg in die Sporthalle am Ernst-Haeckel-Gymnasium.

 

Kurz nach Anpfiff konnte Potsdam ihren ersten Angriff im Werderaner Gehäuse unterbringen. Danach rollte die Offensivwalze der Heimmannschaft los und startete einen 4:0 Lauf. Angriff um Angriff konnte im gegnerischen Tor versenkt werden. Defensiv standen die Jungs aus der Blütenstadt an diesem Tag sehr sortiert und diszipliniert, Bälle die dennoch den Weg zum Tor fanden wurden in den meisten Fällen vom sehr gut aufgelegten Nick Hagenau entschärft. Somit konnte die „2. Vertretung des Männerhandballes in Werder“ Tor um Tor wegziehen und ihre Führung immer mehr ausbauen. Im Angriff gelang nahezu jeder Spielzug. Der Rückraum war gut aufgelegt und auch die Außen wurden wesentlich besser in das Spiel mit einbezogen.

 

Defensiv konnte man im Verlauf der 1. Halbzeit die Stabilität halten, in Folge dessen biss sich die Potsdamer Offensive immer wieder die Zähne aus und fand kein Mittel um die Grün-Weiße Abwehrmauer dauerhaft zu überwinden. Somit mussten Einzelaktionen her und auch dies führte nur zu bedingtem Erfolg. Nick Hagenau blieb konstant in seiner Leistung und schaffte es immer wieder Sieger gegen die Angreifer in Rot zu sein.

 

Durch die Gesamtleistung getragen und die Euphorie beflügelt schaffte man es den Favoriten aus der Landeshauptstadt nahezu ohne Chance zulassen. Als der Halbzeitpfiff ertönte waren sicherlich einige Zuschauer und besonders die Spieler auf dem Feld über das eindeutig 17:10 auf der Anzeigetafel verwundert.

 

Während sich das Trainergespann noch in der Halle besprach, herrschte in der Kabine bereits wieder konzentrierte Aufmerksamkeit. Es wurde überlegt wie es taktisch weitergehen kann um die Führung nicht leichtfertig zu verspielen. Mit dem Eintreffen der Mannschaftsverantwortlichen stieg die Spannung: wie geht es weiter, wie werden die bisherigen 30 Minuten bewertet und eingeordnet, wie wird dir Marschrichtung für Halbzeit 2 lauten?

 

Es gab lobende Worte für die starke Mannschaftsleistung. Die taktische Ausrichtung in der Defensive wurde nur leicht verändert, denn die letzten 3 Gegentreffer fielen für den Geschmack aller zu einfach. Offensiv wollte und sollte man seinen Stiefel weiter herunterspielen und flexibel bleiben.

 

Mit dem Wiederanpfiff herrschte pure Konzentration auf der Platte und auf den Bänken. Beide Mannschaften schafften es ihren ersten Angriff in ein Tor umzumünzen. Wer nun aber davon ausging, dass es zum munteren Torfestival kommt, der hatte sich getäuscht. Eine leichte Unkonzentriertheit schlich sich im Angriff ein, die Deckung war weiterhin tadellos. Hieraus resutlierte eine Torflaute auf beiden Seiten die bis zur 40. Spielminute anhielt. Jacob Morawe (gemeinsam mit Max Günther bester Torschütze der Potsdamer) durchbrach die Torlosigkeit (Spielstand 18:12). Anschließend gab es einen kurzen Schreckmoment als Nick Hagenau vom Feld humpelte. Fortan hütete der noch angeschlagene Marcel Klemt das Tor. Allerdings hielt der vom Trainer Dominik vor dem Spiel getapte Fuß, genauso wie sein Besitzer.

 

Die Defensive funktionierte auch mit dem neuen Schlussmann und man kam zu einfachen sowie schnellen Torerfolgen. Nach einer Kühlung des Knöchels sowie dem Anlegen der Bandage signalisierte Nick, dass er erneut ins Tor gehen würde. Um Fortuna nicht zu sehr herauszufordern wurde ein erneuter Torwartwechsel vollzogen (50. Spielminute 24:14). Die Werderaner nahmen zu keinem Zeitpunkt zu sehr das Tempo aus dem Spiel und hielten den Willen zum Sieg sowie den Torabstand konstant hoch.

 

In beiden Abwehrreihen ging es hart aber fair zur Sache, das unterstreichen auch lediglich 4 verhangene Zeitstrafen. Meist wurden die Gegner im Vorfeld bereits gestört und es kam selten zu unnötigen Foulspielen. Für Werder sah Silvio Krause die einzige 2-Minuten Strafe, auf der Seite der Roten Gäste erwischte es dreimal Jacob Morawe.

 

Die Gastgeber präsentierte eine rundum zufriedenstellende Mannschaftsleistung, besonders die Stabilität und besonnene Arbeit der Defensive ist hier zu loben. Dies belegt auch, dass Potsdam nur einen 7-Meter zugesprochen bekommen hat (51. Spielminute).

Das Spiel gegen Henningsdorf war sicherlich dem einen oder anderen Akteur noch im Gedächtnis und man wollte Wiedergutmachung leisten. Dies hat man auf beeindruckende Art und Weise gegen den Favoriten aus der Landeshauptstadt geschafft. Das Erfolgsrezept ist so einfach wie wirkungsvoll: eine solide Abwehr und ein variables Angriffsspiel, dazu noch eine Bank sowie Fans die die Mannschaft nach vorne peitschen.

 

Teil dieser geschlossen starken Mannschaftsleistung war auch erstmals Ronny Dramburg. Glückwunsch zum ersten Spiel bei den Männern und Willkommen. Auch seit dieser Saison neu dabei, aber bei jedem Spiel anwesend Felix Wollny.

 

Erfreut war man auch über das Comeback von Marius Hoffmann, dieser spielte trotz langem Verletzungspech sichtlich befreit auf und schaffte es jeden Wurfversuch im Gehäuse der Gäste unterzubringen (12 Tore / 5 Sieben-Meter).

 

Unser Dank gilt auch den zahlreichen Fans die für eine gute Stimmung sorgten.

 

Die 2. Männermannschaft hat am kommenden Wochenende spielfrei, danach stehen 2 schwere Auswärtsfahrten an (beim Tabellen 3. In Wusterwitz, 04.11.2017, Anpfiff 18:00 Uhr und in Eichstädt am 11.11.2017, Anpfiff um 16:00 Uhr). Wer Lust und Zeit hat, ist gerne eingeladen uns zu begleiten.

 

Das nächste Heimspiel findet am 25.11.2017 um 14:00 Uhr statt. Gegner ist der (bisher) noch ungeschlagene Grünheider SV II. Hier wird definitiv wieder jeder Fan gebraucht um erneut die Heimspiel-Festung Werder zu verteidigen.

 

Es spielten: Nick Hagenau, Marcel Klemt, Silvio Krause, Marius Hoffmann, Felix Wollny, Christoph Drescher, Ronny Dramburg, Tim Hagenau, Christian Pankow, Laurent Terlunen, Christian Jeßen, Gordon Kassin

Trainerteam: Dominik Nehls, Henry Wascher, Ronny Lowens


"Müssen endlich Auswärts Punkten!"

20.10.2017 |1. Männer| Text: M. Ulrich I Foto: Sylvia Göres

Das morgige Auswärtsziel für unsere Grün-Weißen heißt Berlin-Tegel. Der VfL empfängt uns zu Hause in der Sporthalle der Hatzfeldtallee. Werders Erste, das sich den letzten Sieg zu Hause gegen den SV 63 Brandenburg-West nur mit Müh und Not erkämpfen konnte, möchte nebst bereits demonstrierter Heimstärke nun auch endlich auswärts zeigen, dass sie zu Höchstform auflaufen kann.

