Knappe Niederlage im Derbykracher

 

Unsere Zweite Männer verliert in einem packenden Spiel knapp gegen den VfL Potsdam II mit 21:22 (13:8).

 

Am vergangenen Sonnabend stand ein „Classico“ der Verbandsliga Nord auf dem Spielplan. Die Reservemannschaft aus der Landeshauptstadt reiste als aktueller Spitzenreiter in Werder an.

Trainer Borrmann konnte personell aus dem Vollen schöpfen und setzte gleich zu Beginn auf eine offensive Deckung gegen VfL-Spielmacher Max Günther. Unterstützt durch den hervorragend aufgelegten Torhüter Alex Bast legten die Grün-Weißen nach 11 Minuten auf 6:3 vor. Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit verteidigten die „Borrmänner“ intensiv und leidenschaftlich. Über die Zwischenstände 8:6 und 10:7 gingen die Werderaner mit einer Fünf-Tore-Führung in die Halbzeitpause (13:8).

 

„Die Führung ist kein Polster, auf dem wir uns ausruhen können“, warnte Trainer Borrmann in der Kabine. Die bis hierhin spannende und kampfbetonte Partie nahm mit Anpfiff der zweiten Hälfte weiter Fahrt auf, doch nun waren die „Adler“ am Drücker. Verfrühte Abschlüsse und fehlende Abstimmung in der Werder-Abwehr ermöglichten es, dass die Potsdamer in der 42. Minute erstmals in Führung gingen (16:17) und sich sogar auf 16:20 absetzten. Doch das Spiel war noch nicht entschieden. Ab der 48. Minute fanden die Blütenstädter wieder Zugriff in der Deckung. Auch Jens Zuther stand seinem Keeper-Kollegen in Nichts nach und parierte wichtige Bälle. Tim Hagenau erzielte die umjubelte 21:20-Führung fünf Minuten vor Abpfiff. Nach zehn torlosen Minuten seitens der Potsdamer nun der Anschlusstreffer: 21:21. Was für eine Spannung in der gut gefüllten „Haeckelhölle“. Ein mit Emotionen geladenes Spiel mit vielen Zweikämpfen und Nickligkeiten spitzte sich zu. Beide Teams lieferten sich ein wirklich packendes Duell. Ausgerechnet in dieser Phase verloren die Grün-Weißen nach durchaus fragwürdigen Endscheidungen der Unparteiischen die Nerven. Die Potsdamer nun am Zug erzielten in letzter Minute noch den entscheidenden Treffer, welchen die Werderaner nicht mehr ausgleichen konnten. Enttäuschender 21:22-Endstand für die Gastgeber.

 

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei den unermüdlichen Einheizern und Zuschauern auf der Tribüne, welche zu einer tollen Derbystimmung beitrugen.

Nächste Woche geht es für unsere „Zweite“ nach Premnitz, um dort den nächsten heiß ersehnten zwei Punkten nachzujagen.

 

Es spielten: Bast, A.; Zuther, J. - Wascher, H.; Drescher, C. (5); Zehender, P. (1); Pankow, C.; Heibel, J.; Lowens, R. (5/2); Hagenau, T. (4); Jeßen, C.; Dramburg, R.; Müller, P. (4); Möller, T. (3/2); Sachse, T.

 

Text: T. Sachse

Datum: 11.11.2019


Wundertüte zweite Männer

 

„Man weiß vorher nie, was man bekommt.“ Dieser Spruch passt derzeit auf die zweite Männermannschaft des HV Grün-Weiß Werder wie die Faust aufs Auge. Nach tollen Partien voll Spielwitz und Leidenschaft nun, nach Hennigsdorf, der zweite trostlose Auftritt in dieser Saison, bei dem den Blütenstädtern so gar nichts gelingen mochte: Niederlage gegen den Tabellenletzten SV Blau-Weiß Wusterwitz mit 20:22 (8:12).