 

Gegen den VfL Tegel wird es dabei nicht einfacher werden, wenngleich sie sich nach einer ernüchternden Bilanz von nur 1 Sieg und 5 Niederlagen derzeit auf einem bedrohlichen Abstiegsplatz befinden. Gegen Brandenburg konnten sie zu Hause mit einer 9-Tore-Differenz überzeugen und auch mit Greifswald schrammten sie mit 25:26 haarscharf an einem Unentschieden vorbei.  

 

Dass Auswärtsspiele gegen Berliner Mannschaften in deren heimischen Gefilden oft einen regelrechten Kraftakt bedeuten, darum weiß Trainergespann Krause/ Borrmann nur zu gut: „Das wird ein schwieriges Spiel, auch wenn sie erst 2 Punkte geholt haben. Man darf sie genauso wenig unterschätzen, wie wir zuletzt Brandenburg. Besonders an dieser Partie ist das Haftmittelverbot, ein körperbetonter Tegeler Handball und eine durchweg sehr offensive Deckung, was unsere Leistungsfähigkeit ziemlich beanspruchen wird. Davon dürfen wir uns aber keinesfalls beeinflussen lassen!“ fordert Co-Coach Max Borrmann.

 

Dass das weder ausschlaggebend sei noch eine vorzeitige Entscheidung über Sieg oder Niederlage darstellt, davon ist das gesamte Team überzeugt. „Wir spielen schon jetzt aufgrund mehrerer Haftmittelverbote in Berlin montags und mittwochs ohne Harz. Wir sind also gut vorbereitet und ausreichend gewappnet!“

 

Auch Geschäftsführer Hannes Lindt ist sich sicher, dass seine Mannschaft allen Widrigkeiten trotzen wird. „Wir werden auswärts zu unserer Stärke finden und Punkte sammeln. Es ist immens wichtig, unser Kaliber nicht nur zu Hause auf’s Parkett zu bringen. Vor allem, wenn etwas nicht ganz so Alltägliches wie ebendieses Harzverbot auftritt, müssen wir unseren Fokus und unsere Konzentration umso mehr schärfen!“

 

Dringend möchte man die Serie an heimstarken Spielen der Tegeler also durchbrechen. Der Kader aus der Blütenstadt ist dabei fast vollständig einsatzfähig. Auf Marius Hoffmann und Laurent Terlunen, die nach langer Verletzungspause wieder voll im Training sind und in Sachen Spielpraxis gemächlich über die 2. Männermannschaft herangeführt werden, könne man dabei noch nicht setzen. Eine Prognose hinsichtlich ihres 1. Einsatzes kann zwar noch nicht abgegeben werden, man bliebe aber weiterhin optimistisch, dass dieser nicht mehr lange auf sich warten lassen wird.

 

Werder ist sich der Pflichterfüllung, 2 weitere Punkte zu holen, durchaus bewusst und wird sich dieser Herausforderung am Samstag um 17:00 Uhr mit gewohnt viel Elan, Herzblut und Siegeshunger stellen.  Werder – Feuer!


Starke erste Halbzeit als Grundstein für zweiten Sieg in der OSL

17.10.2017 |1. Frauen| Text: P. Schemel I Foto: Sylvia Göres

Auf Eines müssen sich wohl alle Gegner der Grünen Gang gefasst machen - zu Hause verkauft sich die Band in der noch jungen Saison 17/ 18 wirklich stark in der Ostsee-Spree-Liga.

 

Aus drei Heimspielen konnte das Team rund um das Trainergespann seine zwei verdienten Siege gegen die beiden Berliner Teams Reinickendorfer Füchse II ( 1. Spleltag)  und nun auch die SG OSF Berlin  am vergangenen Samstag, den 14.Oktober, einfahren und zeigte auch im dritten Spiel gegen Preussen (eines von 2 verlustpunktfreien Teams) eine starke Leistung.

 

Grundlage für das später gewonnenen Spiel bildete eine alles im Allem wirklich starke erste Halbzeit, in der den Blütenstädterinnen besonders in den ersten 15 Minuten sehr Vieles gelang – im Angriff wurde nach guten Ballpass- und Laufstaffetten der Ball sicher im gegnerischen Tor untergebracht. In der Deckung agierte man aggressiv beherzt und die zurecht später zur MVP gekürte Katharina Dörner fischte ein um's andere Mal die Bälle noch vor der Torlinie weg. So legten die Damen einen furiosen Start hin. Die heimische Mannschaft enteilte dem Gast aus Schöneberg/ Friedenau bis zur 15. Minute (nach 10' stand es bereits 7:1) auf den Zwischenstand von 10:2. Manch ein Zuschauer in der Halle rieb sich die Augen ob des deutlichen, aber bis dahin verdienten Vorsprungs der Damen. Auch wenn man dann etwas Tempo aus dem Spiel nahm und nun auch die Berlinerinnen einige Tore werfen konnten, hielt man den Gast bis zur Halbzeit mit einem komfortablen 7-Tore-Vorsprung von sich fern (15:8).

 

Die Trainer warnten die Grüne Gang in der Halbzeitpause, dass das Spiel bitte noch nicht als gewonnen gelte, denn man hätte im Vorfeld die Chance gehabt, den Gegner und dessen Stärken sowie Schwächen zu studieren. Eben jene Mannschaft konnte am vergangenen 4. Spieltag dem starken Rostocker Team ein Unentschieden abluchsen. Mit einer anderen Aufstellung als noch in Halbzeit 1 startete man in die 2. Hälfte. Einen Traumstart wie zu Anfangs gelang leider nicht, aber die OSF-Riege schaffte es trotz einiger sich einschleichender Unkonzentriertheiten in der Abwehr auf Werderaner Seite nicht, sich den Damen auf mehr als 5 Tore zu nähern. So schaukelte das Spiel und die Torevergabe hin und her. Selbst eine offensivere Abwehr, speziell gegen den Werderaner Rückraum,  konnten deren herausgespielte Torwurf-Chancen und verwandelte Versuche nicht bremsen. Nennens- und sehenswert waren u.a. die teils artistischen 7 Tore der Flügelflitzerin Ina Seeger.  Die Grüne Gang konnte ihren Vorsprung zwar nicht ausbauen, aber fuhr letzten Endes einen ungefährdeten 31:25-Heimsieg ein.

 

Die Wiedergutmachung – besonders beim abermals wie eine Mauer hinter dem Team stehenden Publikum im Kesselgrund-Palast - ist dem Damenteam damit hoffentlich für ihre blamable Vorstellung am 4. Spieltag gegen den TSV Rudow gelungen.

 

Die Frauen wünschen sich nun, dass sie mit einem großen Fantross am kommenden Samstag den Weg an die Ostsee zum TSG Wismar (Tabellenerster) antreten kann. Ein großer Bus steht bereit - Abfahrtsort ist Werder (Havel) Bahnhof; noch einige Sitzplätze sind vorhanden und für 5,00 Euro könnt ihr dabei sein!!! Die Abfahrtszeit wird noch bekannt gegeben, wenn die Damen um 16 Uhr in Wismar antreten. 

 

Es spielten: Dörner, K. (MVP) ; Schmidt, S.; Schäffer, S.;  Stoschus, M. (3); Mattern, L.; Fängler, A. (1); Nehls, J (3); Weichenthal, L (1/1); Schemel, P. (11/2); Seeger, I.  (7); Fengler, C.; Glomm, St. (5) ; Wille, J.


„Trotz Heimsieg war Brandenburg heute das bessere Team!“

16.10.2017 |1. Männer| Text: M. Ulrich I Fotos: Sylvia Göres

Mit dem SV 63 Brandenburg-West empfing Werder den Tabellenletzten im 3. Heimspiel der Saison. Ungeachtet des Tabellenrangs warnte Trainer Silvio Krause im Vorfeld eindringlich vor diesem Gegner. „Ich habe von Anfang an gesagt, wie gut sie zusammen stehen und kämpfen können!“ Dass man den Gegner unterschätzt habe, hört man auch aus den eigenen Reihen. Robert Schütz, der mit 8 Toren die MVP-Wahl dieses Brandenburg-Derbys gewann, gesteht sich und seinem Team nach dem 32:28-Sieg durchaus grobe Fehler ein: „Wir haben Brandenburg nicht ganz so ernst genommen, wie wir es hätten tun sollen! Sie haben sich achtbar geschlagen!“

 

Die erste Halbzeit verlief in Teilen beinah ganz nach dem Geschmack des Trainers. Die Abwehr- und Blockarbeit war in solchem Maße solide, als dass Werders Erste Männer nur 9 Gegentore fing. Speziell aber in den ersten 15 Minuten war die eigene Chancenverwertung nichtsdestotrotz eher mangelhaft. Bedauerlicherweise machte sich im Hinterkopf der Gedanke um den schwierigen Stand des Letztplatzierten sichtbar breit. Werder behielt zwar über ganze 60 Minuten die Oberhand, zeigte mitunter tadellose Ideen im Angriff und konnte besonders über die Außenpositionen, die sich in den letzten Begegnungen zum „Sorgenkind“ der Grün-Weißen entwickelten, viele einwandfreie Tore erzielen. Die Messe schien für die Blütenstädter zur Halbzeitpause von 13:9 aber noch längst nicht gesungen, das Trainergespann wirkte zu Recht angespannt und insgesamt unzufrieden mit Leistung und Einstellung der eigenen Truppe.

 

Besonders in den ersten 10 Minuten nach dem Pausentee zeigte Werder wie gewohnt Schwächephasen auf und einmal mehr, dass sie sich zu keinem Zeitpunkt in Sicherheit über einen möglichen Sieg wiegen sollten. Die Chancenverwertung erneut unterirdisch, waren sie nicht in der Lage, auf 7,8 oder sogar 9 Tore davon zu eilen und fingen stattdessen ununterbrochen Gegentore. Technische Fehler schlichen sich ein, der unbedingte Wille, das Spiel mit einer Differenz von 10 Toren abzuschließen und für sich zu entscheiden, nicht erkennbar. Trainer Krause forderte dies nämlich nur unter der Voraussetzung ein, „falls der Gegner sich aufgegeben hätte. Wir hatten dort vor 2 Jahren ein schweres Spiel, als wir aufgestiegen sind. Heute haben sie sich mit 19:19 Toren in der 2. Halbzeit gut präsentiert. Auch Gast-Trainer Mart lobt seine Mannschaft, bleibt dabei aber realistisch: „In der 2. Halbzeit spielen wir rein vom Ergebnis betrachtet unentschieden, davon können wir uns aber auch nichts kaufen. Die 2 Punkte sind weg.“

 

Mit ernsthafter Miene versucht Trainer Krause, das Abschneiden seiner Mannschaft in der anschließenden Pressekonferenz richtig einzuordnen. „Wir haben jetzt ein ausgeglichenes Punkteverhältnis. Dennoch haben wir zum wiederholten Male die Chance verpasst, uns noch viel besser auf die nächsten Aufgaben vorzubereiten, womit ich sehr unzufrieden bin. Der Gegner hat gut mitgespielt. Die 2. Halbzeit war in der Deckung, kollektiv im Tor und in der Abwehr, ganz schwach von uns. Brandenburg hat das bessere Spiel gemacht. Das Ziel waren jedoch 2 Punkte und das haben wir erreicht.“ Tom Kryszon, der sich im Anschluss als bester Spieler über einen Bierkrug von unserem Partner, dem Hotel und Restaurant „Zum Rittmeister“, freuen konnte, glaubt trotz Niederlage gemeinsam mit Trainer Mart fest an ein Bestehen seines Teams in der OSL. „Klar, wir sind schlecht in die Saison gestartet. Aber wir müssen jetzt einfach als Mannschaft zusammen stehen und so weitermachen wie heute. Dann werden die Punkte auch ganz von allein kommen.“

 

Nächsten Samstag ist Werder in Berlin-Tegel zu Gast. Dort muss man sich vor allen Dingen der Vorgabe, ohne Haftmittel zu spielen, stellen. „Das wird ein komplett anderes Spiel. Auch hier ist der Tabellenplatz völlig unerheblich. Ab Montag heißt’s aber erst mal Neustart, Spielauswertung, am Mittwoch und Freitag Videoanalyse.“ Der Anspruch bleibt dabei stets der Gleiche: 2 Punkte sind das oberste Ziel!


Mit voller Bank zur leeren Punkteausbeute

16.10.2017 |2. Männer| Text: M. Klemt

Am Samstag stand für die 2. Vertretung des Werderaner Männerhandballes das Auswärtsspiel in Henningsdorf an. Mit fast allen Spielern an Bord und einer gehörigen Portion Selbstvertrauen aus den vergangenen beiden Spielen wurde die Anfahrt bestritten. Man wusste, dass mit Hennigsdorf ein Gegner wartet, der auch gewinnen muss und bei dem sich die Grün-Weißen bereits letztes Jahr mehr als schwer getan haben. Bereits in der Kabine wurde versucht, Spannung aufzubauen und den Fokus zu schärfen. Es war bereits während der Erwärmung spürbar, dass das letzte Kribbeln fehlt. Die Mannen um Henry Wascher waren zwar gewillt, hier die nächsten Punkte zu holen, aber so richtig heiß darauf schien keiner. Vielleicht lag dies auch an der „Hiobsbotschaft“, heute ohne Kleber spielen zu müssen. Während der Ansprache vor dem Spiel wurde klar definiert, wie das Angriffs- und Deckungsverhalten auszusehen hat. Auch wurde die Konterstärke der Gastgeber allen Beteiligten eingeschärft, die Marschroute war von Vornherein klar: Sicherer Positionsangriff sowie eine stabile 6:0-Deckung.

 

Es kam anders als gedacht und schlimmer als erwartet. Man verlor kurz nach Anpfiff unüberlegt den Ball und die Roten aus dem Norden Berlins gingen nach 37 Sekunden in Führung. Auch den nächsten Angriff konnte die Offensive um Ronny Lowens nicht erfolgreich im Tor unterbringen. Die Behäbigkeit im Angriff führte zu langsamen, teilweise ideenlosen Spielzügen oder mündete in Wurfaktionen, die entweder das Tor verfehlten oder vom gut aufgelegten Motor-Schlussmann Paul Sotzko entschärft wurden. Dies führte zu einer nicht unerheblichen Anzahl an Kontern, die allesamt verwandelt werden konnten. Im Defensivspiel agierte man zu statisch und war mit relativ simplen Spielzügen überfordert; daraus resultierend kamen die Gastgeber immer wieder zu einfachen Toren über den Kreis oder Nachläufer.

 

Die Blütenstädter bemühten sich immer wieder, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Allerdings wurde jede kurz aufkeimende Hoffnung im Keim erstickt. Henningsdorf spielte rigoros ihr Spiel herunter und führte die Werderaner Mannschaft an ihre Grenzen. Mit gesenkten Köpfen ging der grün-weiße Tross in die Kabine - schließlich leuchtete auf der Anzeigetafel ein 22:14 auf.

 

In der Kabine sammelte man sich kurz und versuchte noch einmal das Feuer der Leidenschaft zu entfachen. Man wollte auswärts nicht untergehen, auch den vereinzelten Anhängern, die den Weg auf sich nahmen, wollte man zeigen, dass mehr in dieser Mannschaft steckt als es die erste Halbzeit vermuten lässt.

 

Ein schneller 3:0-Lauf von Henningsdorf bedeutete einen erneuten Dämpfer für die Ambitionen, sich zumindest vernünftig zu verkaufen. Mit fortschreitender Spieldauer gelang es den 11 Spielern, sich als Einheit zu präsentieren und es wollte immer mehr gelingen. Auch die Deckung war zum Teil besser sortiert und half somit den Torhütern ein wenig dabei, besser ins Spiel zu kommen. Im Angriff wurde nun variabler gespielt und man konnte einfache Tore über Außen erzielen. Allerdings wollte der Funke nicht überspringen, ein Aufbäumen mit Happy End für die von Henry Wascher betreuten Jungs blieb somit aus.