Trainer Borrmann konnte personell wieder einmal aus dem Vollen schöpfen. Mit dabei auch erstmals Neuzugang Leander Hérault, der sich direkt mit zwei Treffer in die Liste der Torschützen eintragen konnte. Schnell hatten die Gäste einen 0:2-Rückstand gedreht, sodass man in der elften Minute (2:5) eigentlich mit einem Spielverlauf rechnete, welcher der Platzierung in der Tabelle entsprechen würde. Doch ab eben dieser Spielminute verloren die Werderaner zunehmend den Faden. Mit wenig Tempo, einer Vielzahl an technischen Fehler und Fehlwürfen schenkte man den Wusterwitzer Hausherren zu viele Bälle und vor allem den Glauben an ihren ersten Saisonsieg (6:6, 10:7). Bis zur Halbzeitpause sollte den Grün-Weißen auch kein Mittel mehr einfallen, um der Lethargie zu entweichen.
Beim Stand von 12:8 ging es in die Kabine. Trainer Borrrmann machte unmissverständlich klar, dass man mit viel Tempo und einfachen Mitteln unbedingt wieder den Torerfolg erringen müsse. Im vorangegangenen Spitzenspiel gegen Altlandsberg hatte man zur selben Zeit immerhin schon 17 Treffer erzielt. Doch es sollte nicht gelingen. Immer wieder konnten die Gastgeber Fehler der Havelstädter ausnutzen und ihren Vorsprung ausbauen (17:12, 21:15). Einzig Kaspar Kionke, der junge Werderander Keeper, hielt sein Team durch eine hervorragende Leistung im Spiel. In den Schlussminuten gelangen den „Borrmännern“ zwar noch fünf Tore, aber dieser Aufwind kam zu spät. Mit einer enttäuschenden 22:20-Niederlage musste man den Heimweg antreten. „Leider sind wir noch nicht in der Lage, in jeder Partie gute Leistungen abzurufen. Wir müssen als Team weiter zusammen wachsen“, erklärte Trainer Borrmann.

 

Auf den nächsten Gegner, die zweite Mannschaft des VfL Potsdam, trifft man in zwei Wochen in heimischer Halle. Dann sollen die Punkte in einem spannenden Derby wieder auf das grün-weiße Konto wandern!
Es bleibt wieder abzuwarten, was in der Wundertüte Werder II so drin ist.

 

Es spielten: Bast, A.; Kionke, K. - Hagenau, N.; Wascher, H.; Hagenau, T. (1); Drescher, C. (3); Hérault, L. (2); Zehender, P. (1); Heibel, J. (2); Lowens, R. (4/2); Müller, P. (1); Sachse, T. (4/1); Gehrmann, G. (1); Möller, T. (1/1)


Text: T. Sachse
Datum: 29.10.2019


Kleinigkeiten fehlen zum Sieg

 

Im Spitzenspiel der Verbandsliga Nord musste sich unsere zweite Männermannschaft knapp geschlagen geben. Mit 32:35 (17:19) hatten die Mannen um Trainer Max Borrmann das Nachsehen gegen die zweite Vertretung vom MTV Atlandsberg. Tabellendritter (Werder II) gegen Zweiter (Atlandsberg II) hieß es am vergangenen Sonnabend in der Werderaner „Häckelhölle“. Auch wenn noch früh in der Saison ließ der Tabellenstand zumindest erahnen, welche Spannung in der Begegnung der beiden Reserveteams liegen könnte. Und das Tableau sollte Recht behalten. Die Zuschauer bekamen zu sehen, was den Handballsport auszeichnet und das auch die Verbandsliga durchaus attraktiv sein kann. Sehenswerte Treffer, intensive Zweikämpfe und Spannung bis zum Schluss wurden geboten.

Mit Anpfiff der beiden Referees entwickelte sich ein tempo- und torreicher Schlagabtausch (7:7, 13:13). Beide Mannschaften verzichteten auf ein Abtasten und suchten den schnellen Abschluss über den Tempogegenstoß. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit ließen die Grün-Weißen erste Chancen liegen, sodass sie mit zwei Toren Rückstand in die Kabine ging (17:19). Trainer und Team haderten mit Ihrer Defensivleistung. „Wir haben den Positionsangriff anfangs häufig gut verteidigt und dann immer wieder die Lücke durch individuelle Fehler aufgemacht“, kommentierte Coach Borrmann, der mit der Offensive seiner Mannschaft zufrieden war, „aber wenn wir nicht verteidigen, dann helfen auch die vielen Tore nichts.“
Hochmotiviert den Rückstand sofort wieder aufzuholen, ging es zurück aufs Parkett. Keine sechs Minuten später konnte Ronny Lowens die Werderaner sogar in Führung bringen (22:21). Keinem Team gelang es in dieser Phase sich abzusetzen. Jedes Tor musste hart erarbeitet werden. Nach intensiven 53 Minuten stand es abermals unentschieden (30:30). Einzelaktionen sollten nun das Spiel entscheiden, vor allem der Altlandsberger Keeper konnte ein, zwei Bälle mehr parieren als seine Pendants auf gegnerischer Seite. Denkbar knapp verpasste die Grün-Weiße Deckung manch entscheidenden Ballgewinn, sodass die Gäste wieder in Führung gingen (30:31, 30:32) und am Ende die Punkte mitnehmen konnten (32:35).
„Wir haben mit Leidenschaft gekämpft, aber heute haben Nuancen das Spiel entschieden und vielleicht hat uns manchmal auch noch ein wenig die nötige Cleverness gefehlt, was uns natürlich besonders ärgert“, resümierte Kapitän Henry Wascher das Spiel.

 

Es spielten: Bast, A.; Kionke, K. - Wascher, H.; Pankow, C.;  Hagenau, N.; Dramburg, R.; Drescher, C. (8); Zehender, P. (4); Heibel, J. (1); Lowens, R. (6); Hagenau, T. (4); Müller, P. (1); Möller, T. (4); Sachse, T. (4)

 

Text: T. Sachse
Datum: 22.10.2019


Zweite Männer nimmt Fahrt auf...

 

Nach vier Wochen Pause dürfte unsere zweite Männermannschaft endlich wieder in den Ligaalltag eingreifen und auswärts jubeln. Mit einem 24:31 (11:16) konnten unsere Männer aus der Blütenstadt zwei Punkte aus Wittstock mit nach Hause nehmen. Die Anspannung vor dem Spiel war den Grün-Weißen ins Gesicht geschrieben. So recht wusste man nicht, wie gut der Leistungsstand ist. Zwar hatten die Schützlinge rund um Trainer Max Borrmann gut trainiert, aber inwiefern das Zusammenspiel schon funktionieren sollte blieb abzuwarten. „Unsere Aufgabe in den letzten Einheiten war es die neuen Spieler zu integrieren und dafür zu sorgen, dass die Abläufe bei jedem klar sind“, erklärte Trainer Borrmann.Dabei konnte er auf einen kompletten Kader zurückgreifen. Insgesamt 15 Spieler traten die Reise an die Dossestadt an. Lediglich Christian Jeßen fehlte verletzungsbedingt. Der Aufsteiger von der Dosse war mit 4:2 Punkten gut in die Saison gestartet. Somit war man auf Seiten unserer Zweiten ausreichend vorgewarnt. 

Jeglicher Anspannung zum Trotz gelang den Männern von der Havel ein Paradestart ins Spiel. Nach 9 gespielten Minuten stand es 7:1 aus Werderaner Sicht. Dabei war Ronny Lowens sehr gut aufgelegt und erzielte fünf der ersten sieben Treffer. Jens Zuther im Tor vernagelte von Beginn an seinen Kasten. Erst danach kamen auch die Gastgeber besser zum Zug. Doch kamen die Wittstocker nie mehr, als vier Tore in der ersten Halbzeit heran. Speziell im Positionsangriff gelangen den Grün-Weißen immer wieder gute Lösungen und sehenswerte Treffer. Die Außenspieler John Heibel und Timo Möller profitierten immer wieder von den geduldigen Ballstafetten und markierten regelmäßig ihre Treffer. Mit 11:16 ging es in die Halbzeitpause. Trainer Borrmann warnte seine Mannen nicht nachlässig zu werden. Eines war klar: Der Gastgeber sollte nicht mehr die Möglichkeit bekommen zurück ins Spiel zu finden. Das gelang leider nur teilweise. Denn nach 40 gespielten Minuten stand es nur noch 16:18. Entgegen voran gegangener Partien blieben die Gäste aber weitestgehend unbeeindruckt und so stellte der wieder genesene „Butzi“ Drescher in der 45ten Minute den alten Abstand wieder her (17:22). Die Zuschauer in der gut besuchten Wittstocker Stadthalle konnten bis dahin eine sehenswerte Verbandsligabegegnung sehen. Die letzten 15 Spielminuten waren dann aber leider von vielen, zähen Unterbrechungen geprägt. Zum einen gab es allein in diesem letzten Spielabschnitt insgesamt neun Zeitstrafen. Außerdem musste Christian Pankow kurz nach seiner Einwechslung das Feld mit einer direkten roten Karte wieder verlassen. Eine harte Entscheidung. Zum anderen fiel die elektronische Anzeigetafel aus, was immer wieder für Diskussionen und Nachfragen sorgte. Ein richtiger Spielrhythmus kam dann nicht mehr auf, was die „Borrmänner“ besser nutzten und das Ergebnis sicher zum 24:31-Endstand verwalteten. 