 

Vor dem Anpfiff der Partie hätte wohl keiner der Beteiligten oder Zuschauer mit einem torreichen 39:29 gerechnet. Nach 60 Minuten prangte dieses Ergebnis aber an der Tafel in der Stadtsporthalle Süd. Es bleibt zu sagen, dass 29 geworfene Tore keine schlechte Hausnummer, 39 Gegentreffer aber eindeutig zu viel sind. Rückblickend muss man nüchtern feststellen, dass das Spiel nicht so eindeutig gewesen ist wie es das Ergebnis vermuten lässt, Henningsdorf aber in den entscheidenden Situationen einfach cleverer agiert hat.

 

Am Sonntag kommt mit dem 1. VfL Potsdam II ein Gegner, der den Blütenstädtern noch mehr abverlangen wird. Es bleiben 2 Trainingseinheiten, um den schalen Geschmack der Niederlage loszuwerden. Am Sonntag will man den Männern aus der Landeshauptstadt erhobenen Hauptes gegenübertreten.

 

Wir bedanken uns bei allen mitgereisten Fans und freuen uns über jeden, der uns gegen die Drittliga-Vertretung aus Potsdam zum Sieg brüllen möchte. Anpfiff ist am 22.10.2017 um 14:00 Uhr.

 

Es spielten: Hagenau, Nick; Klemt, Marcel; Lowens, Ronny; Drescher, Christoph; Wollny, Felix; Hagenau, Tim; Pankow, Christian; Terlunen, Laurent, Jeßen, Christian; Kassin, Gordon; Lorentzen, Bjarne


„Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“

 15.10.2017 |2. Frauen | Text: A.-M. Albrecht

So lautete das Fazit von Trainerin Juliane Wille nach dem Heimspiel der 2. Werderaner Frauenmannschaft gegen die Damen des SV Blau-Weiß Dahlewitz am vergangenen Samstagnachmittag. Unsere 2. Frauenmannschaft lief mit einem kleinen Handicap auf, denn sie hatten keinen Stammtorwart und somit musste eine Feldspielerin einspringen. Doch der Verlust des Spiels lag nicht nur daran. Die grün-weiße Abwehr ließ in der ersten Halbzeit zu wünschen übrig. Und auch der Angriff stimmte nicht. Viele Ballverluste auf unserer Seite wurden von Dahlewitz dankend angenommen und in Tore verwandelt. So kam es schon nach 7 Spielminuten zu einem Zwischenstand von 1:7 für die blau-weißen Gegner. Bis zur Halbzeit kam Werder nicht an den Gegner heran. So gingen beide Mannschaften bei einem Halbzeitstand von 5:14 in die Kabinen. 


Nach der Pause kamen die Grün-Weißen weiterhin nicht richtig ins Spiel. Und so kassierten sie ein Tor nach dem anderen. In der Werderaner Abwehr stimmte die Absprache immer noch nicht, wodurch ein großes Durcheinander entstand. Dies nutzten die Gegner, um weitere leichtverdiente Tore zu werfen. So gingen beide Mannschaften mit einem Endergebnis von 13:30 von der Platte. Bei diesem Ergebnis musste unsere 2. Damenmannschaft erstmal schlucken. 


Doch es geht weiter, Mädels! Mit eisernem Willen und guter Spielvorbereitung geht es am Sonntag, dem 22.10., zum 2. Auswärtsspiel nach Ahrensdorf/Schenkenhorst. Anpfiff ist um 16:00 Uhr. Wir würden uns sehr über die Unterstützung auf der Tribüne freuen.

     

Es spielten und trafen: L. Schwarz, F. Koch (1), E. Fechner(1), K. Stammel (6), M. Dräger (2), A.-M. Albrecht, M. Griebel (3), F. Biebeler


Ernst-Haeckel-Hölle soll wieder brennen!

13.10.2017 |1. Frauen und 1. Männer| Text: M. Ulrich I Foto: Sylvia Göres

Das letzte Wochenende war für unsere grün-weißen Handballer und Handballerinnen leider nicht von Erfolg gekrönt. Unsere Damen konnten gegen die Rudow-Walze nichts ausrichten und mussten zum ersten Mal geschlagen und betrübt von dannen ziehen. Ähnliches blühte unseren Männern: Gegen starke und kämpferische Altlandsberger war kein Kraut gewachsen, der Schwung aus dem Sieg in Bad Doberan und gegen den Ligasieger 16/17, den LHC Cottbus, konnte nicht mitgenommen werden. Unser Nachwuchs aber hat’s letztes Wochenende richtig gewuppt. Das wollen wir ihnen schnell nachmachen. Denn wer uns kennt, der weiß: In Werder ist nichts unmöglich. Unseren Fokus und Blick haben wir schnell zurecht gerückt - und zwar auf die heutigen Spitzenspiele. Wir freuen uns auf euch!

 

Erste Männer: „Wir müssen uns nur auf uns selbst konzentrieren!“

Als Tabellenletzter konnte unser heutiger Kontrahent, der SV 63, nach 5 Begegnungen noch keine Punkte verbuchen. Auswärts gegen den SG OSF Berlin war es mit 24:22 denkbar knapp, zu Hause gegen Ludwigsfelde sahen sie mit 27:39 hingegen auch kaum Land. Aus Erfahrungen lernt man bekanntlich, aus Niederlagen umso mehr: Derbys schreiben im Sport ihre eigenen Gesetze, ein Blick auf die Tabelle darf unsere Sinne dabei nicht trüben. Was wir brauchen, ist mentale Stärke, maximale Konzentration und Kraft für das 6. Spiel dieser Saison. Es wird ein Spiel auf Messers Schneide werden – nicht mehr und nicht weniger. Auch Hendrik Retschlag, der sich beim Zusammenstoß mit einem Altlandsberger Spieler einen Nasenbruch zuzog, wird wieder auflaufen können. Heute werden die Brandenburger sicher alles geben, um den Werderanern auch die nächsten 2 Punkte streitig zu machen. Das werden wir nicht zulassen. Auch Geschäftsführer Hannes Lindt fordert: „Wir sollten uns heute mit niemand anders als mit uns selbst beschäftigen!“ Für unsere Männer heißt das im Umkehrschluss: Kampfmodus – AN!

 

Erste Frauen: „Wir haben etwas gut zu machen!“

Heute bekommt die Grüne Gang es mit den „First Ladies“ aus Schöneberg-Friedenau zu tun. Punktgleich (3:5) befinden sie sich nur einen Tabellenrang unter den grün-weißen Mädels. Gegen Rostock haben sie letzte Woche eine bärenstarke Performance abgeliefert, mussten sich aber mit einem knappen Unentschieden und einer etwas unglücklichen Punkteteilung zufrieden geben. Aufgrund der grün-weißen Niederlage gegen Rudow sind sie heute klarer Favorit dieser Partie.

 

Die Niederlage der letzten Woche war natürlich verdient, aber absolut unnötig. Die Frauen haben zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd ins Spiel und damit zur maximalen Leistung gefunden. Sie können und wollen es dieses Wochenende natürlich deutlich besser machen. Es wird allerdings schwer, den OSF zu schlagen, da 2 wichtige Spielerinnen, Anja Ulbricht wegen Knieproblemen und Kathleen Gratz wegen persönlicher Verpflichtungen, nicht zur Verfügung stehen.

 

Nichtsdestotrotz wird alles daran gesetzt, sich heute von der besten Seite zu zeigen und unseren Fans, die alle Mannschaften fantastisch unterstützen, etwas zurückgeben. Wiedergutmachung ist angesagt! Werder - Feuer!


"Das hätte uns nicht passieren dürfen!"