 

Am kommenden Samstag wartet dann eine nächste harte Prüfung auf die „Zweite“.

Es heißt ab 18:30 Uhr in der „Häckelhölle“, 3. gegen 2. im Reservistenduell gegen die zweite Vertretung des MTV Altlandsberg. Wir freuen uns auf rege Unterstützung von den Rängen.

Werder 2! FeuerFrei!

 

Es spielten: Bast, A.; Kaspar, K.; Zuther, J.- Hagenau, N.; Pankow, C.; Gehrmann, G.; Zehender, P.; Hagenau, T. (6); Heibel, J. (5); Lowens, R.(8/3); Sachse, T. (3); Drescher, C. (3/1); Möller, T. (3); Müller, P. (2); Wascher, H. (1)

 

Text: T. Sachse 

Datum: 17.10.2019


2. Männer Gelungener Heimauftakt

 

 

Die zweite Männermannschaft feiert beim Heimspieldebüt der Saison ihren ersten Sieg.

Im Havelland-Derby gegen den SSV Falkensee behielt die „Zwote“ mit 29:21 die Oberhand und blickt nun weiter nach vorn.

 

Nach dem verlorenen „Stotterauftakt“ der Vorwoche in Hennigsdorf wurde in den Trainingseinheiten dieser Woche noch einmal hart gearbeitet. Trainer Max Borrmann forderte von seinen Spielern höchste Konzentration und Leistungsbereitschaft in allen Belangen.

 

Doch wieder brauchte es eine gewisse Anlaufzeit ehe die Blütenstädter so richtig auf dem Spielfeld angekommen waren. Bis dahin erlebte sein Team ein Déjá-Vu zur Vorwoche. Zahlreiche, klare Tormöglichkeiten wurden einfach nicht im Gehäuse der Gäste untergebracht. 

Nach fünf Minuten lagen die Hausherren mit 1:4 zurück und erst ganz allmählich war zu spüren, wie alle Zylinder des Motors ins Laufen kamen. Bis zur 10ten Minute konnte der Rückstand egalisiert werden. Die erzielte Führung (5:4) wurde nun nicht mehr hergegeben.

Es gestaltete sich im weiteren Verlauf der 1. Hälfte ein ausgeglichener Schlagabtausch, in welchem die Werderaner stets die bessere Antwort parat hatten. Aus einer stabilen Abwehr heraus mit Neuzugang Kaspar Kionke als Rückhalt im Tor, konnten immer wieder schnelle Gegenstöße eingeleitet werden.  Mit 13:10 ging es in die Halbzeitpause.

„ Das war insgesamt schon ganz gut, aber die Fehlerquote inklusive mangelnder Chancenverwertung war immer noch zu hoch“ fasste Kapitän Henry Wascher kurz zusammen, der leider ebenso verletzungsbedingt fehlte, wie „Butzi“ Drescher.  

 

Mit klarer Vorgabe das Tempo weiter hoch zu halten ging es in  die zweiten 30-Minuten. 

Eine Manndeckung gegen den besten Falkenseer Schützen sollte den Druck auf die Gäste noch einmal erhöhen. Mit Erfolg. Schnell konnten sich die Gastgeber auf 21:13 absetzen. Besonders Tim Hagenau, mit sieben Toren am Ende bester Werderaner Torewerfer, drückte in dieser Phase dem Spiel seinen Stempel auf. Dieser Abstand konnte bis zum Spielende verwaltet werden. Auch eine 4:6- Unterzahlsituation konnten die ersatzgeschwächten Falkenseer nicht mehr zur Ergebniskosmetik nutzen. Trainer Borrmann nutzte die Gelegenheit um allen Spielern Einsatzzeit zu geben. Einen guten Einstand konnte dabei auch Linkshänder und Neuzugang Timo Möller verzeichnen, welcher in dieser Woche erst zum Team dazu gestoßen war und direkt vier Treffer beisteuerte.

„Insgesamt konnten wir uns gegenüber der Vorwoche steigern“, erklärte Max Borrmann, „Schade  nur, dass wir jetzt vier Wochen spielfrei haben und somit kein Rhythmus aufkommt. Da müssen wir  weiter konzentriert sein und vor Allem die Spannung hoch halten.“

 

Erst am 12.10. geht es für die Recken der „Zwoten“ bei Aufsteiger Hansa Wittstock weiter, wo auch die ersten Auswärtspunkte der Saison eingefahren werden sollen. 

 

Bis dahin

Werder2!Feuer Frei!

 

Es spielten: 

 

Kaspar Kionke, Alex Bast; Christian Jeßen, Christian Pankow, Nick Hagenau, Tim Hagenau, Paul Müller, Gordon Gehrmann, Billy Joe Giese, Timo Möller, Thomas Sachse, Ronny Lowens, Paul Luis Zehender, John Heibel, Ronny Dramburg 


Saisonstart verpatzt

 

Zum Auftakt in die neue Spielzeit muss sich unsere Zweite Männermannschaft knapp mit 33:35 (11:16) dem Aufsteiger SV Motor Hennigsdorf geschlagen geben.

 

Nun endlich war es wieder soweit. Nach drei Monaten schweißtreibender Vorbereitung stand die Mannschaft von Trainer Max Borrmann wieder in den Startlöchern. Voller Motivation und Elan ging es selbstbewusst zum Aufsteiger vom nördlichen Berliner Stadtrand.

 

Gründe positiv zu sein gab es genug. So konnten die Blütenstädter zwei zweite Plätze bei Turnieren in der Sommerpause einsammeln und auch in den zurück liegenden Testspielen ließen die „Borrmänner“ aufblitzen, was in dieser Saison alles möglich sein könnte. Die Zeichen standen alsoauf Grün. Nur den verletzungsbedingten Ausfall von „Butzi“ Drescher galt es zu kompensieren. Doch konnte der Kader mit den Neuzugängen Paul Müller (SG OSF), Paul Zehender (eigene Jugend), John Heibel (SG Altentreptow) und Kaspar Kionke (Mecklenburger Stiere) verstärkt werden. Letzterer war leider noch nicht spielberechtigt und da auch Jens Zuther urlaubsbedingt nicht zur Verfügung stand und somit noch ein weiterer Torhüter von Nöten war, wurde ein alter Bekannter wieder aus dem Ruhestand geholt. So stand Altmeister Marcel Klemt zusammen mit Alex Bast zwischen den Pfosten. Beide konnten so einiges parieren und machten eine gute Partie.

 

Bereits vorweg genommen. Es dauerte 45 Minuten bis die Grün-Weißen endlich in dieser Spielzeit angekommen waren. Zu diesem Zeitpunkt lag das Team bereits mit acht Toren im Hintertreffen (17:25). Über 15 technische Fehler, vier verworfene Siebenmeter und bereits 30 Fehlwürfe waren notiert. Beste Chancen wurden in Reihe liegen gelassen. Zwischen der 25ten Spielminute (10:11) und dieser eben besagten 45ten Minute kassierten die Gäste einen 8:15-Lauf von den ehemaligen „Stahlwerkern“. Beide Mannschaften spielten über die gesamte Dauer mit offenem Visier. Den Zuschauern wurde von beiden Mannschaften durchgängig schneller Offensivhandball präsentiert. Die Abwehrarbeit wurde dabei beidseitig vernachlässigt.

 

„Mit normaler Trefferquote müssen wir hier über 40 Tore werfen und das Spiel gewinnen, so aberkonnten wir die mangelnde Chancenverwertung nicht mehr kompensieren. Stolz können wir auf unsere Leistung der letzten viertel Stunde des Spiels sein“, konstatierte Coach Borrmann am Ende des Spiels und fügte hinzu dass auch über die Defensive noch einmal gesprochen werden müsse„. Wenn wir die letzten 15 Minuten mit in unsere nächsten Partien nehmen, dann werden wir auch erfolgreich sein“ ist sich auch Kapitän Henry Wascher sicher, der mit acht Treffern bester Werderaner Torschütze war.