09.10.2017 |1. Männer| Text: M. Ulrich

Dass man sich bei Auswärtsspielen erheblich verbessert zeigen müsse, um die oberen Tabellenränge zu erklimmen, das gab Trainer Krause seiner erstarkten Truppe mit erhobenem Zeigefinger mit auf den Weg. Der punktgleiche MTV 1860 Altlandsberg wies sich laut Vorbericht zwar selbst die Underdog-Rolle zu, demonstrierte aber zum wiederholten Male eindrucksvoll seine Heimstärke und verlangte den Grün-Weißen alles ab: Punkte, Tore und das Wissen darum, dass Erfolg eben doch vergänglich ist. Mit 26:24 gewann Altlandsberg verdient und souverän zu Hause.

 

Die erste Halbzeit verlief überraschend zäh. Werder, das sich ganze 60 Minuten lang nicht ein einziges Mal in Führung spielen konnte, setzte nicht um, was im Training und in den Time-Outs besprochen wurde. Mit teilweise fehlendem Zuspiel über die Außenpositionen und fragwürdigen Entscheidungen bei sämtlichen Stürmerfouls bekamen die Blütenstädter das Spiel zu Recht nicht unter Kontrolle. Mental zu involviert in all jenes, was nicht klappen wollte, versuchte Werder vergeblich einen Rhythmus herzustellen und wendigen Altlandsbergern ihren Stempel aufzudrücken. Doch scheiterten sie mit mangelnder Abwehrleistung, Blockarbeit und Durchschlagskraft - besonders im Angriff. Unverrichteter Dinge verließ Werder die Platte mit 15:13 gen Kabine.

 

Zu allem Überfluss brachte der Beginn der 2. Halbzeit das nächste Tief zutage. Motivierte und behaarliche Altlandsberger eilten in den ersten Minuten auf ein 18:14 davon. Werder war kaum mehr in der Lage, sich mit Kontern, in Überzahl oder schnellem Umschaltspiel heran zu kämpfen und biss sich überdies an einem stark aufgelegten Witkowski und beeindruckenden Keeper-Paraden der Heimmannschaft die Zähne aus. Werders Turbo wurde 10 Minuten vor Schlusspfiff mit flinken Torabschlüssen und gesteigerter Keeperleistung noch mal angeworfen, um Altlandsberg in Bredouille zu bringen. Ab Minute 56 wurde es mit 23:22 bis zum 25:24 in der 59. Minute tatsächlich noch einmal kritisch für den Kontrahenten: Werders verzögerte Angriffswalze konnte gegen diese Auswärtsniederlage ganz augenscheinlich aber nichts mehr ausrichten. „Ein Punkt wäre hier drin gewesen!“, tönen unsere Blütenstädter, die den Altlandsbergern den 3. Heimsieg mit 26:24 aber durchaus gönnen.

 

„Wir haben es von Anfang nicht geschafft, den Altlandsbergern die Stirn zu bieten. In allen Belangen – beim Kreuzen, aus Schlagwürfen heraus oder bei Pässen am Kreis haben sie uns schlecht aussehen lassen! Speziell unsere Würfe aus der 2. Reihe waren nicht optimal und technisch unrund. Grob fahrlässige Fehler, die uns gerade in Überzahl nicht hätten passieren dürfen!“

 

Dass man viel zu nervös agierte, um klare Strukturen zu schaffen, räumt auch Keeper Martin Pfefferkorn schonungslos ein. „Das brach uns total das Genick. Insgesamt können wir mit unserer Leistung aber dennoch im Großen und Ganzen zufrieden sein. Wir müssen einfach nur unsere Fehler abstellen. Also abhaken und weitermachen!“

 

Dafür bietet sich bereits am Samstag gegen den SV 63 Brandenburg-West die nächste Gelegenheit. Werder erwartet den Tabellenletzten um 18:30 Uhr in heimischen Gefilden. Zuvor treffen die Damen nach einer Niederlage gegen Rudow um 16:00 Uhr auf Schöneberg. Schaut vorbei!

 

An dieser Stelle möchten wir uns bei den mehr als 20 mitgereisten Fans bedanken, die den weiten Weg nach Altlandsberg gemacht und uns laustark angefeuert haben. Besonderer Dank gilt unseren Trommlern, die immer da sind, wenn wir sie brauchen!

 

Es spielten und trafen: Tom Göres, Martin Pfefferkorn, Florian Lemaitre (1), Niko Harnge, Tobias Frank (5), Ranko Dzolic (1), Moritz Bruck (1), Dominik Nehls (2/1), Lucas Schönebeck (4), Hendrik Retschlag (2), Robert Schütz (5/2) und Stefan Darius (3)


Enttäuschende Niederlage beim TSV Rudow

09.10.2017 |1. Frauen| Text: A. Ulbricht

Am vergangenen Sonntag unterlag die 1. Frauenmannschaft des HV Grün-Weiß Werder beim TSV Rudow mit 24:19 (11:7) und konnte damit leider nicht an vergangene gute Leistungen anknüpfen.

 

Nach einem ordentlichen 2-Tore-Beginn von Rückraumschützin Petra Schemel lagen die Werderanerinnen schnell mit 0:2 in Führung. Doch leider konnte an diese Leistung in der Folgezeit nicht angeschlossen werden: Der Spielfluss und die Führung ging nach und nach verloren. Unterstützt wurde diese Spielentwicklung durch zahlreiche technische Fehler und unglückliche bzw. gehaltene Torwürfe. Die Heimmannschaft nutzte die Gelegenheit zum Ausgleich und infolgedessen zur Führung konsequent aus. Beim Stand von 3:2 hatte Rudow erstmals die  Führung an sich genommen und gab sie danach auch nicht mehr aus der Hand. Zwar konnte Petra Schemel in der 11. Minute noch einmal den Anschluss zum 4:3 herstellen, jedoch ließen sich die Rudower Damen davon nicht beeindrucken und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Beim Stand von 6:3 in der 14. Minute nahm Trainer Steffen Scherping eine Auszeit, um das Team noch einmal neu einzustellen und taktische Anweisungen zu geben. Leider blieben seine Bemühungen dahingehend erfolglos, sodass Rudow über die Stationen 6:3 und 10:5 auf den 11:7-Halbzeitstand enteilen konnte.

 

In der Kabine sprach das Trainergespann Scherping/ Kuplin deutliche Worte und motivierte das Team, dass hier noch nichts verloren sei, wenn jede Einzelne sich wieder auf ihre Stärken besinnen würde. Dementsprechend optimistisch ging man in die 2. Halbzeit. Bis zum Stand von 14:10 in der 37. Minute schenkten sich beide Teams nichts und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Leider ging der Spielfluss wiederholt verloren und die Gastgeber enteilten mit 4 Toren in Folge auf 18:10. Es deutete sich eine herbe Niederlage für die Damen aus Werder an. Diese bäumten sich nun aber auf und Josefine Nehls konnte, unterstützt durch eine doppelte Überzahl, den Rückstand mit 3 Buden in Folge auf 5 Tore verkürzen. Jene war es auch, die bei den zahlreich mitgereisten Fans in der 55. Minute noch einmal Hoffnung aufkeimen ließ, als der Abstand erstmals seit der Halbzeit beim Stand von 22:18 nur noch 4 Tore betrug. Leider bekam in dieser Phase Marie Stoschus aufgrund einer sehr motivierten aber unglücklichen Abwehraktion eine 2-Minuten-Strafe und die Gegnerinnen im Gegenzug einen 7-Meter zugesprochen. Diesen verwandelten sie konsequent und ließen auch nichts mehr anbrennen. So trennten sich beide Teams beim Stand von 24:19.

 

Aus Werderaner Sicht war diese Niederlage, vor allem im Hinblick auf vergangene Leistungen, sicher unnötig und mit einer besseren Tagesform aller Beteiligten auch vermeidbar gewesen. Nun heißt es, die Fehler in dieser Woche zu analysieren und im Training konsequent daran zu arbeiten, sodass dem SG OSF Berlin beim großen Heimspieltag beide Punkte abgenommen werden können.