Trotz des großen Rückstands war die Moral und der Kampfgeist ungebrochen und es wurde daran geglaubt, dass noch ein Punktgewinn möglich war. Das brachten die Havelstädter nun auch endlich auf das Hennigsdorfer Parkett. Mit einer offensiven Deckung, hoher Laufbereitschaft und endlichmehr Konsequenz im Abschluss kam die „Zweite“ Stück um Stück bis auf zwei Tore heran und der Gastgeber wurde sichtlich nervös. Aber leider dauert ein Handballspiel nur 60 Minuten, so dass die Zeit für den großen Coup nicht mehr reichte.

 

Nächste Woche Samstag gibt es die Chance zur Wiedergutmachung und unsere Mannen der Zweiten brennen bereits jetzt darauf. Der SSV Falkensee ist zu Gast in der Häckelhölle.

Anpfiff ist 16:00 Uhr #WerderZwei!FeuerFrei!

 

Es spielten:

Alex Bast, Marcel Klemt; Christian Jeßen, Nick Hagenau, Tim Hagenau, John Heibel, Ronny Lowens, Thomas Sachse, Gordon Gehrmann, Paul Müller, Henry Wascher, Paul Zehender, Christian Pankow, Ronny Dramburg


Saison 2018/19


Auf ein Letztes...

 

… hieß es am vergangenen Samstag in der heimischen „Haeckelhölle“ für die Zweite Garde des

HV Grün- Weiß Werder. Nach dem die Mannen rund um Trainer Max Borrmann in der Vorwoche

den sportlichen Klassenerhalt mit einem 34:29- Erfolg in Lychen feiern konnten, sollte nun auch das letzte Duell der Spielzeit gegen den Tabellenfünften aus Wittenberge ein Festspieltag werden. Auch die Gäste waren in der Vorwoche erfolgreich. So fegten die Prignitzer den Blau- Weiß Wusterwitz mit 37:19 in heimischer Halle von der Platte. In Werder war man somit gewarnt vor der spätsaisonalen Spielfreude der Gastmannschaft.

 

Auf ein Letztes hieß es auch für Torhüter Marcel Klemt. Dieser bestritt vorerst seine letzte Partie.

Familie, Freunde und ehemalige Wegbegleiter ließen es sich nicht nehmen diesen emotionalen Abschied zu begleiten und Marcel Klemt im letzten Spiel noch einmal anzufeuern. Dieser zeigte mit bärenstarken Paraden noch einmal seine sportliche Klasse, welche ihn über 25 Jahre Werder Handball auszeichnete. Doch muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass besonders sein menschlicher Stellenwert und sein Teamgeist nicht zu ersetzen ist. Wenn man sich einen Mitspieler im Team wünschen kann, dann ist es dieser Marcel Klemt.

 

Mit Emotionen und Spannung ging es so nun zum Anwurfpunkt. Bereits in der Hinrunde schenkten sich beide Teams nichts. Knapp mussten sich die Blütenstädter mit 31:32 nicht ganz unumstritten geschlagen geben. Die Revanche war ein zusätzlicher Anreiz. Letztendlich wollte man sich aber vor allem für eine gelungene Rückrunde belohnen.

 

Mit Schwung begann die Partie. Wie häufig an letzten Spieltagen wird die Defensivarbeit von den Mannschaften vernachlässigt und das Angriffsspiel bevorzugt. Beide Kontrahenten spielten von Beginn an mit offenem Visier. Dabei kamen die Wittenberger bis zur Mitte der ersten Hälfte besser ins Geschehen. 9:11 hieß es auch Werderaner Sicht. Doch mit zunehmender Spieldauer und angetrieben vom Trommelrhythmus unserer treuen Fans kam die grüne Sieben ins Rollen und das Ergebnis wurde auf ein 13:11 gedreht. Mit ähnlicher, torreicher Schlagzahl ging es bis zur Halbzeitpause weiter. Mit einer knappen Führung von 17:16 wurden die Seiten gewechselt.

 

Der Pausentee und die Ansprache von Trainer Max Borrmann zeigten ihre Wirkung.

Direkt nach Wiederanpfiff eilten die Hausherren auf 22:17 davon. Speziell aus dem Rückraum war die Treffsicherheit in dieser Phase hoch.

Diese Fünf- Tore- Führung konnte bis zur 46. Minute gehalten werden (30:25).

Im Gedanken schon bei der Siegesfeier wurde nun vergessen, dass der Sack auch zugemacht werden muss. So schlichen sich nun Fehlwürfe und technische Fehler ein. Gleichzeitig bekamen die  Prignitzer Gäste die berühmt berüchtigte zweite Luft und erzielten ein Tor nach dem Anderen.