 

Es spielten: K. Dörner (Tor), S. Schmidt (Tor), M. Stoschus (1), L. Mattern (1), A. Fängler (2), J. Nehls (5/1), L. Weichenthal, P. Schemel (7/2), I. Seeger (2), C. Fengler (1), S. Glomm (1) und J. Wille


"Das ist ein Brandenburg-Duell auf Augenhöhe!"

07.10.2017 |1. Männer| Text: M. Ulrich I Foto: S. Göres

Konnte Werder letzte Woche noch mit einer Machtdemonstration von 32:22 gegen den Ligameister des Vorjahres, den LHC Cottbus, tadellos glänzen, muss diese Schubumkehr aus 2 aufeinander folgenden Siegen heute auch auswärts gegen den MTV 1860 Altlandsberg umgesetzt werden.

 

Dass es gegen die Altlandsberger in der Oberligasaison 15/16 oft eng und knapp ausging, daran erinnert sich auch Trainer Silvio Krause. „Altlandsberg ist eine erfahrene Truppe, die durch einen starken  Spielmacher wie Dominik Witkowski und ein sehr gutes Torhüter-Duo geprägt wird.“

 

Werder befindet sich derzeit punktgleich (4:4) nur einen Tabellenplatz hinter Altlandsberg. Ihre Heimstärke stellten die Altlandsberger zwar gegen Tegel und Schöneberg unter Beweis, auswärts konnten sie gegen die Füchse und den Ludwigsfelder HC hingegen nicht punkten. „Bisher sind sie wie wir mit durchwachsenen Leistungen in die Saison gestartet. Für uns gilt’s aber, uns auswärts weiter verbessert zu zeigen als noch in Usedom oder Bad Doberan. Wenn wir es schaffen, an die Leistung vom letzten Heimspiel gegen Cottbus anzuknüpfen, dann muss Altlandsberg zeigen, dass sie besser sind als wir. Das ist in jedem Fall ein Brandenburg-Duell auf Augenhöhe!“

 

Robert Schütz, der sich für Werder zuletzt zu einem unverzichtbaren Shooter und Teamplayer entwickelt hat, blendet den haushohen Erfolg des letzten Wochenendes ebenfalls aus. „Man muss immer bedenken, dass jedes Spiel bei 0 startet. Das ist ein Gegner, den man keinesfalls unterschätzen darf und der zu Hause noch nicht verloren hat. Jedoch sind viele Spieler alte Bekannte. Man kennt sich, weiß wie der andere tickt – und spielt. Wir müssen es einfach schaffen, den Schwung aus den letzten beiden Erfolgen mitzunehmen. Das wird auf jeden Fall eine spannende Partie!“

 

Werder, das auf einen nahezu vollständigen Kader setzen kann, schaut auf eine erfolgreiche Trainingswoche mit optimaler Videovorbereitung zurück. Selbstbewusst machen sie dem Tabellensechsten eine Kampfansage und wollen zeigen, „wo sie stehen, und was da auf sie zukommt! Wenn alles passt, dann wird es für jedes Team der Ostsee-Spree-Liga schwer, uns zu schlagen.“

 

In diesem Sinne – Werder Feuer! 


Eigene Erwartungen übertroffen und Favoriten merklich geärgert

02.10.2017 |1. Frauen| Text: P. Schemel I Fotos: G. Henning

Am vergangenen Samstag kam es zum Aufeinandertreffen eines der Top-Titelaspiranten der noch jungen OSL-Saison, dem starken Damenteam des BFC Preussen Berlin und der Grünen Gang. Allein auf dem Papier könnte man meinen, dass sei eine klare Sache. Doch der Verlauf des Spiels trügte alle Zweifel der Skeptiker, dass die Havelstädterinnen nur eine Minimalchance auf einen positiven Ausgang der Partie haben könnten.

 

In der Kabine fand das Trainergespann die richtigen Worte: So wurde die Grüne Gang auch mit der Ansage eingestimmt, dass alle Fans, außer jene der gegnerischen Mannschaft, auf der Tribüne fest an das Damenteam und eine starke Leistung glauben.

 

Überraschend für den Gegner aus dem Adlerhorst in Berlin startet die Grüne Gang unerschrocken und mit klarem Verstand in die Begegnung. Das erste Tor im ersten Angriff erzielte Juliane Wille nach 24 Sekunden. Von da an lieferten sich die beiden Damenteams ein enges Spiel, in dem mal die eine, mal die andere Mannschaft mit einem Tor in Führung ging, jedoch kein Team es schaffte, sich deutlich abzusetzen. Erstmalig konnte der Gast vom BFC Preussen in der 15. Minute einen 2-Tore-Vorsprung herausarbeiten. Die Grüne Gang ließ den Gegner durch eine weitestgehend gut stehende Deckung und verlässliche Torhüterin Katharina Dörner, die durch einige Paraden Torwürfe zu entschärfen wusste, nicht davon ziehen. Im Angriff funktionierten einige im Trainingsbetrieb vorbereitete Kombinationen so gut, dass herausgespielte Torwurfsituationen genutzt werden konnten. So schaukelte das Spiel bis zum Halbzeitpfiff hin und her. Es konnte kein wirklicher Favorit des Spiels ausgemacht werden. Der Halbzeitstand von 14:14 entsprach völlig zu Recht dem Spielgeschehen.

 

Voller Stolz folgte für die Werderanerinnen in der Halbzeitpause die Kabinnansprache der Trainer. Es gab wenig zu kritisieren: 'Man müsse da anknüpfen, wo man in der 1. Halbzeit aufgehört hatte und dann schauen, wie das Spiel ausgehen würde', so Trainergespann Scherping/ Kuplin.Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste. Kein Team konnte sich bis etwa zur 50. Minute mit mehr als 2 Toren absetzen. Es blieb ein Spiel auf Augenhöhe. Doch dann konnten die Adler zwischen Spielminute 50 und 56 auf 3 Tore davoneilen, während es der Grünen Gang in der Zwischenzeit nicht gelang, nur einen Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Und so stand es 4 Minuten vor Spielende 23:26 für den Gast vom BFC Preussen. Wer nun glaubte, die Grüne Gang hätte sich und das Spiel aufgegeben, der täuschte. In den letzten Minuten wurde alles versucht ud man stemmte sich gegen die drohende Niederlage.

 

Über die Stationen 24:26, 24:27, 25:27 und 26:27 kämpfte sich die Heimmannschaft durch Tore von Josefine Nehls, Petra Schemel und Kathleen Gratz bis 80 Sekunden vor Spielende an den Gegner heran.

 

Ein Unentschieden durch weitere Torwurfmöglichkeiten wäre möglich gewesen, doch leider blieb den tüchtigen Blütenstädterinnen dieser Überraschungserfolg verwehrt. Der haushohe Favorit der Partie konnte das Spiel denkbar knapp für sich entscheiden.

 

Leider geschlagen, ohne Punktgewinn, aber dennoch stolz, bendete die Grüne Gang ihr 3. Ligaspiel in der Ostsee-Spree-Liga mit einer knappen Niederlage von 26:27. Zur Spielerin des Tages auf Werderaner Seite wurde Marie Stoschus gewählt, die mit 6 Toren sowie vielen schönen Anspielaktionen wesentlich zu der gezeigten starken Leistung der Grünen Gang beitrug. Die Damen bedanken sich sehr bei dem tollen Publikum.

 

Viel Zeit zum Grübeln oder Trübsal blasen hat man nicht. Das braucht man auch nicht, denn die Leistung war stark. Daran möchte man schon am nächsten Sonntag um 15:00 Uhr beim Auswärtsspiel gegen den TSV Rudow anknüpfen. Schlachtenbummler sind herzlich willkommen!

 

Es spielten: Dörner, K.; Schäffer,S.; Stoschus, L. (6) ; Wille, J. (2); Fängler, A. (2); Gratz, K. (2); Nehls, J. (1); Weichenthal, L. (1); Schemel, P. (9/3); Seeger, I. (2); Fengler, C. ; Glomm, St, (1); Mattern, L.


Ungefährdeter Sieg gegen Chancenlosen LHC

01.10.2017 |1. Männer| Text: M. Ulrich I Fotos: S. Göres

Mit dem LHC empfing Werder den Ligasieger 16/17 in seinem grün-weißen Wohnzimmer. Das 2. Heimspiel der noch jungen OSL-Saison wollte man mit dem Auftrieb aus einem 2-Punkte-Debüt in Bad Doberan nun auch noch für sich entscheiden – und setzte dies gefahrlos in die Tat um. Der LHC, geschwächt durch Hallenprobleme, viele Verletzungs- und Krankmeldungen, wusste wie schwer Werder zu knacken sei. Mit einer 32:22(15:8)-Glanzleistung demonstrierten sie, was in der kurzweiligen Drittliga-Ära nur selten gelang, in der 4. Handball-Liga aber durchaus im Bereich des Möglichen für den Kader der Blütenstadt lag.

 

Von Beginn an fuhr Werder, aggressiv und hellwach, in Sachen Abwehr eine harte Linie, um den Cottbussern ab der 7. Minute (10:3) 13 Minuten lang jeglichen Treffer zu verwehren. Keeper Göres, der die MVP-Wahl als bester Spieler gewann, bot den Werderaner Mannen mit 18 phänomenalen Paraden den Rückhalt, den es braucht, um eine insgesamt starke Mannschaftsleistung darzubieten. Im Positionsangriff konnten Chancen konsequent verwertet werden. Tobias Frank, mit insgesamt 7 Toren bester Torschütze, konnte ungeachtet aller gegnerischen Abwehrversuche aus dem Rückraum aufsteigen und schnelle Tore verbuchen. Mit einer 6:0-Deckung zeigte Werder eine körperlich starke Präsenz, um einer gemeinhin spielstarken Cottbusser Mannschaft zuzusetzen. Die Analyse des Gegners im Vorfeld des Brandenburg-Derbys trug erste Früchte: Zum Halbzeitstand von 15:8 brannte die Ernst-Haeckel-Hölle schon lichterloh.

 

Offensichtlich gepusht von Trainer Linges Kabinenansprache gingen den Lausitzern die Tore in den ersten 15 Minuten sichtlich besser von der Hand. Werders Defensive reagierte sogleich, um neue Ideen eines sich aufbäumenden Gegners schnell im Keim zu ersticken. Emotional wieder auf der Höhe knüpfte Werder an, wo es aufgehört hatte: Hendrik Retschlag, der zuletzt noch an einer Zerrung laborierte und für Ranko Dzolic eingewechselt wurde, schien mit 4 Toren unhaltbar. Auch Robert Schütz, Dominik Nehls und Co. bewiesen ihre Spielmacherqualitäten im schnellen Tempospiel und 7-Meter-Wurf (4/4).“Werder hat wieder eine junge spielfreudige Truppe und wird sich am Ende der Saison unter den ersten 3 Tabellenrängen platzieren.“, resümiert Linge. Über 60 Minuten spielbestimmend krönte sich Werder mit 2 Punkten.

 

Hannes Lindt freut sich über den 1. Heimsieg vor lautstarker Fangemeinde: „Das war eine klasse Vorstellung. Darauf lässt sich aufbauen. Ich bin erleichtert, dass wir zeigen konnten, was wir drauf haben. Die Jungs haben sich super vorbereitet, auf Schwierigkeiten sofort reagiert und alles prima umgesetzt!“

 

Auch Trainer Krause schwärmt. „Das war ein fast perfektes Spiel. Wir haben uns 1. eine starke Torhüter-Leistung, 2. eine aggressive Defensive und 3. eine hohe Effizienz im Angriff vorgenommen. Wir konnten einfach alles bedienen und haben alles richtig gemacht. Das war ein Sahnetag!“, fügt er lachend hinzu. „Im Endeffekt hat man eine noch gefestigtere Mannschaft gesehen. Sie konnten dieses Resultat erzielen, weil alles ineinander gepasst hat und sie als Kollektiv agiert haben!“

 

Das Urteil des gegnerischen Trainers fällt hingegen deutlich aus. „Wir haben zu keiner Zeit den Faden gefunden. Überforderte Unparteiische haben uns völlig aus dem Konzept gebracht. Das hat uns beschäftigt – das war unser Fehler. Wir wussten, dass das Auftaktprogramm hart werden würde. Diese Klatsche rüttelt aber auch wach. Im Rückspiel zeigen wir, was in uns steckt. Dann hoffentlich mit gleichen Vorzeichen. Jetzt heißt’s Niederlage abhaken, den Fokus auf nächsten Samstag richten.“ An dieser Stelle bedankt sich Werder für euer tolles Fairplay und wünscht viel Erfolg für die nächsten Partien: So macht Handball Spaß!

 

Werder reist nächsten Samstag nach Altlandsberg und will endlich auswärts punkten, denn nichts sei „vergänglicher als Erfolg“ wie Silvio Krause, stolz und euphorisiert, am Ende eines überaus erfolgreichen Spieltags festhält. In diesem Sinne – Werder Feuer!


2. Sieg in Folge: Die Glorreichen Sieben

01.10.2017 |2. Männer| Text: Nick Hagenau

Nach dem furiosem 29:28 Heimsieg gegen den MBSV Belzig am vergangenen Spieltag ging es an diesem Wochenende für die 2. Männermannschaft nach Neuruppin. Man bestritt die Anreise mit Selbstvertrauen und Rückenwind, allerdings nur mit 8 Mann (7 Spieler im Kader und Henry W. als MV). Ziel war es, die vollen 60 Minuten durchzuhalten und sich auswärts in einer gut gefüllten Halle vernünftig zu präsentieren. Der HC Neuruppin selbst war mit komplettem Kader anwesend und wollte schon vor Spielanpfiff zeigen, dass für die Gastmannschaft aus der Blütenstadt heute nichts zu holen ist. Doch auch unsere Jungs waren motiviert und wollten demonstrieren, dass trotz dünner Personaldecke keine Punkte verschenken würden. Dementsprechend kamen beide Mannschaften heiß aus der Kabine und der Kampf ging los.

 

Anfangs war das Spiel geprägt von Schnelligkeit im Angriff und starkem Zusammenspiel in den beiden Abwehrreihen. In den ersten Minuten wirkten die Spieler unserer Truppe wesentlich frischer und dynamischer. Gerade im Angriffsspiel wurden durch gutes Zusammenspiel im Rückraum und am Kreis die Lücken gerissen und somit leichte Tore erzielt. In der Abwehr gab es zu Beginn Unstimmigkeiten. Hervorgerufen wurde diese durch das schnelle Angriffsspiel der Heimmannschaft. Somit war das Spiel bis zur Mitte der 1. Halbzeit komplett ausgeglichen (7:7). Der Spielmacher der 2. Vertretung aus Werder (Ronny Lowens) wurde nach seinem ersten Tor bis zum Ende des Spiels in Manndeckung genommen. Dies spielte den Gästen sogar in die Karten.

 

Die Jungs aus der Blütenstadt zeigten leidenschaftlichen Handball und bewiesen Kampfgeist, so dass sie in der 19. Minute mit 8:10 in Führung gehen konnten. Die ganze Mannschaft war jetzt im Flow und hochpräsent. Dies spürte man auch an den Gastgebern und im Zuschauerraum, welche sich sichtlich beeindruckt zeigten. Bis zur Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch im Angriff, Ende der 1. Halbzeit drehte Neuruppin noch mal auf. Infolgedessen ging es beim Stand von 14:14 zum Pausentee.