Mit einem Wittenberger Drei- Tore- Lauf am Ende kassierten die Grün- Weißen dann das ein wenig enttäuschende 34:34- Unentschieden, was wieder einmal aufzeigte, dass ein Spiel 60 Minuten dauert und zu jeder Zeit 100%tige Konzentration nötig ist.

 

Letztendlich konnte und wollte sich keiner der Akteure lange ärgern. Denn was am Ende bleibt ist eine gelungene Rückrunde, welche die Querelen und Enttäuschungen der Hinserie wettgemacht hat

und ein Team, was in dieser Zeit weiter zusammen gewachsen ist. Mit insgesamt 18 erzielten Punkten gehen die „Borrmänner“ mit Platz Acht aus der Saison. Ein starker Saisonendspurt mit acht von möglichen zehn Zählern und dabei keines der letzten fünf Spiele verloren gibt Motivation für die kommende Vorbereitung und lässt hoffnungsfroh auf die Saison 2019/20 blicken.

 

Unser Dank der Mannschaft geht an dieser Stelle noch einmal an allen Spielern; an die Trainer Max Borrmann und seine Co´s Lucas Schönebeck, Stefan Darius und Tom Göres die in seiner Abwesenheit die Mannschaft erfolgreich trainierten sowie an alle Helfer und Unterstützer, wie z.B. Kampfrichter, Wischer und natürlich an unsere Zuschauer und Werder- Fans.

 

Und an dieser Stelle noch einmal: DANKE MARCI!

 

Werder Zwei! Feuer Frei!

 

 

Es spielten: Marcel Klemt, Alex Bast, Jens Zuther, Henry Wascher, Gordon Kassin,Christoph Drescher, Thomas Sachse, Niko Harnge, Christian Pankow, Ronny Lowens, Tom Lessig,Paul Zehnder, Tim Hagenau


Road Trip mit Spaßfaktor

 

Am Sonntag durfte die Verbandsligavertretung des HV Grün-Weiß Werder ihr letztes Auswärtsspiel in der Saison 2018/2019 bestreiten. Es ist eines der unangenehmsten Auswärtsspiele der gesamten Liga, denn der Gegner hieß SV Berolina Lychen. Der Absteiger aus der Brandenburgliga ist für seine volle Halle mit frenetischen Fans, eine robuste Defensive und vor allem für die LANGE Anreise bekannt. Aber wem erzähle ich das, die Uckermärker haben diesen Stress ja fast jedes zweite Wochenende. Auf Wunsch der Gastgeber wurde das Spiel auf 14:00 Uhr vorverlegt, nach einem letzten Blick auf die Reisezeit stand 10:00 Uhr als Abfahrtzeit fest, ein Zwischenstopp in Gransee wurde mit eingeplant.

Die anfängliche Müdigkeit (oder war es doch der Obstwein der für zerknautschte Gesichter gesorgt hat?) verflog relativ schnell. Zur Auflockerung der Beine aktivierte sich der ein oder andere individuell, einige spielten „einmal berühren“. Noch vor der Erwärmung versammelte Max Borrmann seine Gefolgschaft um sich und schwor sie auf dieses wichtige Spiel ein. Obwohl 15 Punkte auf der Habenseite standen, eine solide Rückrunde sei Dank, war die Gefahr des Abstieges noch nicht gebannt. Defensiv sollte mit einer 5:1 Deckung gestartet werden um den Rückraum frühzeitig zu stören, offensiv galt es das Spiel in die Tiefe verbunden mit einfachen Wechseln zu forcieren.