 

In der Kabine wurde den Grün-Weißen langsam bewusst, dass das Anfangsziel, sich gut zu präsentieren, vielleicht zu tief gesteckt war und heute doch ein bzw. zwei Punkte zu holen sind. Neuruppin kam jedoch stärker aus der Kabine und nutzte die anfängliche Unkonzentriertheit der Blütenstädter. Hinzu kamen Schwächen im Angriffsspiel. Daraufhin konnte sich Neuruppin nach 38 Minuten auf 18:15 absetzen. Doch der Kopf wurde nicht hängen gelassen - unsere Männer fingen sich wieder und kamen ins Spiel zurück. Nach 43 Minuten geriet Werder mit 20:19 wieder in Schlagdistanz und das Spiel somit wieder offen. Allerdings hatten die von Christian Will trainierten Männer erneut einen 3:1-Lauf und zogen in der 50. Minuten auf 23:20 davon. Erneut war es der Kampfgeist sowie gelungene Einzelaktionen und ein erfolgreiches Einbinden der Außen, die den 7 Werderanern auf der Platte zu einem 5:1-Lauf verhalfen. Daraus resultierte die erneute Führung (24:25, 58. Spielminute) für die Männer um Aushilfs-MV Henry Wascher.

 

Die letzten zwei Minuten waren Spannung pur: Mit dem besseren Ende für die Gäste. Final stand ein 26:27 auf der Anzeigetafel. Mit dem Schlusspfiff der Schiedsrichter gab es pure Ekstase bei unseren Grün-Weißen, welche mit diesem Coup den 2. Sieg in Folge feierten und noch mehr Selbstvertrauen sowie Teamgeist tanken konnten.

 

Jetzt heißt es die Regenerationszeit nutzen und alle Kräfte mobilisieren für den nächsten Kampf in Henningsdorf am 14. Oktober. Wir würden uns über moralische Unterstützung von den Rängen freuen. In diesem Sinne: Werder 2 - Feuer Frei!!!!!!!     


1. Heimniederlage gegen Wünsdorfer Wölfe

 01.10.2017 |2. Frauen | Text: A.-M. Albrecht I Fotos: G. Henning

Am Samstag, den 30.09., empfing Werders 2. Frauenmannschaft die Spielerinnen des MTV Wünsdorf. Das Spiel gestaltete sich als schwierig, denn der Gegner und derzeitige Tabellenführer ging sofort mit 2 Toren in Führung. Durch vermehrte Fehlpässe und fehlende Konzentration auf Seiten Werders gelang es den Gästen mit einem 9:13 in die Halbzeitpause zu gehen. Auch die zweite Hälfte des Spiels verlief stockend, was die Gegnerinnen schnell für sich ausnutzten und mit einem Vorsprung von 10:19 in Führung gingen. Nach einem Timeout der Blütenstädterinnen und einer Ansprache durch Trainerin Juliane Wille gelang es den Werderanerinnen den Vorsprung der Gegner auf 5 Tore zu minimieren. Dies führte zu einem Endstand von 17:23.

 

Jetzt heißt es, den Blick nach vorn zu richten und mit Angriffslust sowie Siegeswillen in das nächste Spiel zu gehen!

 

Es spielten und trafen: C. Ringsdorf, I. Klapper (2), E. Fechner (1), K. Stammel (7), M. Dräger, A.-M. Albrecht, M. Griebel (5), I. Palm (1), F. Biebeler (1), E. Mollnau


Heimspieltag, 30.09.: "Werder soll wieder zur Festung werden!"

30.09.2017 |1. Frauen und 1. Männer | Text: M. Ulrich

1. Männer: Brandenburg-Derby der Extraklasse

„Wir wollen Werder wieder zu einer Festung machen und gleichzeitig ein Spitzenteam bezwingen!“, hört man aus allen Reihen des Vereins. Für Werders Erste stehen besonders heute alle Zeichen auf Heimsieg gegen Cottbus. Geschäftsführer Hannes Lindt und Kapitän Niko Harnge, beide stammen ursprünglich aus der Stadt an der Niederlausitz, sehen der Begegnung mit Hochspannung entgegen.

 

"Mit Cottbus kommt der Sieger der Ostsee-Spree-Oberliga 2016/17 in die Blütenstadt. Extrem eingespielte Cottbusser konnten sich die letzten 2 Wochen akribisch auf das Spiel vorbereiten. Wir haben nach dem ersten Sieg mächtig Rückenwind erhalten und sind voller Selbstvertrauen und Vorfreude auf diese Begegnung. Ich freue mich sehr auf das Spiel gegen Cottbus. Als ich vor 13 Jahren von dort weggegangen bin, wurde der LHC gerade frisch gegründet. Das ist morgen also mein erstes direktes Aufeinandertreffen. Als Cottbusser ist das immer etwas Besonderes."

 

Dass die Spiele gegen Cottbus in den letzten Jahren immer speziell waren, bestätigt auch Teamchef Niko, der schon als Jugendlicher für den Gegner auflief und dessen Familie dort noch immer heimisch ist. „Das war immer sehr knapp und spannend. Häufig haben wir den Kürzeren gezogen, konnten erst 1 Mal in der Verlängerung beim Pokal gegen den LHC gewinnen. Selbst in unserer Aufstiegssaison hat es nur zu 2 Unentschieden gereicht.“

 

In die aktuelle Saison seien beide Mannschaften jedoch nicht sonderlich gut gestartet. Cottbus brachte gegen die Füchse und auswärts gegen den OSF ein ähnlich anspruchsvolles Auftaktprogramm wie Werder hinter sich. "In der letzten Saison hat unser Kontrahent aber gezeigt, welches Potenzial er über eine ganze Saison hinweg abrufen kann." Darauf dürfe man sich nicht versteifen, da Cottbus nach 2 Spielen schwer einzuordnen und alles offen sei, fordert auch Niko Harnge von seiner Truppe ein. „Wir sollten die bisherigen Ergebnisse nicht überbewerten."

 

Optimismus hätte der letzte Auswärtssieg in die Mannschaft um Chefcoach Silvio Krause durchaus wieder Einzug gehalten. „Klar ist, dass wir ein Heimspiel haben und einen vollen Kader vorweisen können. Natürlich steht alles auf Sieg, wenngleich wir um die Brisanz des Spiels sowie hochbewegliche Lausitzer wissen, die sich nach vielen gemeinsamen Jahren in- und auswendig kennen!“

 

1. Frauen: Aufsteigerinnen wollen Adlerhorst und Staffelfavoriten BFC Preussen Paroli bieten

Die Adler aus dem Kiez sind in dieser Saison die absoluten Überflieger. Sehr erfahrene Spielerinnen, mitunter mit Erst- und Drittligaerfahrung, stehen den grün-weißen Ladies heute gegenüber. Die Präzision im Kreisläuferspiel und das hohe Tempo über die Außenspielerinnen hat der Rostocker HC bereits beim letzten Spieltag zu spüren bekommen und wurde als Mitfavorit mit 28:20 aus dem Spiel geschossen. Für die Werderaner Mädels, die schon die Füchse Reindf. II bezwingen und dem Pfeffersport 1 Punkt abspenstig machen konnten, ist diese Begegnung ein weiteres Highlight in der noch so jungen Saison. Noch ungeschlagen wollen sie den Favoriten mächtig ärgern und sich mit viel Herz und Leidenschaft für ihre Fans zerreißen.

 

„Leicht wird’s definitiv nicht. Das ist schon eine taffe Mannschaft“, schätzt Petra Schemel diese „Mordsaufgabe“ ein. 3 Intensive Trainingstage inklusive Athletik-Einheit liegen hinter der Grünen Gang um Trainer Steffen Scherping, der sich über einen durchweg verletzungsfreien und einsatzbereiten Kader freut. „Mit all unseren Kräften, die wir bündeln können, werden wir morgen unser Maximalstes abrufen und bestenfalls noch eine Schippe drauf packen. Den Punkt, den wir bei den Pfeffersportlern liegen gelassen haben, wollen wir unserem Heimpublikum heute mit einer überragenden Leistung unbedingt wieder zurückgeben!“

 

Es ist alles gesagt. Werder – Feuer!