Trotz der Verabschiedungen und Würdigungen konnte das Spiel pünktlich angepfiffen werden. Die Zuschauer in der vollen Halle sahen von Beginn an temporeichen Offensivhandball. Sollte der Heimtrainer auch ein Defensivkonzept gehabt haben so war es ähnlich obsolet wie das der Gäste. Die Spieler beider Mannschaften agierten mit offenem Visier, getreu dem Motto „Defensivarbeit ist entbehrlich, Hauptsache Tore und am besten immer eins mehr als der Gegner“. Entsprechend lauteten die Zwischenstände: 3:4, 4. Spielminute; 8:9, 12. Spielminute. Das Spiel mit dem offenen Visier zollte bald Tribut, die Konzentration ließ nach, entsprechend mehrten sich technische Fehler und Fehlpässe. Dafür fanden die „Langen Kerls“ aus Werder defensiv endlich ins Spiel. Daraus resultierte auch eine deutliche Steigerung von Jens Zuther, der an alter Wirkungsstätte zwischenzeitlich komplett allein gelassen wurde. Mit der effektiver werdenden Abwehr gelang es Werder immer mehr die Kontrolle zu übernehmen. Die teilweise spektakulären Paraden von Jens kamen exakt zum richtigen Zeitpunkt und wurden im Angriff zielstrebig in Tore umgemünzt. Kurz vor der Pause gelang Altmeister Gordon Kassin der Treffer zur 18:15 Führung aus Sicht der Gäste. Inmitten der Lychener Zuschauer stachen 7 heroische Anhänger der Grün-Weißen mit Klatschen und Jubel hervor, vielen lieben Dank an die mitgereisten „Spielerfrauen“ und den Papa von Caro.

In der Kabine kam kurz etwas Euphorie auf, allerdings legten alle schnell den Schalter wieder um, die Vergangenheit hat gezeigt, dass zu viel Selbstsicherheit katastrophale Folgen haben kann. Der Coach mahnte zur Wachsamkeit und einer weiteren Verbesserung, sowie Stabilisierung der Verteidigung.

Wer ein erneutes Torfeuerwerk zu Beginn von Halbzeit zwei erwartet hat, der wurde enttäuscht. Erst nach knapp 3 Zeigerumdrehungen fiel der Treffer zum 15:19. Allerdings fielen jetzt deutlich mehr Zeitstrafen. 10 Minuten nach der Pause erhielten bereits 6 Spieler eine progressive Strafe (in der ersten Hälfte waren es insgesamt nur 4). So durften zuerst die Gastgeber und anschließend die Gäste jeweils in doppelter Unterzahl spielen. Mit von der Partie der Spieler der mit Abstand die meisten Zeitstrafen auf seiner Position in der gesamten Liga (vermutlich in ganz Brandenburg) hat. Nur lag es diesmal nicht am brodelnden Temperament des erfahrenen Torhüters, sondern an der übertriebenen Härte der Schiedsrichter. Dennoch, ich entschuldige mich bei meiner Mannschaft für diese (erneute) Zeitstrafe, ich hätte es besser wissen müssen. Zurück zum Spiel. Die Blütenstadter zeigten eine konstante Leistung, folglich kamen die Männer aus der Uckermark nicht mehr wirklich in Schlagdistanz. Über die Stationen 22:24, 23:27, 27:32 wurde der Endstand von 29:34 erreicht. Die Freude bei den grün-weißen war nahezu grenzenlos, denn damit konnte der Abstieg definitiv abgewendet werden. Man mag es kaum glauben, aber in der Verbandsliga Nord ist die qualitative Dichte so hoch, dass es hierzu 17 (!!!!!) Punkte braucht. 

Ich möchte die Gelegenheit nutzen um der Mannschaft Respekt und Hochachtung auszudrücken. So ein Saisonendspurt fordert viel Kraft und Willen. Über alle Widrigkeiten der Spielzeit hinweg wurde der beachtliche Teamgeist bewahrt und Glaube daran in diese Liga zugehören nicht aufgegeben. Ich denke die letzten Spiele haben gezeigt wieviel Potenzial und Stärke in dieser Mannschaft stecken. „Immer heiß wie Frittenfett“.

Vielen Dank für das positive gestalten meiner (vorerst) letzten Auswärtsfahrt. Es war ein Fest.

Zum letzten Saisonspiel empfangen wir am Samstag den 04. Mai um 16:00 Uhr den PHC Wittenberge. Der Gegner ist leider nicht mehr in punktetechnischer Reichweite, trotzdem soll die Saison mit einem Heimsieg beendet werden. Wir laden recht herzlich dazu ein (vor oder nach dem Baumblütenbesuch) uns anzufeuern.

 

Es liefen auf: Jens Zuther, Alexander Bast, Marcel Klemt, Henry Wascher, Christoph Drescher, Thomas Sachse, Niko Harnge, Christian Pankow, Ronny Lowens, Tim Hagenau, Tom Lessig, Gordon Kassin

Der Strippenzieher: Maximilian Borrmann 

 

Schreiberling: M. Klemt